Produkttest: Integralhelme bis 100 Euro (Archivversion)

Hundertschaft

Reichen maximal 100 Euro, um einen gut schützenden Helm zu erhalten? Das Angebot in der unteren Preisklasse ist groß. MOTORRAD hat 15 Integral-Modelle in Labor und Praxis getestet.

Außer Frage steht: Die Hauptaufgabe von Motorradhelmen ist ihre Schutzfunktion. Und den umfassendsten Schutz bieten Integralhelme mit festem Kinnteil. Die Preise für solche Modelle beginnen bei unter 100 Euro und reichen bis weit über 1000 Euro. Während sich das Segment der exklusiven Hightech-Helme nur gut eine Handvoll Marken teilen, tummeln sich in der unteren Preisregion zahlreiche Anbieter. Dieser Umstand und die Frage, ob unter den Sparmaßnahmen der 100-Euro-Klasse möglicherweise die Sicherheit der Helme leidet, hat MOTORRAD dazu veranlasst, 15 Modelle der Marken Akira, Bayard, FM, Germot, Gmac, Held, HJC, Ixs, Lazer, LS2, Nexo, Probiker, Streetfighter, Takachi und Uvex in die Mangel zu nehmen. Und zwar nach folgenden, aus vergangenen Helmtests bewährten Testkriterien.

Stoßdämpfung (20 Punkte): Eine der wichtigsten Aufgaben eines Helms, die passive Sicherheit, hat MOTORRAD in Zusammenarbeit mit dem TÜV Rhein-land in Köln bewertet (siehe Kasten Stoßdämpfung auf Seite 111).Passform/Trageverhalten (20 Punkte): Motorradhelme sollten möglichst druckstellenfrei und dennoch fest und stabil auf dem Kopf sitzen. Außerdem gehören die Unterpunkte Sichtfeld (wird der Seitenblick durch hochgezogene Wangenbereiche eingeschränkt?) und Brilleneignung zu diesem Kriterium. Für ein besonders angenehm zu tragendes, kuscheliges Futter gibt’s maximal zwei Bonuspunkte. Insgesamt liegt in diesem Kapitel der FF350 von LS2 vorn – nicht zuletzt wegen seines weichen Futters und seiner tollen Passform. Der Lazer Vertigo ist für Brillenträger am besten geeignet, und die Helme von Germot, Held und Ixs bieten das größte Sichtfeld.Aerodynamik (10 Punkte): Wie hoch sind die Luftwiderstandskräfte beim Fahren? Bei den von MOTORRAD gewählten Test-Geschwindigkeiten von 150 und 180 km/h zeigt sich schnell, ob Helme zu lästigem Auftrieb neigen – spätestens beim Kopfdrehen, also einem Blick über die Schulter.

Akustik (10 Punkte): Versenkte Visiere, flache Belüftungstasten, Windabweiser am Kinn und ein enger Abschluss am Hals sorgen für ein niedriges Geräuschniveau beim Fahren. Diesbezüglich hapert’s praktisch bei allen Kandidaten. Lediglich beim Akira Nara ist der Lärmpegel erträglich.

Belüftung (10 Punkte): Tarnen und täuschen scheint das Motto der 15 vorliegenden Modelle. Was nutzen teilweise gut zu bedienende Belüftungstasten, wenn die Luft überhaupt nicht zum Kopf vordringen kann, weil sie von einem winddichten Futter blockiert wird oder die Styroporschalen nicht die erforderlichen Bohrungen besitzen? Am ehesten sorgt noch der CS-12N von HJC für ein klein wenig Kühlung.

Handhabung (10 Punkte): Wie komfortabel lassen sich die Helme an- und ausziehen? Wie funktionell ist der Kinnriemenverschluss? Außerdem gehören die Visierbedienung, die Visierrastung und der Visierwechsel zum Kriterium Handhabung, in dem der FF350 von LS2 als einziger Kandidat die volle Punktzahl erreicht.

Ausstattung/Verarbeitung (10 Punkte): Rein äußerlich sind alle Testteilnehmer recht sauber verarbeitet. Auch lassen sich fast ausnahmslos Futter und Wangenpolster entnehmen. Gut sichtbares Reflexmaterial findet sich jedoch nur bei drei Modellen (in zwei Fällen als mitgelieferte Zubehöraufkleber), und ein beschlagfreies Visier besitzt gar nur das Uvex-Modell – die Sparmaßnahmen der 100-Euro-Klasse lassen grüßen.

Gewicht (10 Punkte): Leichte Helme schonen Nacken- und Halsmuskulatur und erhalten entsprechend mehr Punkte.

Fazit: Wer sich im Fachhandel Helme der 100-Euro-Klasse anschaut und anprobiert, wird überrascht sein, wie gut diese Modelle verarbeitet sind und welch gute Passform sie besitzen. Abgesehen von beschlagenden Visieren zeigen sich die Unterschiede zu teuren Helmen erst beim Fahren. Schlechte Belüftung und ein hohes Geräuschniveau sind fast schon Standard. Dabei wären oft nur kleine konstruktive Änderungen nötig, um diese Mängel zu beheben. Doch Entwicklungsarbeit kostet Geld, das für die unterste Preisklasse nicht vorgesehen ist. Erfreulicherweise glänzen die „Billigmützen“ mit teilweise ausgezeichneten Stoßdämpfungswerten – zumindest der Unfallschutz leidet also nicht unter den Sparmaßnahmen.
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Gute Stoßdämpfung ist nicht alles (Archivversion)

Wer einen Blick auf die Endwertung auf Seite 113 wirft, merkt schnell, woran es bei preisgünstigen Helmen hapert. In den Kriterien Akustik, Belüftung und Gewicht erreichen viele Modelle nicht einmal zehn von 30 möglichen Punkten. Eine Lücke, die sich auch mit ausgezeichneten Stoßdämpfungswerten nicht schließen lässt. Obwohl diesbezüglich viele der 100-Euro-Kandidaten wirklich bemerkenswert gute Ergebnisse liefern. Allerdings gehört das Bestehen der Stoßdämpfungsprüfung nach ECE-R 22.05 für Motorradhelme zur Zulassungsvoraussetzung für den europäischen Markt – komplett daneben liegen können folglich auch die billigen Helme nicht. Doch sich ausschließlich der passiven Sicherheit zu widmen, halte ich für falsch. Wo bitte schön bleiben Passform, Trage-verhalten, Handhabung, Tastenbedienung, Helmgewicht, Belüftungsfunktion und Geräuschniveau? Alles Eigenschaften, die die aktive Sicherheit betreffen. Denn wem schon nach 100 Kilometern der Kopf dröhnt, der wird unkonzentriert und begeht womöglich Fahrfehler. Auch fragt man sich, weshalb beschlagende Visiere überhaupt zulässig sind, schließlich kann Sichtbeeinträchtigung leicht zu einem Unfall führen. Und genau hier liegen die Unterschiede zwischen teuren und preisgünstigen Helmen: Hersteller hochwertiger Modelle stecken viel Geld in die Verbesserung der aktiven Sicherheit. In Klimakammern wird an der Belüftung getüftelt, im Windkanal die Aerodynamik und die Akustik verbessert und jedes Bauteil bezüglich Gewichtsoptimierung analysiert. Eine kostenintensive Entwicklungsarbeit, die sich – wie hochwertige Werkstoffe oder beschlagfreie Visiere – zwangsläufig im Helmpreis widerspiegelt. Fazit: Wem es bei seinem Motorradhelm nur um die Schutzfunktion geht, der findet schon für 100 Euro empfehlenswerte Modelle. Wer hingegen auf aktive Sicherheit und Komfort wert legt, der sollte besser mehr investieren.

Auf dem Fallprüfstand des TÜV Rheinland (Archivversion)

Nach der aktuell gültigen europäischen Norm für Motorradhelme, der ECE-R 22.05, müssen alle geprüften und zugelassenen Helme – natürlich völlig unabhängig von ihrem Preis – vorgegebene Grenzwerte einhalten. Für die Beschleunigung liegt dieser bei 275 g, der HIC-Wert (Head Injury Criterion – ein Maß für die zu erwartenden Schädel-Hirn-Verletzungen) darf maximal 2400 betragen. Im Beisein von MOTORRAD prüften die Experten des TÜV Rheinland alle Kandidaten im besonders kritischen Temperaturbereich von minus 20 Grad Celsius und dem dabei vorgeschriebenen flachen Amboss.

Jeder Helm wurde an den sechs von der Norm vorgegebenen Punkten (Stirn, rechte und linke Helmseite, Scheitel, Hinterkopf und Kinn) geprüft und die zugehörigen Daten aufgezeichnet (siehe Tabelle „Stoßdämpfung“ unten). Sämtliche Falltests fanden mit Helmen der Größe M (57/58) und dem entsprechenden Prüfkopf statt, in dessen Inneren Sensoren die auftretenden Beschleunigungen aufzeichnen und an den Rechner weiterleiten, der daraus den HIC-Wert berechnet.

Insgesamt fallen die Ergebnisse sehr erfreulich aus, auch wenn eine Handvoll Kandidaten den einen oder anderen Grenzwert überschreitet. Die meisten Testhelme liegen zum Teil deutlich unter den zulässigen Höchstwerten und sammeln verdientermaßen fleißig Punkte. Gut zu wissen, dass Sparmaßnahmen bei der Helmfertigung nicht unbedingt zu Lasten der Sicherheit gehen.

Fazit (Archivversion)

Die harte MOTORRAD-Punktewertung, die keinen Unterschied zwischen teuren und billigen Helmen macht, offenbart schonungslos die Schwächen der 100-Euro-Klasse. Nur fünf Kandidaten erreichen das Urteil befriedigend. Dennoch zeigt der Test, dass sich Käufer nur bei ganz wenigen Modellen um die Sicherheit sorgen müssen. Die Ergebnisse bei der Stoßdämpfung sind größtenteils gut bis sehr gut. Auch was Passform, Handhabung und Aerodynamik anbelangt, hat die Einsteigerklasse in den letzten Jahren deutlich an Qualität gewonnen. Der beste Integralhelm im Test ist der LS2 FF350, der mit Preisen ab 75 Euro außerdem zu den preisgünstigsten Angeboten gehört. Ebenfalls eine Überlegung wert sind die mit befriedigend bewerteten Modelle von Akira, FM, Germot und Held.

Akira – Nara (Archivversion)

Anbieter: Roleff Motorrad-Mode, Telefon 02761/929307, www.roleff.de
Preis: ab 79 Euro
Größen: XS bis XXL
Farben: Schwarz, Schwarz-Matt; Dekor in drei Farbvarianten (99 Euro)

Plus
Hervorragende Stoßdämpfungswerte; sehr gute Passform; stabiler Sitz mit straffer Wangenführung; sehr gute Aerodynamik; vergleichsweise leise; sehr gut an- und auszuziehen; Visier gut zu bedienen; werkzeugloser Visierwechsel; gut verar-beitet; Innenausstattung herausnehmbar

Minus
Leicht eingeschränktes Sichtfeld; für Brillenträger wenig geeignet; Zugluft beim Kopfdrehen; Belüftung sehr schlecht, Tasten mit Handschuhen nur mäßig zu bedienen; Visier beschlägt; sehr schwer

Fazit
Trotz seines hohen Gewichts sehr komfortabel zu tragender Helm, der aufgrund seiner straffen Passform und seines markanten Spoilers vor allem zu sportlichen Einsteigern passt.

MOTORRAD-Urteil: befriedigend

Bayard – SP-60 (Archivversion)

Anbieter: Motoport, Telefon 04451/915200, www.motoport.de
Preis: ab 99 Euro
Größen: XS bis XXL
Farben: Schwarz; Dekor in drei Farbvarianten (119 Euro)

Plus
Gute Passform; stabiler Sitz; sehr gute Aerodynamik; Belüftungstasten auch mit Handschuhen gut zu bedienen; gut an- und auszuziehen; Visier gut zu bedienen; werkzeugloser Visierwechsel; gut verarbeitet; Innenausstattung herausnehmbar

Minus
Schwäche in der Stoßdämpfung; leicht eingeschränktes Sichtfeld; für Brillenträger nur bedingt geeignet; laut; Belüftung sehr schlecht; Visier beschlägt; schwer

Fazit
Sauber verarbeiteter Integralhelm mit guten Fahreigenschaften, jedoch mit Schwäche im Stoßdämpfungstest und weiteren Detailmängeln.

MOTORRAD-Urteil: ausreichend

FM – F48 (Archivversion)

Anbieter: Niemann Frey, Telefon 02151/55540, www.niemann-frey.de
Preis: ab 99 Euro
Größen: XS bis XXL
Farben: Schwarz, Silber; Dekor in drei Farbvarianten (109 Euro)

Plus
Hervorragende Stoßdämpfungswerte; noch gute Passform; stabiler Sitz; großes Sichtfeld; sehr gute Brilleneignung; gute Aerodynamik; sehr gut an- und auszuziehen; Visier gut zu bedienen; werkzeugloser Visierwechsel; gut verarbeitet; Innenausstattung herausnehmbar; reflektierende Aufkleber im Lieferumfang; leicht

Minus
Laut, außerdem Pfeifgeräusche; Belüftung nicht spürbar, Tasten mit Handschuhen nur mäßig zu bedienen; Visier beschlägt

Fazit
Der F48 hebt sich vor allem durch sein wuchtiges Kinnteil vom Rest des Feldes ab. Vielen kleinen Mängeln stehen sehr gute Stoßdämpfungswerte entgegen.

MOTORRAD-Urteil: befriedigend

Germot – GM 700 (Archivversion)

Anbieter: Germot, Telefon 06103/459100, www.germot.de
Preis: 84,90 Euro
Größen: XS bis XXL
Farben: zwei Dekore in insgesamt vier Farbvarianten

Plus
Sehr gute Stoßdämpfungswerte und Passform; stabiler Sitz mit straffer Wangenführung; sehr großes Sichtfeld; sehr gute Aerodynamik; Belüftungstasten auch mit Handschuhen gut zu bedienen; gut an- und auszuziehen; sehr funktioneller Ratschenverschluss; gut verarbeitet; Innenausstattung herausnehmbar; leicht

Minus
Für Brillenträger wenig geeignet; laut; Belüftung kaum zu spüren; zu wenig Visierrastungen; werkzeugloser Visierwechsel sehr hakig; Visier beschlägt

Fazit
Der GM 700 ist nahezu baugleich mit dem Shadow von Held und eignet sich dank sehr guter Aerodynamik vor allem für sportlich orientierte Fahrer, denen die mit Spoilern und Kanten versehene Außenschale gefällt.

MOTORRAD-Urteil: befriedigend

GMAC – Maxx (Archivversion)

Anbieter: BF Hardwear, Telefon 04421/500166, www.bf-hardwear.de
Preis: ab 59,90 Euro
Größen: XS bis XXL
Farben: Schwarz; Schwarz-Matt (64,50 Euro); Dekor in drei Farbvarianten (79,90 Euro)

Plus
Akzeptable Stoßdämpfungswerte; noch gute Passform; sehr gute Aerodynamik; Belüftungstasten auch mit Handschuhen sehr gut zu bedienen; sehr gut an- und auszuziehen; Visier gut zu bedienen; sehr einfacher, werkzeugloser Visierwechsel; gut verarbeitet; Innenausstattung herausnehmbar

Minus
Zur Seite leicht eingeschränktes Sichtfeld; für Brillenträger wenig geeignet; laut; Belüftung sehr schlecht; Visier beschlägt; schwer

Fazit
Einer der preisgünstigsten Modelle im Testfeld besitzt eine klassische Außenschale ohne Spoiler, Hutzen oder anderen Schnickschnack. Die vielen Detailmängel verhindern einen besseren Gesamteindruck.

MOTORRAD-Urteil: ausreichend

Held – Shadow (Archivversion)

Anbieter: Held, Telefon 08321/66460, www.held.de
Preis: ab 89,95 Euro
Größen: XS bis XXL
Farben: Schwarz-Matt, Silber-Matt; Weiß-Gelb, Weiß-Rot (99,95 Euro); Dekor in drei Farbvarianten (99,95 Euro)

Plus
Hervorragende Stoßdämpfungswerte; sehr gute Passform; stabiler Sitz mit straffer Wangenführung; sehr großes Sichtfeld; sehr gute Aerodynamik; Belüftungstasten auch mit Handschuhen gut zu bedienen; gut an- und auszuziehen; sehr funktioneller Ratschenverschluss; gut verarbeitet; Innenausstattung herausnehmbar; leicht

Minus
Für Brillenträger wenig geeignet; sehr laut; Belüftung kaum zu spüren; zu wenig Visierrastungen; werkzeugloser Visierwechsel sehr hakig; Visier beschlägt

Fazit
Sportliche Fahrer schätzen am Shadow seine tolle Passform und den straffen Sitz. Minuspunkte sammelt er wie das nahezu baugleiche Modell von Germot in den Kriterien Visier und Belüftung.

MOTORRAD-Urteil: befriedigend

HJC – CS-12N (Archivversion)

Anbieter: HJC Deutschland, Telefon 02131/523560, www.hjc-germany.de
Preis: ab 69,99 Euro
Größen: XS bis XXL
Farben: Schwarz; Schwarz-Matt, Silber-Metallic (79,99 Euro); drei Dekore in insgesamt elf Farbvarianten (89,99 Euro)

Plus
Sehr gute Stoßdämpfungswerte; gute Passform; stabiler Sitz; großes Sichtfeld; sehr gute Brilleneignung; gute Aerodynamik; Belüftung spürbar, Tasten auch mit Handschuhen noch gut zu bedienen; gut an- und auszuziehen; sehr einfacher, werkzeugloser Visierwechsel; gut verarbeitet; Innenausstattung herausnehmbar

Minus
Kinnriemenschloss drückt auf den Hals; laut; Visier beschlägt; schwer

Fazit
Der CS-12N vom weltgrößten Helmhersteller ist ein klassischer Tourenhelm mit etlichen kleinen Schwächen, aber einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis. Er verpasst nur knapp ein „befriedigend“.

MOTORRAD-Urteil: ausreichend

IXS – HX 240 (Archivversion)

Anbieter: Hostettler, Telefon 07631/18040, www.ixs.com
Preis: ab 89,95 Euro
Größen: XXS bis XXL
Farben: Schwarz, Schwarz-Matt, Silber; fünf Dekore in insgesamt 22 Farbvarianten (99,95 Euro)

Plus
Gute Passform; stabiler Sitz mit straffer Wangenführung; sehr großes Sichtfeld; sehr gute Aerodynamik; gut an- und auszuziehen; Visier gut zu bedienen; werkzeugloser Visierwechsel; gut verarbeitet; Innenausstattung herausnehmbar

Minus
Leichte Schwäche bei der Stoßdämpfung; für Brillenträger wenig geeignet; laut; Belüftung kaum zu spüren, Tasten mit Handschuhen nur mäßig zu bedienen; Visier beschlägt; schwer

Fazit
Eine riesige Auswahl an unterschiedlichen Dekoren steht bei den Modellen der 240er-Reihe zur Wahl, die sich vor allem für Sport-Tourenfahrer eignet, jedoch im Test mit einer Schwäche bei der Stoßdämpfung auffiel.

MOTORRAD-Urteil: ausreichend

Lazer – Vertigo (Archivversion)

Anbieter: Büse, Telefon 02471/12690, www.buese.com
Preis: ab 99,95 Euro
Größen: XS bis XL
Farben: Schwarz, Silber; vier Dekore in insgesamt fünf Farbvarianten (139,95 Euro)

Plus
Hervorragende Stoßdämpfungswerte und Brilleneignung; sehr großes Sichtfeld; Belüftungstasten sehr gut zu bedienen; sehr gut an- und auszuziehen; Visier sehr gut zu bedienen; sehr gut verarbeitet; Innenausstattung herausnehmbar; Reflexmaterial am Hinterkopf; leicht

Minus
Nur mäßige Passform; mäßige Aerodynamik, schon ab 150 km/h Auftrieb spürbar; zugiger Innenraum; sehr laut; Belüftung sehr schlecht; für Visierwechsel Münze erforderlich; Visier beschlägt

Fazit
Ausgezeichnete Stoßdämpfungswerte, aber aufgrund seines lockeren Sitzes und der mäßigen Aerodynamik taugt der Vertigo am ehesten für langsame Motorräder oder Rollerfahrer.

MOTORRAD-Urteil: ausreichend

LS2 – FF350 (Archivversion)

Anbieter: GMS Motorsport, Telefon 0221/2829457, www.ls2helmets.de
Preis: ab 75 Euro
Größen: XS bis XXL
Farben: Schwarz, Schwarz-Matt, Silber, Silber-Matt; fünf Dekore in ins-gesamt 16 Farbvarianten (89 bis 99 Euro)

Plus
Hervorragende Stoßdämpfungswerte, sehr gute Passform; stabiler Sitz; sehr kuscheliges Futter; noch gute Aerodynamik; Belüftungstasten gut zu bedienen; sehr gut an- und auszuziehen; sehr funktioneller Ratschenverschluss; werkzeugloser Visierwechsel; gut verarbeitet; Innenausstattung herausnehmbar; Reflexaufkleber

Minus
Leicht eingeschränktes Sichtfeld; für Brillenträger wenig geeignet; laut; Belüftung sehr schlecht; Visier beschlägt; schwer

Fazit
Der FF350 markiert die Grenze der 100-Euro-Klasse – mehr ist für dieses Geld momentan nicht zu bekommen. Den Hauptkritikpunkten Belüftung und Visier stehen ausgezeichnete Stoßdämpfungswerte und eine tolle Passform entgegen.

MOTORRAD-Urteil: befriedigend
MOTORRAD-Testsieger

Nexo – Suka II (Archivversion)

Anbieter: Polo Expressversand, Telefon 0211/979696, www.polo-motorrad.de
Preis: ab 99,95 Euro
Größen: XS bis XL
Farben: Schwarz; Dekor in zwei Farbvarianten (119,95 Euro)

Plus
Gute Passform; stabiler Sitz; sehr gute Aerodynamik; Belüftungstasten auch mit Handschuhen gut zu bedienen; gut an- und auszuziehen; sehr funktioneller Ratschenverschluss; werkzeugloser Visierwechsel; gut verarbeitet; Innenausstattung herausnehmbar; leicht

Minus
Leichte Schwäche bei der Stoßdämpfung; leicht eingeschränktes Sichtfeld; für Brillenträger nur bedingt geeignet; laut; Belüftung nicht spürbar; Visier beschlägt

Fazit
Der einzige Kandidat mit Fiberglas-Außenschale im Vergleich schwächelt bei der Stoßdämpfung. Da nützt es auch wenig, dass er leichtester Testteilnehmer ist.

MOTORRAD-Urteil: ausreichend

Probiker – X4 (Archivversion)

Anbieter: Louis, Telefon 040/73419360, www.louis.de
Preis: 49,95 Euro
Größen: XS bis XL
Farben: Anthrazit-Metallic, Schwarz-Matt, Schwarz-Metallic, Dekor in drei Farbvarianten

Plus
Noch gute Passform; sehr großes Sichtfeld; sehr gute Brilleneignung; sehr gute Aerodynamik, auch beim Kopfdrehen nur geringe Kräfte; Belüftungstasten auch mit Handschuhen gut zu bedienen; noch gut an- und auszuziehen; Visier gut zu bedienen; gut verarbeitet; Innenausstattung herausnehmbar

Minus
Große Schwäche bei der Stoßdämpfung; etwas knapp/eng geratenes Kinnteil; laut; Belüftung kaum zu spüren; Visierwechsel mit Münze; Visier beschlägt; schwer

Fazit
Der preisgünstigste Teilnehmer landet auf dem letzten Platz. Trotz einiger positiver Eigenschaften wie Aerodynamik und Brillentauglichkeit überwiegen die negativen, vor allem die eklatante Schwäche bei der Stoßdämpfung.

MOTORRAD-Urteil: mangelhaft

Streetfighter – Transformer (Archivversion)

Anbieter: Louis, Telefon 040/73419360, www.louis.de
Preis: ab 89,95 Euro
Größen: XS bis XL
Farben: Schwarz-Matt; Schwarz-Silber-Matt (99,95 Euro)

Plus
Gute Stoßdämpfungswerte; gute Passform; stabiler Sitz; kuscheliges Futter; sehr gute Aerodynamik; gut an- und auszuziehen; Visier sehr gut zu bedienen; werkzeugloser Visierwechsel; gut verarbeitet; Innenausstattung herausnehmbar

Minus
Durch voluminöses Kinnteil geringfügig eingeschränktes Sichtfeld; für Brillenträger nur bedingt geeignet; laut; Belüftung sehr schlecht, Tasten mit Handschuhen nur mäßig zu bedienen; Visier verzerrt und beschlägt; schwer

Fazit
Außen Streetfighter-Look mit markantem Kinnteil, innen kuschelig weich mit guter Passform. Trotz guter Stoß-dämpfungswerte reicht es aufgrund zahlreicher Detailmängel nicht zu einem besseren Ergebnis.

MOTORRAD-Urteil: ausreichend

Takachi – TK-135X (Archivversion)

Anbieter: Cypacc, Telefon 02327/96090, www.takachi.de
Preis: ab 99,95 Euro
Größen: XXS bis XXL
Farben: Schwarz-Matt, Weiß; Dekor in vier Farbvarianten (119,95 Euro)

Plus
Sehr gute Stoßdämpfungswerte; gute Passform; großes Sichtfeld; gute Aerodynamik; gut an- und auszuziehen; Visier gut zu bedienen; sehr einfacher, werkzeugloser Visierwechsel; gut verarbeitet; Innenausstattung herausnehmbar; leicht

Minus
Kinnriemenschloss drückt auf den Hals; für Brillenträger nur bedingt geeignet; Zugluft am Hinterkopf; sehr laut; Belüftung sehr schlecht, Tasten mit Handschuhen nur mäßig zu bedienen; Visier beschlägt

Fazit
Die Basis stimmt: Stoßdämpfungswerte, Passform und Aerodynamik überzeugen. Beim Fahren stören jedoch jede Menge kleinere und größere Mängel, weshalb es insgesamt nur zu einem „ausreichend“ reicht.

MOTORRAD-Urteil: ausreichend

Uvex – Flash (Archivversion)

Anbieter: Uvex Sports, Telefon 0911/97740, www.uvex-sports.de
Preis: ab 89,95 Euro
Größen: XS bis XXL
Farben: Schwarz-Metallic; Dekor in vier Farbvarianten (99,95 Euro)

Plus
Sehr gute Passform; stabiler Sitz mit straffer Wangenführung; kuscheliges Futter; noch gute Aerodynamik; Belüftungstasten und Visier sehr gut zu bedienen; sehr gut an- und auszuziehen; sehr einfacher Visierwechsel; sehr gut verarbeitet; Innenausstattung herausnehmbar; nahezu beschlagfreies Visier

Minus
Große Schwäche bei der Stoßdämpfung; leicht eingeschränktes Sichtfeld; für Brillenträger nur bedingt geeignet; laut; Zugluft beim Kopfdrehen; Belüftung kaum zu spüren; schwer

Fazit
Als Einziger in dieser Preisklasse besitzt der Flash ein Antibeschlag-Visier. Aufgrund der Schwächen bei der Stoßdämpfungsprüfung und weiteren, allerdings weit verbreiteten Detailmängeln kann der Uvex diesen Vorteil nicht ausspielen.

MOTORRAD-Urteil: ausreichend

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