Praxistest Sport-Equipment (Archivversion)

Das aktuelle Sportstudio

Anbieter: TWS Central Europe, Telefon 07432/220595, www.m-tech.it
Preis: 1099 Euro
NKP steht für »No Kanguro Pelle«, übersetzt: kein Känguruleder. M-Tech bleibt nämlich dem Rindleder treu und realisiert durch einen speziellen Gerbprozess
bei der NKP Race ein dem Känguruleder gegenüber ähnlich abrieb- und reißfestes, ebenfalls nur knapp ein Millimeter dünnes Leder. Das verspricht zumindest der Hersteller, der als Unterfirma der größten Gerberei Italiens über das notwendige Know-how für so ein Hightech-Leder verfügt. Die lediglich rund 4,5 Kilogramm leichte Kombi bietet durch viele Kevlar- und Leder-Stretch-Einsätze einen klasse Tragekomfort, kneift höchstens minimal in der Kniekehle. Viele Einsätze bedeuten aber viele Nähte, an denen sich bei einem Sturz Sicherheitslücken auftun können, selbst wenn sie dreifach gesteppt sind wie im Fall der NKP. Die Passform ist
ebenfalls nicht ganz ideal, so fallen Kragen, Bein- und Armabschlüsse etwas zu weit aus. Für Fahrer mit breitem Oberkörpern und schlanken Beinen passt der Einteiler am besten. Großflächige Perforierungen sorgen für eine gute, jedoch
nicht übertriebene Belüftung. Solide Ausstattung: herausnehmbares Innenfutter, Knieschleifer und Aero-Höcker sowie gut sitzende CE-Protektoren an Schultern, Ellenbogen, Knien und Schienbeinen. Allerdings könnte man für mehr als tausend Euro auch zertifizierte Rücken- und Hüftprotektoren erwarten.

Fazit: sehr leichte, äußerst bequeme Kombi von der Stange. Für harten Renneinsatz weist die italienische NKP Race jedoch kleinere Unzulänglichkeiten auf
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Reevu MSX 1 (Archivversion) - Reevu MSX 1

Anbieter: Reevu, Telefon 0031/184/670394,
www.traccon.com; Preis: 499 Euro
Argument für den Kauf: Fahrern von Motorrädern mit Minispiegeln, die kaum Sicht nach hinten gewähren, erlaubt der Reevu durch ein integriertes Spiegelsystem zumindest bei moderater Geradeausfahrt einen aus-
reichenden Rückblick. Argumente dagegen: Der Spiegel verzerrt das von der Rückseite des Helms einfallende Bild vom rückwärtigen Verkehr und ist viel zu klein.
Bei flotter Fahrt wirkt das Geschehen im Spiegel im
normalen Sichtfeld des Fahrers wie ein experimenteller Wackelkamerafilm, und in Kurven ist das System
nutzlos. Auch auf der Rennstrecke bringt der Reevu nicht viel, da der Helm für eine verwertbare Rückschau mit dem Kopf sensibel austariert werden muss und
dies etwa beim harten Anbremsen spontan kaum ge-
lingt. Außerdem ist er mit 1760 Gramm rund 20 Pro-
zent schwerer als gleichteure Sporthelme ohne Spiegel.

Fazit: als normaler Helm okay, aber die weitgehend überflüssige Spiegelfunktion und das hohe Gewicht disqualifizieren ihn für sportlichen Einsatz

Probiker Race Air Sport (Archivversion) - Probiker Race Air Sport

Anbieter: Louis, Telefon 040/73419360, www.louis.de
Preis: 100 Euro
Racing – mit dem Race Air Sport lieber nicht! Statt über einen ausreichenden Sturzschutz verfügt er lediglich über billige, viel zu kleine Kunststoff-Aufsätze. Der Schienbeinschutz ist miserabel. Wo Protektoren sitzen sollten, bleibt hier Luft, der zu weite Schaft und die dürftige Polsterung verleihen dem Stiefel eine schwache Passform. Stichwort »Luft«: Die großzügige Perforierung sorgt bei Hitze für gute Ventilation, aber unter 20 Grad Celsius wird’s kühl.

Fazit: leichter, preisgünstiger Sommerstiefel – eher Luftnummer
als Sportschuh. Deutliche Mängel im Sturzschutz

Alpinestars S-MX R (Archivversion) - Alpinestars S-MX R

Anbieter: Alpinestars, Telefon 0039/0423/
5286, www.alpinestars.com; Preis: 250 Euro
Die SM-X-Serie hat sich bei Sportfahrern be-
währt und ist dementsprechend populär. Auf der Basis des Race-Boots aufgebaut, bietet der S-MX R (»R« steht für »Roadriding«) mit speziell im Zehenbereich breiterem Schnitt deutlich mehr Tragekomfort abseits vom Motorrad. Bei Kurvenfahrt mit entsprechender Schräglage sitzen die Kunststoff-Schleifprotektoren
an den richtigen Stellen, und der sauber gefertigte, italienische Stiefel bietet ausreichend Sturzschutz. Im Vergleich zu den Race-Pendants sitzt der »R« allerdings nicht besonders straff. Einem gelegentlichen Ausflug auf die Rennstrecke steht dennoch nichts entgegen.

Fazit: ideal für Straßensportler, die auf Race-Optik Wert legen

Axio Forza (Archivversion) - Axio Forza

Anbieter: JF Motorsport, Telefon 06002/91030, www.jfmotorsport.de
Preis: 169 Euro
Die meisten Daypacks verhalten sich bei hohen Geschwindigkeiten mehr als Ruckel-
denn als Rucksack. Sie hängen flatterig im Wind, und die Gurte zerren an den Schultern.
Nicht so der neue Forza mit aerodynamisch geformter Polycarbonat-Hartschale. Selbst
bei Geschwindigkeiten jenseits von 250 km/h trägt er sich noch angenehm. Neben gut gepolsterten Tragegurten mit abnehmbarer Handytasche gibt’s noch einen Brustgurt,
während ein Hüftgurt zur zusätzlichen Stabilisierung fehlt. Mit 1,75 Kilogramm ist der
maximal 20 Liter fassende, qualitativ einwandfreie Forza erfreulich leicht und bietet aus-
reichend Stauraum für die wichtigsten Utensilien, eine Regenkombi sowie für einen Satz Straßenkleidung.

Fazit: für Schnellfahrer, die auf spacigen Captain-Future-Look stehen

HELD Rapid Quicklock (Archivversion) - HELD Rapid Quicklock

Anbieter: Held, Telefon 08321/66460, www.held-biker-fashion.de; Preis: 80 Euro
Einklicken – fertig. Das Quicklocksystem für den Tankrucksack Rapid funktioniert kinderleicht. Der auf das Motorradmodell abgestimmte hufeisenförmige Haltering wird auch von Laien binnen einiger Minuten am Tankring montiert, und schon kann’s losgehen. Genügend Platz für Geldbörse, Handy, Schlüssel und Regenkombi hat der akkurat gefertigte, von sechs auf maximal 13 Liter erweiterbare Rapid, das Kartenfach ist allerdings zu klein und reicht gerade mal für eine selbst geschriebene Wegbeschreibung. Der Tankrucksack ist nah am Fahrer und ausreichend weit weg vom Cockpit positioniert und behindert den Lenkeinschlag nicht. Bei sehr sportlicher Fahrweise stört er etwas beim Turnen auf dem Motorrad und verwehrt eine sehr geduckte Fahrerhaltung – Mankos, die auf der Landstraße indes kaum von Bedeutung sind.

Fazit: prima zu handhaben und kompakt – als Minikofferraum fürs Nötigste sehr empfehlenswert

HG Moto 70 (Archivversion) - HG Moto 70

Anbieter: Hein Gericke, Telefon 0211/98989, www.hein-gericke.de
Preis: 50 Euro
Der in zwei Farben erhältliche Moto 70 versteht sich als Sommerhandschuh. Sehr gut verarbeitetes Känguru- und Rindleder mit Doppelungen an der Innenhand und Hartschalen-Protektoren außen fügen sich zusammen zu einer guten Passform.
Ein ideal positionierter Handgelenk-Klettriegel sorgt für sicheren Sitz bei Stürzen. Bei längeren Fahrten
entstehen durch eine geringe Polsterung allerdings leichte Druckstellen an der Mittelhand.

Fazit: empfohlen für sportliche Retro-Fans, die bei Rennen allerdings lediglich als Zuschauer teilnehmen sollten

Tire Watch (Archivversion) - TireWatch

Anbieter:
France Equipment,
Telefon 07229/697070,
www.ldl-technology.com
Preis: 299 Euro
Immer auf dem Laufenden sein: Tire Watch ist
eine elektronische Reifenluftdruck-Kontrolle mit digitaler Anzeige. Das kabellose, batteriebetriebene Display wird ohne großen Aufwand im Cockpit angebracht, zur Montage der im Felgenbett platzierten Sonden muss der Pneu von der Felge entfernt werden. Nach wenigen Minuten Fahrzeit wird
der aktuelle Luftdruck und die Reifentemperatur angezeigt. Bei falschem Druck warnt das System den Fahrer mit einem optischen Signal. Außerdem zeigt das Display die Uhrzeit und die Außentemperatur an. Beim mehrwöchigen Fahrtest – auch
bei widrigen Wetterbedingungen – funktionierte
das Gerät zuverlässig. Allerdings beschlug nach Regenfahrten das Display, was auf eine Undichtigkeit schließen lässt. Der Hersteller reagiert auf
dieses Problem und setzt ab sofort modifizierte Dichtungen ein.
Fazit: für Perfektionisten und Kontroll-
freaks eine lohnende Investition

Scheibe für GSX-R 1000 (Archivversion) - Scheibe für GSX-R 1000

Anbieter: Suzuki, Telefon 06251/57000, www.suzuki.de
Preis: 72 Euro
Die um etwa drei Zentimeter weiter aufgestellte Nachrüstscheibe
mit spitzerer Kontur und Allgemeiner Betriebserlaubnis (ABE)
ist in mehreren Farben erhältlich und sorgt im Vergleich zur Serien-
scheibe am Bestseller Suzuki GSX-R 1000 für einen besseren Windschutz bei Geschwindigkeiten jenseits von 200 km/h. Auf Dauer wird dadurch die Nackenmuskulatur entlastet. Ob diese geringfügige Funktionsverbesserung oder das Optik-Tuning
im Vordergrund stehen, ist egal – das Geld ist die einfach zu
montierende und sehr passgenaue Scheibe allemal wert.

Fazit: vergleichsweise preisgünstige Tuningmaßnahme, durchaus empfehlenswert

Pro-Oiler (Archivversion) - Pro-Oiler

Anbieter: Pro-Oiler, Telefon 0032/3231/4869, www.pro-oiler.com, Preis: 205 Euro inklusive Versand
Soll wie geschmiert laufen. So der Wunsch. Bei der Montage des vollautomatischen Kettenölers der belgischen Firma Pro-Oiler flutscht es jedoch über-
haupt nicht. Die englische Anleitung ist etwas kryptisch und das deutsche Merkblatt ebenfalls nur eine geringe Hilfe. Gelegenheitsschrauber sind komplett überfordert und sollten auch trotz etwaiger Mehrkosten den Anbau lieber einer Fachwerkstatt überlassen. Um das richtige Signal für die elektronische Steuereinheit innerhalb der Bord-Stromversorgung zu ermitteln, sind Messgeräte und tiefer gehende Kenntnisse der Materie erforderlich. Ist das Gerät indes erst mal fachgerecht installiert, gibt’s wenig zu meckern. Die Steuereinheit kann im Cockpit oder auch zusammen mit dem Ölreservoir unter der Sitzbank angebracht werden. Befüllt wird das System mit Motor-, Getriebe- oder einem anderen gummiverträglichen Hydrauliköl, das die Kette während der Fahrt schmiert. Je nach Einstellung dosiert der elektronische Pro-Oiler 15-stufig die Menge des Schmierstoffs und kann dementsprechend an verschiedene Belastungszustände wie Regenfahrt, Renneinsatz oder Landstraßentour angepasst werden. Theoretisch während der Fahrt, was aber in der Praxis kaum nötig ist. Das Schmieröl gelangt über zwei ideal positionierte Düsen doppelseitig auf das Kettenblatt in Höhe der Zähne und damit an die Innenfläche der Kette. Eine gute Voraussetzung für die Kette, immer gut geschmiert zu laufen.

Fazit: Der vollautomatische Kettenöler ist für Langstrecken-Racer ein sinnvolles Teil zum fairen Preis

Reifenwärmer (Archivversion) - Reifenwärmer

Anbieter: Polo, Telefon 0211/9796960, www.polo-motorrad.de
Preis: 249 Euro
Seit diesem Jahr bei Polo im Programm: preisgünstige Reifenwärmer. Sie lassen sich mittels Klettverschlüssen ohne großes Gefummel anlegen und umschließen den Reifen tadellos. Die Aufwärmzeit ist vergleichsweise gering, die Maximal-
temperatur liegt zwar etwas unter dem Niveau von teureren Produkten, aber ist ausreichend hoch, um die Pneus auf schnelle Runden einzustimmen. Der Preis
für die Polo-Reifenwärmer geht voll in Ordnung.

Fazit: für preisbewusste Gelegenheits-Racer ein im wahrsten Sinne ein heißer Tipp

Digital- Laserthermometer (Archivversion) - Digital- Laserthermometer

Anbieter: Polo, Telefon 0211/9796960, www.polo-motorrad.de
Preis: 120 Euro
Ein Knopfdruck, und den Bruchteil einer Sekunde später wird die
Reifentemperatur angezeigt. Digitale Lasertechnologie macht’s möglich. Das kompakte Gerät mit beleuchtetem Display ist in der Handhabung
völlig unproblematisch und zeigt – wie Vergleichsmessungen mit
einem Referenzgerät ergaben – die tatsächliche Temperatur in den Maßeinheiten Celsius und Fahrenheit ziemlich verlässlich an.

Fazit: praktisches, aber nicht gerade billiges Helferlein

Druckpumpe (Archivversion) - Druckpumpe

Anbieter: Götz, Telefon 07476/933150,
www.goetz-motorsport.de; Preis: 129 Euro
Der Druck-Unterdruck-Pumpensatz von Götz soll unter anderem
zum Entlüften der Bremsanlage dienen. Doch gerade in dieser Disziplin macht die hochwertige Metallpumpe keine besonders
gute Figur, denn beim Herauspumpen der Bremsflüssigkeit
aus dem Bremssattel in einen Auffangbehälter (im Lieferumfang
enthalten) entstehen Luftblasen. Konventionelles Entlüften mit Pumpen über den Bremshebel (im Idealfall mit einer zusätzlichen Hilfsperson) dauert kaum länger und funktioniert zuverlässiger. Besser eignet sich der Pumpensatz, um den Luftdruck in Gabel-
holmen einzustellen oder um Unterdrucksteuerungen an Zünd-
und Vergaseranlagen zu kontrollieren.

Fazit: als Spezialwerkzeug mit kleinem Anwendungs-
bereich tauglich, als Bremsenentlüfter überflüssig

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