Regenkombis bis 50 Mark: Test (Archivversion) Lohnen sich teure Regenkombis?

Regenkombis für mehr als 50 Mark vollbringen auch keine Wunder

Die Nähte von teuren Regenkombis sind meist vernäht und zusätzlich verschweißt und halten höhere Geschwindigkeiten aus als die nur verschweißten Nähte der Billig-Kombis. Aufwendigere Fertigungstechniken und Schnittmuster ermöglichen eine freiere Farbgebung. Teure Kombis haben ein Innenfutter, das verhindern soll, daß Leder- und Regenkombi zusammenkleben.Auf den ersten Blick viele Vorteile gegenüber den billigen Kombis - aber: Daß die teuren Kombis höhere Geschwindigkeiten aushalten, ist zwar beruhigend, doch wer fährt im Regen schon schneller als 150 km/h, eine Geschwindigkeit, die auch billige Kombis ohne weiteres aushalten. Die aufwendigeren Schnittmuster mögen hübsch aussehen, haben aber den Nachteil, daß die vielen Nähte abgedichtet werden müssen - was oft nicht völlig gelingt. Innenfutter bergen die Gefahr, daß man in der Hektik des Anziehens den falschen Eingang erwischt und sich hoffnungslos darin verheddert.Für den Puristen also alles nur unnötiger Schnickschnack, der an der eigentlichen Aufgabe einer Regenkombi, nämlich der, wasserdicht zu sein, nichts ändert.Und wie der Vergleichstest zeigt, gelingt dies bereits Kombis für weniger als 50 Mark. Warum also sollte man sich eine teurere Regenkombi kaufen? Ein unachtsamer Moment beim Be- oder Entladen der Maschine, ein kurzes Hängenbleiben am Krümmer oder einer scharfen Kante - und schon ist die Wasserdichtigkeit passé. Dabei macht der Krümmer keinen Unterschied zwischen einer 30- und einer 150-Mark-Kombi.Deshalb: Hauptsache die neue Regenkombi ist dicht, auch wenn sie für weniger als 50 Mark zu haben ist.Wer aber unbedingt bunt wie ein Papagei mit 250 im Regen über die Autobahn blasen will, ist mit einer höheren Investition sicherlich besser beraten.

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