Kritische Punkte bei der Fahrerausstattung Wasser marsch?

Manche Probleme liegen an falscher Anwendung, andere sind ein Zeichen schlechter Verarbeitung und Qualität. Die Checkpunkte zum Kauf wasserdichter Bekleidung.

Foto: Jahn
Kragen
Einer der neuralgischen Stellen, wo bei Regenfahrten Wassereinbruch droht. Deshalb sollte der Kragen eng anliegen und weit in den Helm ragen. Außerdem muss das Material so beschaffen sein, dass sich keine Feuchtigheit hineinsaugen kann (Kapillareffekt).

Taschen
Diese sind in den wenigsten Fällen regenfest. Selbst bei als wasserdicht ausgewiesenen Taschen kann auf Dauer Nässe eindringen. Deshalb sollte man empfindliche Dinge wie das Mobiltelefon immer in den Innentaschen der Kombi unterbringen.

Schrittbereich
Ebenfalls ein Hauptangriffspunkt bei Regen. Vor allem, wenn die Überlappung von Jacke und Hose nicht ausreichend ist oder sich Feuchtigkeit an den Innenseiten hochsaugen kann. Die vielen Nähte müssen sorgfältig abgeklebt sein. Wassereintritt ist hier meist ein Qualitätsproblem.

Stiefelverschluss
Eine der kritischen Stellen, an der Wasser in die Stiefel eindringen kann. Besonders, wenn der Einstieg nicht sachgemäß mit einer Wassersperre hinterlegt ist. Am besten gleich nach dem Kauf im Wasserbad prüfen, ob die Stiefel dicht sind.

Stiefelspitze
Neben dem Schaft die zweite Stelle, die sich bei den MOTORRAD-Tests häufig als nicht wasserdicht erweist. Da die Undichtigkeit meist schon im Neuzustand besteht, ist auch dies ein Zeichen mangelhafter Qualität bei der Fertigung.

Übergang Stiefel/Hose
Wichtiger Punkt bei der Anprobe. Stiefel und Hosenbeine müssen weit überlappen. Die Schafthöhe des Stiefels ist übrigens kein Indikator für die Wasserdichtigkeit, da die Membranen im Regelfall immer einige Zentimeter unterhalb enden.

Fingerspitzen
Ein Aufeinandertreffen vieler Nähte, dazu ständige Bewegung, Schichten, die gegeneinander reiben. Wenn ein Handschuh in puncto Wasserdichtigkeit aufgibt, dann an dieser Stelle. Ein weiterer kritischer Punkt: der Spannbereich zwischen Daumen und Zeigefinger, der in der Praxis ebenfalls hoch belastet ist.

Übergang Stulpe/Ärmel
Die Stulpe muss gut unter den Ärmel passen, damit der Regen problemlos an der Außenhaut der Jacke ablaufen kann. Besonders vorteilhaft sind Jacken, die mit wasserdichten Stretchbündchen ausgestattet sind. Hier droht auch keine Gefahr, dass sich das Wasser an den Innenseiten nach oben saugt.

Frontverschluss
In der Praxis trifft der Regen hier mit großer Wucht auf. Wenn Wasser eindringt, liegt das meist daran, dass man beim Anziehen das Labyrinth des Frontreißverschlusses nicht korrekt verschlossen hat. In Ausnahmefällen kann es aber auch ein konstruktiver Schwachpunkt sein.

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