Übersicht: Helme über 500 Euro (Archivversion) Meister-Klasse

Die Helme der WM-Fahrer zählen nicht nur preislich zur Spitzenklasse, sondern zeichnen sich auch durch hochwertige Werkstoffe und auffällige Designs aus. 21 Modelle der Kategorie über 500 Euro.

Mit dem Helm eines Weltmeisters fahren, davon träumen sicher viele Biker. Die Biaggis, Doohans, Roberts und Rossis dieser Welt können doch nicht irren, was die Wahl ihres Kopfschutzes anbelangt. Oder darf’s gar das für den Motorradbereich modifizierte Modell der Formel 1-Brüder Schuhmacher sein? Hier reichen 500 Euro gerademal für die Innenausstattung. Mit Preisen ab 1900 Euro (über 3700 Mark) bleibt dieser Traum wohl nur ganz wenigen betuchten Zweiradlern vorbehalten.Doch was macht die hier vorgestellten Helme so teuer? Bieten sie bei einem Sturz mehr Schutz als ein »gewöhnlicher« Motorradhelm? Die preisliche Spitzenklasse erfüllt zwar in puncto passiver Sicherheit sehr hohe Kriterien, nachweislich bessere Dämpfungswerte als ein guter Helm der oberen Mittelklasse weisen sie aber nicht auf. Vielmehr sind es die hochwertigen Werkstoffe von Außenschale und Innenleben sowie die aufwendigen Designs, die den Preis nach oben treiben. Hinzu kommen teilweise hohe Entwicklungskosten im Windkanal, um Aerodynamik und Belüftungsfunktionen zu optimieren. Ganz abgesehen davon entstehen die meisten sehr teuren Helme zum größten Teil in Handarbeit.Des weiteren zeichnen sich die exklusiven Hüte gegenüber preisgünstigen Exmplaren häufig durch ein sehr niedrigeres Gewicht aus, besitzen fast ausnahmslos herausnehmbare Innenfutter und teilweise austauschbare Wangen- oder Nackenpolster zur perfekten Größenanpassung sowie höherwertige, kratzfeste und beschlagfreie Visiere – zum Teil mit Abreißscheiben für die Rennfahrer unter den Käufern.Bis auf die vorgestellten Simpson-Helme sind alle Modelle nach der aktuellen ECE 22-05-Helmnorm geprüft. Für die beiden Simpson Bandit 7 und RX 8 laufen laut Importeur die Vorbereitungen für die ECE-Norm auf Hochtouren. Bislang sind sie nur nach der strengen amerikanischen Snell-Norm geprüft, die ganz andere Anforderungen stellt - beispielsweise müssen die Helmschalen wesentlich steifer sein. Ob die Simpson-Helme die für den europäischen Markt gültige ECE-Norm in Anbetracht des relativ geringen Gesichtsfelds allerdings schaffen, ist fraglich. An der Exklusivität dieser Modelle wird sich trotz fehlender ECE freilich nichts ändern. Exklusivität ist auch das Stichwort für alle anderen hochpreisigen Helme. Die vorgestellten Modelle gibt es fast ausnahmslos und wesentlich günstiger auch als unifarbene Versionen mit exakt den gleichen Eigenschaften, doch ohne das entsprechende Design bleibt vom Besonderen dieser Modelle wenig übrig.

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