Offensichtlich unsicher? (Archivversion)

Ein unachtsamer Pkw-Fahrer nahm MOTORRAD-Leser Roland Just auf seiner ST 1100 die Vorfahrt, beim Anprall mit dem Kopf an der Verkleidungsscheibe brach er sich das Nasenbein und zog sich weitere Gesichtsverletzungen zu. Sein Helm: Ein italienischer Klapphelm, der sich während des Unfallverlaufs öffnete. Nun ging dieser Fall noch einmal relativ glimpflich aus, zu denken gibt er trotzdem. Geschlossene Integralhelme bieten den besseren Schutz. Klapphelme decken das Gesicht zwar auch ab, können sich aber vor allem bei fragiler Mechanik öffnen. Wenn das Kinnteil nach einem ersten harten Schlag aufklappt und weit hochsteht, kann das zusätzliche Gefahren bedeuten: Der Helm wird leicht vom Kopf gerissen werden, der Hebel des herumschleudernden Klappteils belastet das Genick zusätzlich. Das heißt nicht, daß MOTORRAD grundsätzlich von Klapphelmen abrät. Solide konstruierte Modelle sind gegenüber Jethelmen auf jeden Fall zu bevorzugen.

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