Standpunkt (Archivversion)

Florian Stein ist Spezialist für Freisprechanlagen
bei den Fachmagazinen connect und autoconnect.

Bluetooth-Freisprechanlagen fürs Auto gibt’s schon lange, und grundsätzlich funktioniert das alles ganz gut. Kompati-
bilitätsprobleme wie sie beim
Kopieren des Handy-Adressbuchs in die Freisprechanlage noch ab und an auftreten,
spielen auf zwei Rädern keine Rolle. Welcher Biker lötet
sich schon freiwillig Fernbe-
dienung und Zusatzdisplay an den Lenker? Ist der Kauf eines Helms mit Funk-Freisprecher also gefahrlos? Fast. Solange man mit dem Funk-Helm
nur Anrufe entgegennimmt,
die ihm das Bluetooth-Handy zufunkt, sind keine Probleme zu erwarten. Aber schon wenn man mit dem Sozius via Intercom (Walkie-Talkie-Funktion) plaudern will, ist bei einigen Systemen Schluss. Sie können lediglich eine Funkverbindung aufrecht halten. Plaudert man also mit dem Mitfahrer, werden eingehende Anrufe nicht mehr durchgestellt. Das ist arm, insbesondere, da diese Funk-Kopfschützer alles andere als billig sind. Für den Aufpreis von durchschnittlich 300 Euro gegenüber dem Standard-Helm kriegt man problemlos fünf ordentliche Freisprechanlagen fürs Auto. Immerhin, mancher Bluetooth-Helm beherrscht mehr
als eine Verbindung, was am unangenehm hohen Preis aber wenig ändert.
Wer im Grunde lieber seinen Drehzahl-Orgien lauscht statt zu Hause anzurufen, sollte deshalb noch ein, zwei Jahre warten. Die Preise werden purzeln, und mehrere gleichzeitige Funkver-
bindungen sollten dann Standard sein. Die Funk-
Anlagen fürs Auto haben schließlich auch einen enormen Preissturz hinter sich.

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