Nässe- und Protektorentest (Archivversion)

Für den Nässetest wurde ein Tester in einer motorradspezifischen Sitzposition je zehn
Minuten einem mit starkem Gewitterregen vergleichbaren Wasserstrahl ausgesetzt, der flächig von vorn auf Oberkörper und Beine traf. Den Fahrtwind, der bei Autobahntempo den Regen kräftig
gegen die Motorradbekleidung peitscht, simulierten die Tester durch entsprechend hohen Strahldruck.
Bei jeder Textil-Kombi kam trockene Unterkleidung zum Einsatz, auf diese Weise konnten etwaige undichte Stellen präzise ausgemacht werden. Je nach Stärke und Zeitpunkt des Wassereinbruchs gab es Punktabzüge.
Die Schlagdämpfungsprüfung der Protektoren führte MOTORRAD in Zusammenarbeit mit der Firma Sas-Tec in Markgröningen in Anlehnung an die CE-Norm durch. Dabei fällt ein Prüfkörper aus einem Meter Höhe auf drei unterschiedliche Zonen des Protektors. Um die CE-Norm zu erfüllen, darf die gemessene Restkraft 35 Kilo-Newton (kN) als gemittelten Wert nicht überschreiten. Liegt der Wert eines einzelnen Schlags über 50 kN, ist der Protektor durchgefallen. Daneben wurden Protektorensitz und Schnitt (zum Beispiel Aussparungen, die der Bewegungfreiheit dienen sollen, aber unter Umständen eine Sicherheitslücke erzeugen) praxisgerecht berücksichtigt. Protektoren, die bei der Messung die angebene CE-Norm nicht erfüllten, bekamen genau wie nicht zertifizierte Protektoren keine Punkte. Abzüge gab es auch, wenn etwa eine
Herren-Kombi mit kleineren Damen- und Kinder-Protektoren ausgestattet war (BF, Büse, Germot, Louis). Positiv in die Wertung flossen indes
Taschen zum Nachrüsten von CE-Protektoren ein.

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