Stiefel: Tourenstiefel um 160 Euro im Test (Archivversion) Preisfrage

Müssen vernünftige Tourenstiefel um 160 Euro kosten, oder tun¿s auch welche für 70 Euro? Und was kann ein Modell für knapp 300 Euro noch besser?

Eine Frage, die sich nicht nur bei der Motor-
radausrüstung stellt: Erhalte ich für vergleichsweise kleines Geld ausreichend Qualität, oder muss ich, um was Vernünftiges zu bekommen, viel an-
legen? MOTORRAD hat sich stellvertretend für den riesigen Tourenstiefelmarkt sehr preisgünstige Exemplare von Polo besorgt und als Vertreter der Oberklasse ein Paar Daytona-Stiefel. Beide durchliefen das gleiche Testprozedere wie die 160-Euro-Stiefel. Ergebnis: Den billigen Polo-Stiefeln sieht man schon bei der weniger sorgfältigen Verarbeitung das niedrigere Preisniveau an. Beim Nässetest versagten drei der vier Testexemplare, außerdem überzeugten sie beim Laufen und Fahren nur bedingt. Zugegeben, die Discovery 2 mögen die 70 Euro wert sein und sind allemal besser zum Motorradfahren geeignet als Bergstiefel oder gar Turnschuhe, doch die Wassereinbrüche sind auch bei einem günstigen Preis nicht zu tolerieren. Alles in allem fallen die Polo-Stiefel gegenüber dem hier getesteten Schuhwerk um die 160 Euro deutlich ab. Die kurzfristige Ersparnis rechnet sich in diesem Fall also nicht.
Dagegen zahlt sich die Investition in die viermal so teuren Stiefel Daytona Travel Star GTX aus. Im Vergleich zu den Mittelklasse-Stiefeln setzt der Travel Star überall noch eins drauf: absolut wasserdicht, perfekte Passform und Verarbeitung, maximale Sicherheit, beste Handhabung, angenehm beim Fahren und bequem beim Gehen. Ein Top-Tourenstiefel, der mit 280 Euro aber seinen Preis hat. Fazit: Die 160-Euro-Klasse bietet ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Bei deutlich billigeren Stiefeln muss mit massiven Verarbeitungs- und Komforteinbußen gerechnet werden. Wer mehr Geld ausgeben möchte, erhält jedoch tatsächlich einen höheren Gegenwert.

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