Test-Info

Ohne aufwendige Testverfahren geht es auch im Praxisteil nicht. Vor allem die Bewertung des Geräuschverhaltens gestaltet sich komplex. MOTORRAD konnte hier wieder einmal den BMW-Akustik-Windkanal nutzen. Ein in tourenmäßiger Haltung auf einem Motorrad sitzender Dummy bekam einen sogenannten Cortex-Kunstkopf aufgepflanzt, mit dem bei 100 und 130 km/h das Frequenzspektrum gemessen wurde. Der Helm wird dabei weitgehend frei angeströmt. Grundsätzlich ist das Ergebnis übertragbar, allerdings kann sich das Geräuschverhalten auf verkleideten Motorrädern unter Umständen durch Turbulenzen erheblich ändern, so daß die Vorzüge eines »leisen« Helms verschwinden. Eigene Versuche eines Testers im Windkanal sowie Vergleiche mit frühreren Messungen dienten der Absicherung der Ergebnisse. Zusätzlich wurden ausgiebige Praxisfahrten mit 100 und 160 km/h durchgeführt, das Geräuschverhalten subjektiv beurteilt. Wichtig sind dabei extrem kurze Wechselintervalle, denn das menschliche Gedächtnis merkt sich Geräusche nicht einmal eine halbe Minute. Für die Messung der aerodynamischen Eigenschaften stellte Schuberth den hauseigenen Windkanal zur Verfügung. Auftrieb und Luftwiderstand wurden bei 100 und 130 km/h gemessen. Der Luftwiderstand, dem der Fahrer mit seinen Nackenkräften entgegenwirken muß, sollte möglichst gering sein, die große Frontfläche infolge der dämmenden Schale setzt dabei natürlich Grenzen. Der Auftrieb läßt sich durch Spoiler oder Abrißkanten beeinflussen, er sollte möglichst auch bei hohen Geschwindigkeiten geringe Werte behalten, damit der Helm nicht vom Kopf abhebt.Bei den Bedienungs- und Fahrtests wirkten insgesamt sechs Personen mit. Diffizil ist eine Bewertung von Paßfom und Sitz, denn dabei spielt die individuelle Kopfform eine Rolle. Trotzdem gibt es Helme, die fast jedem passen, und andere, mit denen beinahe jeder Probleme hat. Die Regendichtheit sollte sich auf dem ADAC-Prüfstand erweisen. Eine Turbine bläst dort mit 60 km/h Luft auf einen Motorradfahrer, das Wasser wird über eine Düsenleiste zerstäubt. Jeder Helmtyp mußte zwei Testläufe von je xx Minuten durchlaufen.

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