Protektorentechnik transparent (Archivversion) Die Materialschlacht tobt

Nachgiebigkeit fordern die einen, Härte die anderen. Welches Material eignet sich am besten für den Protektorenbau?

Im Helm hat sich seit Jahrzehnten Polystyrol, meist unter dem Handelsnamen Styropor bekannt, zur Stoßdämpfung durchgesetzt. Warum also nicht den Hartschaum zum Bau von Protektoren einsetzen? Auf dem Prüfstand zeigen diese Protektoren akzeptable Werte, zudem sind sie federleicht. Allerdings bieten sie keinen echten Tragekomfort und müssen nach einem Sturz ausgetauscht werden, weil sie sich durch Krafteinwirkung dauerhaft verformen. Gleiches gilt übrigens auch für Rückenprotektoren, in die zur Stoßdämpfung Alu-Waben eingesetzt werden. Hier haben elastische Materialien einen deutlichen Vorteil, da sie sich nach einem Aufprall wieder in ihre Ursprungsform zurückstellen. Allerdings sollten sie nicht die federnde Elastizität eines Gummiballs haben. Besonders praktisch sind Protektoren aus viskoelastischem Weichschaum, die wie eine Knautschzone am Körper funktionieren. Hartschalen haben schlechte Stoßdämpfungseigenschaften, können aber eine punktuell wirkende Kraft auf eine große Fläche verteilen.

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