Tipps für warme Füße

Die schlechte Nachricht vorweg: Reine Winterstiefel gibt es nicht mehr. Vergleichsweise dünne Gore-Tex-Stiefel haben das einstmals derbe Schuhwerk mit hohem Schaft und dickem Lammfellfutter verdrängt. Diese halten im Idealfall zwar Wind und Wasser ab, bieten aber nur einen kümmerlichen Kälteschutz. Demzufolge müssen Biker bei der Wahl der Stiefel für die kalte Jahreszeit selbst für eine gute Wärmeislation sorgen. Der wichtigste Punkt ist dabei die richtige Größe. Im Gegensatz zu satt sitzenden Sportstiefeln sollten die wintertauglichen Exemplare ein bis zwei Nummern größer ausfallen. Zum einen, um Platz für warme Einlegesohlen (1) zu schaffen, die im Fachhandel entweder als Alu-Therm-Version oder mit Schaffell erhältlich sind. Zum anderen, um das Tragen von speziellen Funktionssocken wie den wasserdichten, dreilagigen Seal Skinz Midlight (39,95 Euro), den Gore-Tex-Innenschuhen (41,95 Euro) (2) (beide von Louis) oder den Gore-Windstopper-Innenschuhen (29,95 Euro bei JF Motorsport) (3) zu ermöglichen. Wichtig: Auch mit diesen Überziehern muss in den Stiefeln noch genügend Platz für ein Luftpolster verbleiben, damit sie ihre Isolationseigenschaften ausspielen können. Ist dies nicht der Fall, friert man trotz dicker Strickware bereits nach kurzer Fahrt. Für den Einsatz im Winter sollte man des Weiteren Treter mit höherem Schaft wie beispielsweise die Gore-Tex-Stiefel Daytona Big Travel GTX (265,95 Euro) (4) oder Ultimate von Polo (5) für 179,95 Euro wählen. Ebenfalls wintertauglich sind die Rondane (6) von Hein Gericke, die zum Preis von 95,95 Euro mit einer Sheltex-Membran sowie einem Webfellfutter aufwarten. Auch unter den gemäßigten Endurostiefeln finden Ganzjahresbiker taugliches Schuhwerk für die kalte Jahreszeit. Für extreme Minusgrade sind darüber hinaus wasserdichte Neopren-Überschuhe (7) wie der Uvex Warm Up (39,95 Euro) wärmstens zu empfehlen, die sich schon bei der Kristall-Rally im eisigen Norwegen bestens bewährt haben.

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote