Stoßdämpfung (Archivversion) Sicherheit

In enger Anlehnung an die für Motorrad-Handschuhe gültige Richtlinie, der die europäische Protektoren-Prüfnorm EN 1621 zugrunde liegt, führte MOTORRAD auf dem Prüfstand der Firma Sas-Tec (www.sas-tec.de) die Stoßdämpfungen durch. Bei einer Aufprallenergie von fünf Joule (J) darf der durchschnittliche Restkraftwert aus fünf Aufschlagpunkten je Handschuh vier Kilonewton (kN) nicht überschreiten. Zum Vergleich dazu: Gelenkprotektoren werden mit einer Aufprallenergie von 50 J geprüft, und der Grenzwert für die Restkraft liegt bei 35 kN, wobei keiner der neun geforderten Einzelwerte über 50 kN liegen darf.

Für die fünf innerhalb einer vorgegebenen Zone frei wählbaren Aufschlagpunkte bei den Handschuhen, die vom Protektorenrand mindestens fünf Millimeter und untereinander mindestens 20 Millimeter Abstand haben müssen, hat sich MOTORRAD eine Schablone angefertigt. Die damit auf den Knöchelschützern markierten Punkte wurden bei allen Kandidaten in einer vorge-gebenen Reihenfolge geprüft. Damit das Leder der Innenhand nicht zur Stoßdämpfung beiträgt, wurden alle Probanden aufgeschnitten und so über den halbkugelförmigen Amboss gelegt, dass das Fallgewicht möglichst exakt den Prüfpunkt trifft. Eine Kraftmessdose im Amboss ermittelt dabei die verbleibende Restkraft und leitet die Daten an einen Rechner weiter. Unten-stehende Tabelle listet die erzielten Er-gebnisse auf. Und die können sich wirklich sehen lassen. Fazit: Keiner der 13 Kandidaten hatte Probleme, den verlangten Grenzwert einzuhalten. Gar überragende Stoßdämpfungswerte lieferte das Modell Vitaro von Ixs, das aus diesem Grund die volle Punktzahl in diesem Kriterium erzielte. Doch selbst der vergleichsweise schlechteste Teilnehmer, Dainese Joust, kassierte immerhin noch zehn Punkte, da auch diese Handschuhe lobenswerten Schutz im geprüften Knöchelbereich bieten.

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