Maßnahmen bei Minusgraden (Archivversion) Größere Kaliber

An richtig kalten Wintertagen mit Schnee und Frost kommen selbst die im Test als sehr gut bewerteten Handschuhe an ihre Grenzen. Was hilft dann?

Fünf vom Fahrtwind umströmte Finger bei herkömmlichen Motorradhandschuhen sind die Achillesferse, wenn es richtig kalt ist. Bei Minusgraden helfen Drei-Finger-Handschuhe, sogenannte Schweinepfoten, weiter. Kleiner und Ringfinger sowie Mittel- und Zeigefinger stecken jeweils in einem Handschuh-Finger, zusammen strahlen sie mehr Wärme ab, und diese kann in einem größeren Luftpolster aufgestaut werden. Nach einiger Eingewöhnungszeit lassen sich – anders als bei Fäustlingen – Schalter und Hebel am Motorrad etwas eingeschränkt, aber ausreichend gut bedienen. Im Praxistest erwiesen sich ausgewiesene Wintermodelle wie der Nordkap x-treme von Dane (89 Euro, über Motoport) als besonders kältetauglich. Die „Bastellösung“ mit den Neopren-Überziehern Seamless Bonding von Hein Gericke (40 Euro) funktioniert eher als Zusatzschutz für nasskalte Tage knapp über dem Gefrierpunkt. Sehr zu empfehlen und außerdem preisgünstig: dünne Unterziehhandschuhe aus Seide oder Kunstfaser als zusätzliches Wärmepolster. Reicht die isolierte Körperwärme allein nicht aus, sind Handschuhe mit Heizdrähten die Ultima Ratio. Interessant sind Lösungen mit in der Stulpe integriertem Akku wie beim unten gezeigten Prototyp "Magma" von Held.

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