Renn-Handschuhe, neue (Archivversion)

15 Paar von den kostbaren Handschuhen »verbrauchte« Biaggi in der Saison 1996, aber auch eine ganze Reihe weiterer GP- und Superbike-Piloten wie Troy Corser, John Fogarty, Mike Hale, Loris Capirossi oder Jürgen Fuchs verschlissen jeweils sechs bis neun Paar von den maßgefertigten Full Protection-Rennhandschuhen. Maßarbeit bedeutet, daß die Dainese-Techniker bei jedem Rennfahrer nicht nur die Form der Hand exakt vermessen, sondern auch einen Abdruck der kompletten Oberhand abnehmen. Nach diesem werden die Karbon/Kevlar-Matten geformt, welche die Gelenke vor Abrieb schützen sollen. Diese Einsätze sind keine starren, harten Formteile, sondern bleiben dank einer besonderen Behandlung dauerhaft etwas flexibel. Der Tragekomfort wird dadurch möglichst wenig geschmälert. Die Handschuhe wurden im Laufe der letzten beiden Jahre entwickelt. Dabei flossen die Erfahrungen aus vielen Stürzen ein, jeder Crash wird von den Dainese-Technikern sorgfältig analysiert. Bei der Auswertung half auch Rennarzt Dr. Costa mit. Daß die Top-Piloten sich besonders oft an der Hand verletzen, liegt zunächst an der Tatsache, daß sie naturgemäß häufiger vom Motorrad fallen als der Alltagsfahrer. Dabei lassen Rennfahrer den Gasgriff erst extrem spät los in der Hoffnung, das Motorrad schnell wieder aufstellen und weiterfahren zu könnnen, ohne daß der Motor abstirbt. Folglich rutschen sie oft längere Strecken mit der Hand am Gasgriff über den Asphalt. Aus diesem Grund stand der Schutz gegen Abrieb bei der Entwicklung eines perfekten Rennhandschuhs im Vordergrund.

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