Lederkombis der oberen Mittelklasse: Test (Archivversion)

Die von MOTORRAD zusammen mit der Firma SaS-Tec in Markgröningen durchgeführte Messung ist lediglich an die CE-Norm angelehnt, reicht aber aus, um das Schlagdämpfungsverhalten einschätzen zu können. Bei der Messung fällt ein Prüfkörper aus einem Meter Höhe auf drei unterschiedliche Zonen des Protektors. Wie bei der CE-Norm darf die gemessene Restkraft
35 Kilo-Newton (kN) als gemittelten Wert nicht überschreiten, sonst fällt
der Protektor durch (im vorliegenden Test nur die Spyke-Hartschalen-Knie-
protektoren). Liegt der Wert eines einzelnen Schlages über 50 kN, bekommt der Protektor ebenfalls die rote Karte (erfreulicherweise kein Thema). Daneben wurden Protektorengröße und -schnitt bewertet: Steckt etwa in einer großen Herrenkombi ein Produkt, das eigentlich für Damenkombis oder sehr kleine Konfektionsgrößen vorgesehen ist oder entstehen durch Aussparungen, die der Bewegungsfreiheit dienen, Sicherheitslücken? Ergebnis: Lediglich Büse, Harro, Ixs und M-Tech verwenden durchgehend passende Größen.
Außerdem wurde der Kraftabbau eines Protektors genau untersucht. Verläuft die Kurve zu steil, federt der Protektor nach (Berik, Büse) oder spricht die Dämpfung erst spät an (Ixs), gibt’s Punktabzug.
Bei der Dainese konnten die fest mit dem Leder und Außenmaterial verklebten Knieprotektoren nicht einzeln gemessen werden, so dass der Schlag jeweils durch das Leder und den Schaumstoff über den Protektoren erfolgte – diese
Ergebnisse können nur bedingt zum Vergleich herangezogen werden und stehen in Klammern. Außerdem wurden Taschen zum Nachrüsten von CE-Protektoren positiv bewertet.

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