Qualitätskontrolle bei der Anprobe (Archivversion) EINKAUFSFÜHRER

Was nehmen: das teuerste Produkt eines Billiglabels oder zum gleichen Preis die Einstiegskombi einer bekannten Marke? Fakt ist: Die Kombi muss in jedem Fall auf dem Motorrad gut sitzen. Aber auch im Laden lassen sich bereits wichtige Punkte abchecken. Bei Unklarheiten oder dürftigen Produktinfos den Verkäufer fragen. Zuckt der nur ratlos die Schultern, lieber vom Kauf Abstand nehmen!


Reißverschlüsse: Ein massiv wirkender Metallreißverschluss ist noch kein Qualitätsmerkmal. Bewährt haben sich vor allem kunststoffummantelte Spiralreißverschlüsse von YKK. Verbindungsreißverschlüsse sollten fest im Leder vernäht sein


Nähte: Je weniger Nähte, desto besser. Denn beim Sturz sind Nähte der Schwachpunkt. Selbst doppelte Steppnähte sind schnell aufgetrennt. An das Garn von guten, zusätzlich abgesteppten Sicherheitsnähten kommt man von außen nicht ran


Protektoren: Hochwertige Protektoren müssen gut positioniert sein. Sicherstellen, dass die Schutz-polster eng, aber druckfrei anliegen. Protektorentaschen dürfen nicht lose im Futter eingehängt, sondern müssen am Leder fixiert sein


Leder: Billigkombis sehen aus wie ein Flickenteppich, teure erscheinen wie aus einem Guss. Der Grund: Ganze Häute sind teuer, deshalb wird aus Resten zusammengenäht. Die Güte dieser Stücke ist bisweilen sehr fraglich


Innenfutter: Bei teuren Kombis ist das Futter herausnehmbar und waschbar. Beim Low-Budget-Leder ist es fest vernäht. Bei der Anprobe prüfen, ob das Futter belastbar ist. Krachen bei der Sitzprobe gleich die Nähte? Finger weg


Stretch: Günstigkombis haben einfachen Textilstretch, teure sind mit abriebfestem Kevlarstretch (innen mit gelb-schwarzer Struktur) ausgestattet. Prüfen, ob der Stretch sich auch in die richtige Richtung (quer, nicht längs!) dehnen lässt

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