Stoff für Klassiker Kinder der Retrolution

Damals war alles besser? Nein, aber manches schöner. Auch die Motorrad-Bekleidungszene schwimmt voll auf der Retrowelle. Und das beste: Wer auf den Oldie-Look steht, braucht auf Sicherheitsfeatures an Jacke, Helm oder Stiefel nicht zu verzichten.

Foto: Archiv
Vircos-Leder
Der Look von damals mit dem Schutz von heute? Kein Problem. So wie der österreichische Triumph-Händler Jürgen "Jorge Jamon" Schnaller (www.schnaller.at) kann sich jeder seinen Traumanzug bei Vircos schneidern lassen. Vorlage hier: der Fahranzug von US-Racer Gene Romero, der 1970 auf Triumph die amerikanische AMA-Meisterschaft gewinnen konnte. Die Italo-Kombis bestehen aus Rind- oder Känguruleder und können auf Wunsch hochwertig ausgestattet werden – schließlich stattet Vircos auch MotoGP-Piloten aus. Preise auf Anfrage. Belstaff
Einst schwor Revolutionär Che Guevara auf die Wachscotton-Jacke von Belstaff. Mittlerweile gilt sie bei Hollywoodstar George Clooney als trendy und chic. Mit der Classic Tourist Trophy (559 Euro) aus der "Pure Motorcycle-Edition", die auch die Globetrotter Ewan McGregor und Charley Boorman in ihrem Film "Long way down" tragen, will das einst englische Kultlabel nun mit CE-Protektoren und Sicherheitsnähten "back to bike".

Nolan
Tief in der Oldiekiste kramt Italiens bekannter Helmbäcker Nolan und zauberte für den topaktuellen Sporthelm X-801RR seiner Edelmarke Xlite die kräftig angejahrte Optik der Weltmeister-Hüte von Mike "the Bike" Hailwood, Franco Uncini, Marco Lucchinelli und Johnny Cecotto hervor. Deutlich moderner als der Vintage-Look ist die Ausstattung mit GFK-Helmschale, beschlagfreiem Visier und anpassbaren Wangenpolstern. Weltmeisterlich das Preisgeld: 499,95 Euro.
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Foto:Dainese

Retro-Style

Dainese
Nicht nur das sandgewaschene Leder erweckt bei der Dainese-Jacke "Superdune" den Eindruck, ihr Träger hätte just die Rallye Paris-Dakar absolviert. Durchaus wüstentauglich ist die Ausstattung mit antibakteriellem Futter und Belüftungszippern. Schultern und Ellbogen sind mit CE-Protektoren bestückt, ein Rückenprotektor kann nachgerüstet werden. Genauso staubtrocken wie die Wüste ist der Preis von 545 Euro.


Bell
Kenny Roberts, Eddie
Lawson und nicht zuletzt die offroad-fahrende Hollywood-Ikone Steve McQueen: Die US-Helmmarke Bell war eine feste Größe im internationalen Rennbusiness. Mittlerweile befindet sich das Kultlabel in italienischer Hand und hat eine neue Mischung an Jet-, Cross- und Integralhelmen aufgelegt, die zwar klassisch aussehen, aber den Anforderungen der aktuellen Norm ECE 22.05 entspricht. Der abgebildete Tourlite (299 Euro) mit Schirm und Sonnenblende ist dem klassischen Autohelm nachempfunden und wirkt im "61er Replika"-Look wie ein Helm "aus der guten alten Zeit".


Daytona
Ein alter Schuh? Mitnichten. Wer auf Schusters Rappen in die Oldieszene marschieren will, sollte den "Classic Oldtimer" (164,90 Euro) von Daytona anprobieren. Neben der originalgetreuen Optik mit hinten laufendem Reißverschluss ist der Stiefel mit Schaltverstärkung, Lederfutter, anatomisch geformter Einlegesohle und Gummisohle mit feuerverzinkter Stahleinlage zeitgemäß ausgestattet.


Harro
Seit über vier Jahrzehnten gibt es bei Harro die Rennweste. Das Design ist schnörkellos, die Ausstattung mit verstellbarem Nierenschutz und wärmendem Teddyfutter funktional. Die in Damen-, Herren- und zahlreichen Zwischengrößen erhältliche Lederjacke wird in Grau, Schwarz und Weiß derzeit zum Aktionspreis von 255,20 Euro angeboten. Manko: Anstelle von CE-Protektoren sind an Schultern und Ellbogen antiquierte Schaumpolster eingearbeitet.
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