Ratgeber: Kaufen (Archivversion) Bluetooth-Helme und Sonnenbrille

Bluetooth-Helme

Auf zeitgemäße Kommunikation wollen immer weniger Motorradfahrer verzichten. Eine Marktübersicht über Bluetooth-Helme.

Nicht nur die Zeiten ändern sich, auch die Ansprüche. Die einen benutzen das Motorrad zur Flucht aus dem Alltag und wollen unterwegs nichts anderes hören, als Ansaug- und Auspuffgeräusche. Die anderen können oder wollen auch unter dem Helm nicht auf die Errungenschaften der modernen Kommunikation verzichten. Mittlerweile hat sich die drahtlose Datenübertragungsmethode Bluetooth auf dem Motorrad etabliert. So lässt sich auch während der Fahrt telefonieren, mit dem Beifahrer und/oder den mitfahrenden Kumpels parlieren oder der Stimme des elektronischen Wegweisers lauschen. Neben universellen Nachrüstsätzen etwa von Bluebike, Cardo, Interphone oder Midland (Preise ab zirka 170 Euro) gibt es auch fertig ausgerüstete Helme zu kaufen. Diese haben den Vorteil, dass der Platzbedarf von Mikrofon, Kopfhörern und Elektronik schon bei der Entwicklung berücksichtigt wurde und der Einbau keine negativen Auswirkungen auf Sicherheit und Schutzwirkung hat. Allerdings ist der Aufpreis gegenüber dem gleichen Modell ohne meist beträchtlich, wie unten stehende Tabelle zeigt. Sie beinhaltet alle derzeit auf dem Markt erhältlichen Helme mit werksseitig eingebautem Bluetooth-System. Bei Nolan und Schuberth ist die Funktechnik in unterschiedlichen Ausstattungsversionen erhältlich.


Artgerechte Helmhaltung

Wer glaubt, er habe schon alles, was er als Biker brauche, belehrt Louis eines Besseren.

Auf den ersten Blick scheint das Helmpad des Hamburger Zubehör-Grossisten Louis (www.louis.de) einen Top-Ten-Platz in der Liste der Dinge, die die Menschheit nicht braucht, inne zu haben. Bei näherer Betrachtung hingegen erscheint der Gummiring für 4,95 Euro unverzichtbar. Zum Beispiel, um den Helm auslüften zu lassen. Oder das Visier zu wechseln, ohne Kratzer im Dekor zu riskieren. Oder als Knieschoner bei Wartungsarbeiten. Das man da nicht eher drauf gekommen ist.



Ausprobiert: Tagheuer Zenith

Anbieter: www.tagheuer.com/eyewear Bezugsquellen sind dort aufgeführt

Bei TAGHEUER denkt man sofort an die Uhren, aber kaum jemand wird den Namen mit Sonnenbrillen in Verbindung bringen. Erst seit 2002 bereichern die Augengläser das Portfolio des Schweizer Herstellers. Das jüngste Modell Zenith wiegt gerade mal 20 Gramm und besticht mit guter Passform sowie kontraststarkem Durchblick auch bei weniger greller Sonne. Leider zieht es ein wenig hinter den bruchfesten Polyamidgläsern. Dafür ist die Brille mit den scharnier-losen, flexiblen, kunststoffummantelten Titanbügel gut und ohne Druckstellen unter dem Helm zu tragen. Tränen in die Augen treibt allerdings der Preis: Mit 219 Euro kostet die Zenith über zehn Euro pro Gramm.

MOTORRAD-Urteil: gut

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