Fazit––––– (Archivversion) Viel Rauch um nichts?–––––

Die Gefahr sei gering, daß giftige, krebserregende Schadstoffe überhaupt aus dem Leder in den Körper gelangen, meinen einige Experten. Da müsse man schon am Leder lutschen, besänftigen sie die verunsicherten Gemüter. Innenfutter, zusätzlich ein T-Shirt darunter, und der Schutz sei perfekt.Verharmlosung, meinen kritischere Experten. Nachweisbar krebserregende Stoffe gehörten nicht in Bekleidung. Denn das berühmte eine Molekül reiche möglicherweise aus, um bösartige Geschwulste in unseren Körpern zu verursachen. Zwei völlig konträre Meinungen stehen sich gegenüber und die armen Verbraucher im Regen. Aber einmal anders herum gefragt: Wer kann garantieren, daß Schweiß und Regen nicht in der Lage sind, diese giftigen Stoffe aus dem Leder herauszulösen? Natürlich niemand. Dennoch sollte das Ergebnis differenziert gesehen werden. Ob nun alte Ledersachen generell mit den inzwischen verbotenen Azo-Farbstoffen gefärbt sind und von einer weiteren Nutzung abgesehen werden sollte, klärt MOTORRAD in Ausgabe 6/1998.Das Ergebnis der Chrom (VI)-Untersuchung sollte kein Anlaß zur Panik sein. Es ist ohne Frage gesünder, beim Kauf darauf zu achten, Produkte ohne Schadstoffbelastung auszusuchen. Aber gleich die eventuell neue Louis-, Furygan- oder Schwabenleder-Jacke wegzuwerfen, wäre doch übertrieben.

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