Mobile »Fußbodenheizung“ Flash for Fantasy

Man stelle sich folgendes Szenario vor: Griffe, Nierengurt, Handschuhe, Stiefel, Weste, Visier, Sitzbank, überall hängt ein Kabel raus. Und wenn man alles einschaltet, dann wird das Licht dunkel, die Karre bleibt stehen, und kalt ist es immer noch. Blöd, was? Doch Rettung naht, zumindest für Besitzer wasser-gekühlter Fahrzeuge. Und zwar in Gestalt einer Art mobilen Fußbodenheizung. Klingt blöd, ist aber so. Und fast genauso aufwendig anzubauen.
Zur Funktion: Am Fahrzeug wird ein Wärmetauscher installiert, der mit dessen heißem Kühlmittel eine Flüssigkeit aufheizt, die durch wahrhaft lange Leitungen durch den Overall beziehungsweise den Pullover fließt. Im vorgestellten Fall steckt der Wärmetauscher in einer Art Tankrucksack. Einmal installiert, kann dieser per Schnellverschluss an- und abgesteckt werden. Ebenfalls mittels Schnellverschluss wird die Kleidung an den Wärmetauscher angeschlossen, und anhand eines Displays lässt sich die gewünschte Temperatur einstellen.
Vorteil dieses Systems: Das Bordnetz wird nicht zusätzlich belastet, und die Temperaturverteilung erfolgt gleichmäßig über den ganzen Körper und nicht nur punktuell. Nachteile: Das System ist nicht ganz billig (rund 1100 Euro, allerdings inklusive des aufwendigen Einbaus). Zudem kann es bei Neufahrzeugen Probleme im Garantiefall geben, da in den Kühlkreislauf eingegriffen wird.
Der Overall liegt sehr angenehm auf der Haut, trägt trotz der Heizschläuche recht wenig auf und lässt sich deshalb unter normaler Motorradkleidung bequem tragen. Der Schnitt des Overalls ist für die Sitzhaltung auf dem Motorrad ausgelegt, nichts kneift oder zwickt. Während herkömmliche elektrische Heizgerätschaften bestenfalls an der 100-Watt-Marke kratzen, was mit Hinblick auf die Lichtmaschinenleistung auch sinnvoll ist, powert der Thermoflash (www.thermoflash.de) nach Herstellerangaben mit bis zu 3800 Watt. Das dürfte sogar reichen, um im winterlichen Alsaka eine Blockhütte aufzuheizen.

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