Vergleichstest Sturmhauben mit Halswärmer Warmes für kalte Tage

Beim Motorradfahren sollte man zwar stets einen kühlen Kopf bewahren, doch frieren hilft mit Sicherheit auch nicht weiter. 18 vor Kälte schützende Sturmhauben im Test.

Wer schon mal bei klirrender Kälte auf geräumter, trockener Landstraße zwischen glitzernden Schneefeldern oder durch dick verschneite Wälder fuhr, weiß, wie reizvoll Motorradfahren im Winter sein kann. Vorausgesetzt, man ist warm eingepackt. Neben Händen und Füßen sind vor allem Gesicht und Halspartie stark frostgefährdet. Und wenn durch eine undichte Stelle im Bereich des Kragens kalter Fahrtwind an Brust oder Rücken gelangt, ist’s ebenfalls schnell vorbei mit der Gemütlichkeit. Im schlimmsten Fall drohen sogar Erfrierungen schlecht geschützter Hautpartien. Darum sich vor Beginn der Tour immer schön einpacken und alle Bekleidungsöffnungen schließen.

Herkömmliche Sturmhauben mögen zwar Gesicht und Kopf wärmen, doch sind diese Bereiche bereits durch den Motorradhelm, so es sich um einen Vollvisierhelm handelt, ausreichend geschützt. Die wichtigsten Zonen bei Kälte sind Hals, Brustbereich und Nacken, und da müssen die meisten Sturmhauben passen. Für Fahrten bei eisiger Kälte greift man am
besten zu Sturmhauben mit integriertem Kragenschutz. MOTORRAD hat 18 Exemplare, die sich laut der Hersteller für Wintereinsatz eignen, in der Praxis ausprobiert.

Wichtig bei allen Modellen ist es, die Sturmhaube vor der Jacke überzuziehen, um optimalen Sitz zu gewährleisten. Wer versucht, die teilweise großflächigen Kragenlätze unter die Jacke zu stopfen, wird schnell merken, dass meist doch irgendwo eine Lücke für die Kälte offen bleibt – vor allem im Genick. Tipp für den Kauf: Die Sturmhaube nicht zu groß wählen. Andernfalls kann es zu störender Wulstbildung kommen, was das Platzangebot unterm Helm und damit den Tragekomfort deutlich einschränkt. Am besten probiert man die Sturmhaube vor dem Kauf im Geschäft aus und bringt dazu seinen eigenen Helm sowie die Motorradjacke gleich mit.

Für die Testfahrten mit sämtlichen Kandidaten herrschten nahezu ideale Bedingungen: trocken und kalt. Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt wurde bei Autobahn-Richtgeschwindigkeit schnell klar, ob sich die Testhaube des anbrausenden Fahrtwinds erwehren kann. Zum Testablauf gehörte auch das Kopfdrehen während der Fahrt, um festzustellen, ob sich dabei ungewollte Schlupflöcher bilden. Tatsächlich hatten einige Probanden Probleme mit dieser Übung. Weit schlimmer jedoch, wenn es bereits bei Geradeausfahrt unangenehm frisch wird. Denn nur schön warm eingepackt macht Motorradfahren im Winter Spaß.

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