Sicherheit (Archivversion) Mit Sicherheit

Zweifelsohne, in Sachen Sicherheit rotiert es gerade. Was die Intermot gezeigt hat, war erst der Anfang. Wobei der Airbag, vor vier Jahren noch der absolute Knaller, in Köln nur noch am Rande stattfand. Das Reißleinen-System
(siehe links), bei dem ein Luftsäckchen Jacken oder
Westen aufpoppt, wird aufgrund der langen Reaktionszeit von Unfallexperten sehr kritisch gesehen. Pikanterweise hingen die diesjährigen Exponate am Suzuki-Stand. Sollte das die Antwort auf Hondas Gold-Wing-System sein? Fakt ist: Renommierte Firmen sind dran, dem Airbag in der Bekleidung komplett neue Ent-
faltungsmöglichkeiten zu geben. Ein weiteres Thema sind neue Protektionssysteme für den besseren Schutz von Nacken, Hals und Wirbelsäule. KTM und BMW haben zusammen eine Halskrause entwickelt, die bei einem Unfall extreme Kopfbewegungen und Stauchungen verhindern soll. Hauptsächlich auf Fahrer von Raid-Rallyes wie der Dakar abgestimmt, bleibt zu prüfen, inwiefern der Schutzkragen auch im Cross- oder gar im Straßensportbereich Sinn ergibt. Dainese präsentierte einen Schutzpanzer, der vom Nacken bis hoch an den Hinterkopf reicht. MOTORRAD wird das System in Kürze unter die Lupe nehmen. Bei Handschuhen scheint sich als neues, abriebfestes Material die Haut des Rochen zu etablieren. Nach Held bietet nun auch Roleff ein Modell mit Einsätzen aus der edlen Fischhaut an. Zwar simpel, aber sicher sehr effektiv – vor allem im Zuge der Diskussion um das Tagfahrlicht bei Autos – nimmt sich der Vorschlag von Halvarssons und von Rukka an: Jacken mit Neoneinsätzen sollen den Motorradfahrer besser sichtbar machen.

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