Legendäre Ausrüstung Die Geschichten der Gewinner

Foto: privat
Zeitgleich zum Artikel in Motorrad 21/2006 über legendäre Ausrüstungsgegenstände, hatten wir Sie nach Ihren persönlichen Geschichten gefragt und drei Preise verlost (siehe Links unten). Herzlichen Dank für Ihre Fotos, Geschichten und Anmerkungen - unter allen Einsendungen haben wir die drei Gewinner ermittelt. Und hier kommen ihre Geschichten. Platz 1: Rainer Wolfschmitt aus Hirschaid

"Mit neun Kumpels, sieben XT 500 und einer Suzuki DR war ich Anfang der Achtziger im Schotterpass-Alpenurlaub unterwegs. Einer musste immer den Reservefahrer befördern. Erstens lässt man keinen Kumpel daheim, wenn das Moped verreckt ist und zweitens ist es ganz praktisch, wenn alle neun aufgrund einer Mahlzeit am Gavia-Pass der Reihe nach Brechdurchfall bekommen. So konnte der, dem es am schlechtesten ging, die Soziusposition einnehmen. Damals hatte ich bereits eine der letzten Harro-Motocross-Lederhosen ergattert. Harte Protektoren waren in den Straßenanzügen noch kein Usus und die Crosser stiegen langsam auf Textilklamotten um. Damals wurde ich noch oft wegen der Protektorenhose belächelt, die mir aber gerade in diesem Urlaub meine Kniescheibe nach einem Sturz in einer Serpentine rettete. Nur an einem gescheiten Stiefel für wenig Geld hatte es noch gemangelt. In einem normalen Schuhgeschäft in Belluno entdeckte ich sie dann: die Alpinestars Trialstiefel, Modell „Roger de Coster“. Mit glänzenden Augen standen wir neun Buben vor dem Laden und bewunderten die Stiefel. Ich glaube, so um die 120 Mark haben sie gekostet. Drei Mann mussten dann zuschlagen. Und das Geld hat sich rentiert, da diese Stiefel mich über 500000 Kilometer und 21 Jahre begleitet haben. Mittlerweile haben sie die optimale Passform angenommen. Neuere Stiefel bieten bestimmt einen besseren Schutz und laufen nicht voll Wasser. Ob sie jedoch noch so lange halten wie diese Teile, wage ich zu bezweifeln."

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