Nässe- und Labortest

Besonders wichtige und hoch beurteilte Kriterien beim MOTORRAD-Handschuhtest waren die Dichtigkeit und gute Schlagdämpfungseigenschaften.

Außer den Praxisversuchen, bei denen die Kandidaten maximal 500 Punkte sammeln konnten, gehörten zwei weitere wichtige Kriterien zum Testumfang: Wasserdichtigkeit und Stoßdämpfung.Beginnen wir mit dem Nässetest, der mit je zwei Paar Handschuhe pro Teilnehmer erfolgte. Zunächst der »Tauchtest«: Mit je einem Handschuh pro Paar tauchte der Tester bis knapp übers Handgelenk in einen Eimer mit Wasser und prüfte unter ständigen Knetbewegungen fünf Minuten die Dichtheit. Frühere Undichtigkeiten führten zum Abbruch. Die zwei weiteren Handschuhe pro Modell mussten sich dem »Fülltest« stellen. Dazu wurden sämtliche Kandidaten mit der Stulpe nach oben aufgehängt und bis zirka fünf Zentimeter unter den Rand mit Wasser gefüllt. Sauber verarbeitete Handschuhe zeigen auch nach dem 30-minütigen Test noch keine Wassertropfen auf der Außenseite – halten also dicht. Bei einigen Kandidaten hingegen tropfte es bereits wenige Sekunden nach dem Befüllen mit Wasser.Erreichbar waren maximal 300 Punkte. Das heißt, für jeden dichten Handschuh gab’s 75 Punkte. Stark undichte Exemplare erhielten keinen Punkt. Die Gore Sports von Hein Gericke und das Modell Ceramic Tex von Held bekamen für extrem geringe Undichtigkeiten an jeweils einem Handschuh 30 Punkte abgezogen. Für den leichten Wassereintritt an einem Exemplar des Held Edmonton gab’s 60 Punkte Abzug.Zweites wichtiges Testkriterium war die Schlagdämpfungsprüfung der Hartschalen-Knöchelprotektoren. Die Werte ermittelte MOTORRAD mit freundlicher Unterstützung der Firma Viscotec auf deren Protektorenprüfstand. Die Fallhöhe für den fünf Kilogramm schweren Stempel wurde nach entsprechenden Vorversuchen auf 0,5 Meter festgelegt. Die Handschuhe lagen für die Prüfung auf dem halbkugelförmigen Amboss mit integrierter Kraftmess-Einrichtung. Zuvor musste MOTORRAD das zu prüfende Paar Handschuhe pro Teilnehmer zerschneiden, um für die Schlagtests die nicht relevante Handinnenfläche wegklappen zu können. Anschließend sauste der Prüfstempel bei jedem Handschuh zwei Mal von oben auf den Knöchelprotektor. Zuerst auf den Bereich zwischen kleinem Finger sowie Ringfinger und danach zwischen Mittelfinger und Zeigefinger. Aus den zusammen vier Schlägen pro Handschuhpaar bildete MOTORRAD den Mittelwert. Dieser Durchschnittswert ist ausschlaggebend für die erzielten Punkte. Dämpfungswertung (maximal 200 Punkte): 200 Punkte (P) < 11 kN; 185 P < 14 kN; 170 P < 17 kN; 155 P < 20 kN; 140 P < 23 kN; 125 P < 26 kN; 110 P< 29 kN; 95 P < 32 kN; 80 P < 35 kN.

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