Lederkombis der oberen Mittelklasse: Test (Archivversion)

Immer noch zählt die alte Weisheit: Probieren geht über studieren. Bei in der Regel sehr körperbetont geschnittenen Lederkombis, die einen jahrelang begleiten sollen, ist dies besonders wichtig. Gerade auf dem Motorrad offenbaren sich Mängel, die im Stand bei der Anprobe nicht auffallen. Wo es drückt und kneift, erfuhren die Tester von MOTORRAD auf einer definierten Runde im französischen Traumrevier Südprovence. Dort erfordern Straßen erster und zweiter
Kategorie sowie anspruchsvolle Bergstrecken mit geflicktem
Asphalt und engen Serpentinen alle Bewegungsabläufe, die auf sportlichen Tourenmaschinen vorkommen – hier kann
ein Leder-Zweiteiler zeigen, was in ihm steckt. Gleichzeitig überprüften die Tester in üblicher Fahrposition den Sitz
der Protektoren: Drücken sie, umschließen sie die Gelenke
vollständig, können sie leicht verrutschen? Außerdem be-
werteten die Fahrer Ausstattung und Handhabung. Ist etwa das Oberteil bedienungsfreundlich von der Hose zu trennen (wichtig bei längeren Pausen oder Spaziergängen), sind die Taschen gut zugänglich und fassen sie alle notwendigen Utensilien wie Handy, Geldbörse oder Schlüssel? Zu guter Letzt: Schließt die Lederkombi auch bei viel »Rumgeturne« auf der Maschine sauber mit regulären Motorradhand-
schuhen und -stiefeln ab? In freier Wildbahn lassen sich eben am besten Erkenntnisse zur Passform und Bewegungsfreiheit sowie zum Tragekomfort gewinnen. Auch wenn nicht jeder Motorradfahrer abwechslungsreiche Traumstrecken vor der Tür hat: Käufer sollten vor dem Erwerb einer sportlichen Kombi auf eine mindestens halbstündige Probefahrt nicht verzichten. Ein guter Händler wird dies sogar empfehlen.

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