Motorradfahren in Italien (Archivversion)

Nach wie vor ist Italien eines der beliebtesten Reiseziele für Motorradfahrer. Auch wenn die »klimatischen« Verhältnisse derzeit nicht immer optimal sind (siehe Bericht über verstärkte Zweiradkontrollen in Italien, MOTORRAD 9/2007). Im Norden die mächtigen Alpen mit den Traumzielen Dolomiten und Piemont und längs des ge-samten Stiefels der mit einsamen Pässen gespickte Gebirgszug des Apennin, der erst in Reggio di Calabria ins Meer stürzt. Dazu traumhafte Inseln wie Sizilien, Sardinien oder das überschaubare Elba, die Kurvenspaß satt versprechen. Wer immer mit dem Bike den Alpenhauptkamm in Richtung Süden überquert, sollte einige Punkte beachten.
Tanken: Die Benzinpreise liegen in etwa auf dem gleichen Niveau wie in Deutschland. An vielen Tankstellen – zumindest an allen Autobahn-Raststätten – kann man zwischen Selbstbedienung (fai da te) und aufpreispflichtigem Tankservice wählen. Abseits der Autobahnen haben nahezu alle Tankstellen nachmittags geschlossen. Wer in dünn besiedeltem Gebiet also nicht unplanmäßig pausieren möchte, sollte um die Mittagszeit noch mal nachtanken.
Maut: Die Benutzung italienischer Autobahnen ist sehr teuer. Beim Verschleißtest summierten sich die Mautgebühren pro Motorrad auf gewaltige 163 Euro – ohne die Zusatzkosten für den Brenner (acht Euro pro Überquerung). Sehr interessant in diesem Zusammenhang: Die Autobahnen südlich von Salerno (nach Potenza und Reggi di Calabria) sind mautfrei. MOTORRAD-Tipp für alle, die in Richtung Rom unterwegs sind und sparen wollen: Der größte Teil der vierspurig ausgebauten Schnellstraße zwischen Livorno und Rom entlang der italienischen Westküste ist kostenfrei. Genauso verhält es sich mit der ebenso gut ausgebauten Schnellstraße quer durch den Apennin von Cesena (an der Adria bei Rimini) über Perugia und Terni bis zur Autobahn kurz vor Rom. Und noch ein Tipp: Motorradfahrer, die sich die nervige Fummelei mit Handschuhe ausziehen
und Kleingeld suchen am Kassenhäuschen sparen möchten, sollten sich Via-Karten (erhältlich in ADAC-Geschäftsstellen) zulegen, mit denen bargeldlos bezahlt werden kann.

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