Helmtest: Preisgünstige Helme (Archivversion) Viel Sicherheit für wenig Geld

Im Grunde ist das Ergebnis dieses Tests beruhigend: Gute Sicherheit ist keine Preisfrage, auch für wenig Geld kann es sehr guten Unfallschutz geben. Es muß also nicht unbedingt die Image-fördernde, 1000 Mark teure Ultra-High-Tech-Replika-Version sein, mit einem soliden Helm für 250 Mark kann sich der Motorradfahrer im Falle eines Falles ebenso sicher fühlen. Helm-Experten haben grundsätzlich nichts anderes erwartet, denn gute Dämpfung und sicherer Sitz sind eher eine Frage des Know-hows als der Herstellungskosten. Ebenso erfreulich ist, daß der von MOTORRAD schon seit langem geforderte Wegfall des Zweitschlags, der aus der neuen Norm ECE 22/04 nun endlich herausgenommen wurde, erste positive Auswirkungen zeigt. Viele aktuelle Helme sind offensichtlich weicher ausgelegt und kommen trotz verschärfter Prüfbedingungen auf bessere Dämpfungswerte, ohne bei höherer Belastung gleich durchzuschlagen. Überraschend ist weiterhin auch für die MOTORRAD-Profis, daß in der Praxistauglichkeit einige der Low-Budget-Hüte überzeugen können. Auch wenn sie in Bezug auf Verarbeitung und Lackierung den Nobelhüten nicht ganz das Wasser reichen können, warten manche Billigheimer mit gut funktionierender Visiermechanik, angenehmer Paßform und praxistauglichen Detaillösungen auf. Wo Licht ist, gibt es leider oft Schatten. Einigen Mützen ist deutlich anzumerken, warum sie so billig sind, da wird an allen Ecken und Enden gespart. Einer der Haupt-Schwachpunkte, der im Alltag nervt, ist die Visiermechanik. Da sind recht primitive und kurzlebige Lösungen anzutreffen. Daß es für gleiches Geld auch anders geht, zeigt der Test.

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