Interview mit Stefanie von Carlsburg, Sprecherin von Tchibo (Archivversion)

Stefanie von Carlsburg,
Sprecherin von Tchibo, zur
Verkaufsphilosophie des
Hamburger Unternehmens.

Wie kommt ein Kaffee-Röster dazu, Motorradbekleidung anzubieten?
Tchibo hat sich durch das Kaffee-
Geschäft einen guten Namen gemacht und erschließt schon seit längerem erfolgreich neue Geschäftsfelder. Wir erkennen durch Expertengespräche und Marktforschungen wichtige Trends, setzen diese frühzeitig um und konzipieren dementsprechend unser
Angebot an Produkten und Dienstleistungen. Vor einigen Jahren etwa haben wir preisgünstige Bekleidung sowie Kurse und Reisen für Golfer offeriert und auf diese Weise den ehemals sehr exklusiven Sport einer breiteren Masse zugänglich gemacht. Momentan erkennen wir eine Tendenz, dass Motorradfahren immer beliebter wird. Ähnlich wie
Golfen oder Segeln ist dieses Hobby jedoch recht kostspielig, und sparen möchte wohl fast jeder. Wir wollen allerdings keineswegs die Billigsten sein, sondern Qualität zum vernünftigen Preis anbieten.
Warum hatten Sie nur eine unvollständige Fahrerausstattung im Angebot? Den unverzichtbaren Helm fand man bei Ihnen etwa nicht.
Der Verkauf von Helmen erfordert intensive Beratung und Fachwissen, speziell was die Passform und richtige Größe angeht. Wir begreifen die auf Motorradfahrer zugeschnittene Wochenaktion »Faszination Freiheit« als ersten Schritt auf diesem Markt. Unsere Kleidung kam bereits gut an, dieses Angebot haben wir mit einer Motorradversicherung kombiniert, die ebenfalls bei uns erhältlich ist. Wenn das Kunden-Feedback gut ist, können wir uns vorstellen, das Angebot künftig auszuweiten. Wir sehen das Ganze nicht als Marketing-Gag oder reines Lockangebot und prüfen deshalb genau,
welche Artikel sich vernünftigerweise an Motorradfahrer verkaufen lassen.

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