Schuberth-Helm (Archivversion) Dicht-Mittel

Der seit 1988 produzierte Schuberth Profil gehört zu den meistverkauften Helmen auf dem deutschen Markt. Sehr gute Testergebnisse und der anfangs etwas ungewohnte, in der Praxis aber bequeme Schwenk-Verschluß haben den recht leisen Helm zum Bestseller gemacht.Seit Anfang 1996 gibt es nun den 398 Mark teuren Schuberth SprintR, eine Neukonstruktion, die in allen wesentlichen Details (Polycarbonat-Schale, Schwenk-Verschluß, dichter Halsabschluß, Velours-Futter) dem 50 Mark günstigeren Profil entspricht, aber laut Schuberth (Telefon 05 31/38 00 50) kein Profil-Nachfolger sein soll - beide Modelle werden parallel angeboten. In der Praxis zeigt sich, daß der SprintR alles noch ein bißchen besser kann als der Profil. Er ist noch etwas leiser, die Belüftung noch etwas zugfreier (vor allem in der »Stadt-Stellung« des Visiers), und das Öffnen des schwenkbaren Kinnspoilers geht noch eine Tick leichter. Es muß kein Knopf mehr gedrückt werden, das Ziehen eines Hebels genügt. Eigentlicher Clou und wesentlicher Unterschied zum Profil ist die integrierte Sonnenblende. Über einen großen Schieber im Visierbügel kann ein getöntes »Zweit-Visier« ausgefahren werden. Es bedeckt knapp die Hälfte des Sichtfeldes. Einzige Schwäche des SprintR ist die starke Beschlagneigung bei Feuchtigkeit - ein konstruktionsbedingtes Manko (enger Halsabschluß). Fazit: Der SprintR ist der bessere Profil - und damit »sehr empfehlenswert«.

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