Protektoren auf dem Prüfstand Die richtige Kurventechnik

Nicht nur der absolute Wert zählt. Beim Falltest sollte es auch auf den Weg dahin ankommen.

Klar ist: Der Wert, den ein Protektor auf dem Fall-Prüfstand erzeugt, kann nur bedingt etwas über seine Leistungsfähigkeit beim Unfall aussagen. Unsere linke Grafik zeigt anschaulich, dass auch ein Holzbrett einen Topwert erzeugt. Allerdings liegt das Prüfstandsszenario weit über dem, was der Mensch tatsächlich aushält: Die kinetische Energie beträgt beim Aufprall 50 Joule, der Gelenkprotektor darf im Schnitt maximal 35 kN Restenergie (Rückenprotektoren je nach Level neun oder 18 kN) durch­lassen. Ein menschlicher Knochen, so die Medizin, bricht bei sechs bis neun Kilo­Newton, ist aber biegsam. Das sollte man beim Protektorenbau berücksichtigen. So betrachtet, lässt sich aus den Kraftkurven viel für die Unfallrealität herauslesen. Vor allem, wenn man die Zeit berücksichtigt. Doch das wird bislang weder getan noch für die Neufassung der Norm erwogen.

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