Helm »XR 1000« von Shoei: Praxistest (Archivversion)

Getreu dem Motto »Stillstand ist Rückschritt« begannen die Verantwortlichen von Shoei bereits Ende 2000 mit der Entwicklung eines Nachfolgers für den XR 900, obwohl dieser erst 2001 auf den Markt kam. Weiter verbessert werden sollten laut Lastenheft unter anderem die Kriterien Tragekomfort, Aerodynamik, Geräusche und Belüftung.In puncto Tragekomfort betreiben die Japaner im Vergleich zu den Mitbewerbern besonders großen Aufwand. Da europäische Köpfe nun mal anders geformt sind als asiatische oder amerikanische, benutzt Shoei schon immer unterschiedliche Innenausstattungen respektive Passformen für Asien, Amerika und den europäischen Markt. Um die besten Passformen zu ermitteln, stehen bei jeder Helm-Neuentwicklung Testfahrten mit ausgewählten Fahrern der jeweiligen Kontinente auf dem Programm.Außer den aufwendigen Praxistests führt Shoei auch Untersuchungen in den eigenen Laboratorien durch. So optimieren die Techniker im Windkanal beispielsweise die Formen der Außenschale und der Belüftungskanäle. Allein für die Luft-Austrittsöffnungen am Hinterkopf-Spoiler des XR 1000 verbrachten die Aerodynamiker viele Stunden im Labor, bis letztlich eine Form entstand, die für optimale Entlüftung bei gleichzeitig geringstmöglicher Störung der Umströmung des Helms sorgte. Um zu prüfen, was sich unter der Helmschale abspielt (Stichwort Feuchtigkeitshaushalt und Belüftung), verwendet Shoei einen Messkopf mit einer Vielzahl elektronischer Sensoren.Last but not least zerstören die Tester im Prüflabor tagtäglich dutzende von Helmen nach den vorgeschriebenen Normen (beispielsweise ECE 22.05), um noch während der Entwicklung Verbesserungen in die Gestaltung der Außenschale und des Styroporkerns einfließen zu lassen.Und obwohl bereits in wenigen Monaten der XR 1000 erscheint, arbeiten die Shoei-Ingenieure und -Designer bestimmt schon längst mit Hochdruck an seinem Nachfolger.

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