Investition ohne Gefühl (Archivversion) Echt abgegriffen

Natürlich funktionieren sie immer noch, die Tricks der alten Hasen: Müllbeutel, die man sich über die Stiefel zieht und mit Einweckgummis fixiert. Seit Ewig­keiten wird das Prinzip auch in stabilerer Form vom Motorradfachhandel vertrieben: Dort heißen sie simpel Regenüberstiefel und kosten im Schnitt rund zehn Euro. Gleiches wird für die Hände angeboten: große Fäustlinge, die über Handschuhe gezogen werden und vor nassen Fingern schützen sollen. Der Preis: zwischen fünf und zehn Euro. Sparfüchse machen’s umgekehrt und ziehen Gummihandschuhe aus der Putzwarenabteilung unter ihre Motorradhandschuhe. Ihr Credo: Mit Müllbeutel und den Putzhandschuhen bleibt auch alles trocken. Das mag zwar stimmen, doch dabei geht das gute Gefühl fürs Motorrad verloren. Mit den Stiefelgamaschen schwindet der sichere Halt auf der Raste, und das Greifgefühl tendiert mit den Überhandschuhen gegen null. Bei den Gummihandschuhen lässt die Verdunstungskälte eiskalte Finger zurück, die sich am Lenker verkrampfen. Für eine sichere Fahrt ist diese Art der Ausrüstung definitiv nicht geeignet.

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