Ratgeber Bekleidung Tipps: Motorradbekleidung wieder fit machen

Haben Sie noch eine Lederkombi-Leiche im Keller und wissen partout nichts damit anzufangen, weil die Klamotte eingelaufen ist? Dann wird´s Zeit, den Fummel wieder fit zu machen: MOTORRAD erklärt in sechs Schritten, was man da machen kann und gibt Neukauf-Anprobe-Tipps, wenn doch nichts mehr hilft.

Sie können sich einfach nicht von Ihrer Uralt-Lederkombi, der herrlich stinkigen Wachsjacke oder dem alten, aber kaum getragenen Zweithelm trennen? Müssen Sie auch nicht. Damit das Zeug aber auch tatsächlich wieder getragen wird, sollten Sie Hand anlegen (lassen).

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Foto: fact

Sechs Tipps für Ihre Motorrad-Bekleidung

Tipp 1
Rüsten Sie sicherheitstechnisch auf, das Angebot an guten Nachrüst-Protektoren war noch nie so groß. Wo bislang Schaumstoff bestenfalls Alibifunktion hatte, gehören CE-geprüfte Testsieger rein. Mehr zu Nachrüstprotektoren.

Tipp 2
Schaffen Sie Verbindungsmöglichkeiten zwischen Leder und Textil. Einheitliche Verbindungsreißverschlüsse zwischen allen Jacken und Hosen sorgen dafür, dass das Zeug tatsächlich wieder genutzt wird.

Tipp 3
Kaufen Sie sich eine Biker-Jeans, einige Blaumänner schützen mittlerweile ganz ordentlich und schaffen zusätzliche Kombinationsmöglichkeiten. Weitere Infos zu Biker-Jeans im MOTORRAD-Produkttest.

 

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Foto: mps-Fotostudio

Tipp 4
Seien Sie realistisch. In die zu enge Kombi werden Sie NIE WIEDER reinpassen; also endlich ab damit zum (Leder-)Schneider, das sind in Großstädten oft nette und vor allem günstige Türken oder Griechen; die nähen auch Reißverschlüsse ein. Auch kleine Modifikationen z.B. Kragen von Druckknopf auf Klett umrüsten) können dafür sorgen, dass die Sachen auch wieder genutzt werden.

Tipp 5
Gönnen Sie sich ein beschlagfreies Pinlock-Doppelscheibenvisier. Auch einige ältere Helme können damit nachgerüstet werden. Sie werden sich fragen, wie Sie eigentlich so lange ohne ausgekommen sind.

Foto: Sdun

    Tipp 6
    Legen Sie einen Putz- und Flicktag ein. Nein, nicht fürs Motorrad, natürlich für die Fahrerausrüstung. Das textile Zeug kommt in die Waschmaschine, die Imprägnierung wird aufgefrischt, das Leder bekommt eine (dünne!) Fettschicht, die Stiefel werden geschwärzt, das Helmfutter fliegt raus und wird mit Helmpolsterreiniger bearbeitet. Und alles, was müffelt, bekommt eine Portion "S100 Geruchskiller" von Dr. Wack (40 ml 2,95 Euro, z.B. bei Louis) verpasst - das Zeug übertüncht nicht, es killt den Mief wirklich. Frische, gut aussehende und passende Sachen wirken Wunder und kommen auch endlich wieder zum Einsatz. Wenn nicht: Dann lesen Sie folgende Neukauf-Anprobe-Tipps.

    Motorrad-Bekleidung: Anprobe-Tipps

    • Beim Bekleidungskauf Zeit nehmen. Die Sachen müssen nicht im Stehen vorm Spiegel gut aussehen, sondern bei einer Motorrad-Sitzprobe passen.
    • Lieblingspulli/-socken zur An-probe mitnehmen, damit Jacke und Stiefel auch mit etwas drunter passen.
    • Nicht zu große Jacken kaufen. Sie sind Schutz-, keine Freizeitbekleidung; die Protektoren müssen immer knackig sitzen.
    • Wenn sich der Helm verdrehen oder mit geschlossenem Kinnriemen abziehen lässt, ist er viel zu groß. Probefahrt nicht vergessen - Stichwort "Lautstärke".
    • Handschuhe mit Falten auf der Innenhand? Finger weg, sie sind zu weit bzw. schlecht geschnitten.

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