Stiefel, wasserdichte: Vergleichstest (Archivversion) Wirklich dicht sollten sie nicht sein

Membrane halten Wasser draußen, lassen aber Luft durch

Wasserdichte Stiefel sind keine Gummistiefel. Sie sind aus durchlässigem Leder, erst ein Innenschuh mit der Membran bringt die Dichtigkeit. Der Trick der »atmungsaktiven« Membran: Das Wasser soll draußen bleiben, Feuchtigkeit aber gleichzeitig von innen nach außen transportiert werden können. Das funktioniert je nach Membran unterschiedlich gut. Durch das Leder kann Wasser in den Schuh gelangen. Damit sich das Leder nicht wie ein Schwamm vollsaugt, ist es wasserabweisend behandelt. Zum Tragekomfort eines Schuhs gehört, daß er Feuchtigkeit infolge Schweiß nach außen transportiert. Dies ist bei einem Motorradstiefel durch die undurchlässige Gummisohle und Protektoren eingeschränkt. Bei der Atmungsaktivität sind Socken aus bestimmten Kunstfasern hilfreich, die Luft speichern und bei jeder Bewegung ein bißchen Feuchtigkeit weitertransportieren. Im Motorrad-Zubehörhandel oder im Outdoor-Geschäft sind solche speziellen Socken zu bekommen. In Verbindung mit atmungsaktiven Stiefeln unbedingt zu empfehlen, Kosten etwa 20 bis 30 Mark. MOTORRAD-Tip: Falke Trekking TK 1 für 28 Mark. Eher eingeschränkt zu empfehlen sind Gore-Tex-Socken zur nachträglichen »Abdichtung« normaler Stiefel. Diese halten zwar den Fuß trocken, das nicht behandelte Leder saugt sich aber voll. Als Notlösung zum Beispiel für Extrem-Enduristen sind die Innenschuhe geeignet. Gibt es bei Louis für 80 Mark (kurz) und von Alpinestars für 107 Mark (lang).

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