Verschlusssache (Archivversion)

KINNTEIL
Die unterschiedlichen Bauarten verfolgen ein und dasselbe Ziel: das Kinnteil zu entriegeln, damit es geöffnet werden kann. Bis auf Schuberth, der einen seitlichen Schieber besitzt, sitzen sämtliche Druck-, Schiebe- oder Zugmechanismen zentral in der Mitte des Kinnteils. Als besonders praktisch erweisen sich die Zugtasten, wie sie BMW und HJC verwenden. Sie sind nicht nur gut zugänglich sondern lassen das Öffnen zu einem einzigen runden Bewegungsablauf werden. Ungeschickt hingegen, wenn der zum Entriegeln gedachte Druckknopf wie beim Lazer innen am Kinnteil sitzt und sich mit Handschuhen kaum bedienen lässt. Besonders ausgeklügelt: das System von Nolan. Hier müssen zwei gut erreichbare Tasten mit einer Hand zusammengedrückt werden. Ungewolltes Öffen: nahezu ausgeschlossen. Tipp für den Klapphelmkauf: Mindestens zehn mal den Schließ- und Öffnungsmechanismus betätigen, um dessen Bedienfreundlichkeit zu prüfen.
KINNRIEMEN
So schnell Click-Druck oder -Schiebetasten auch bedient sein mögen – sie bergen immer die Gefahr, dass die im Lauf der Zeit etwas gelängten Riemen nicht rechtzeitig nachjustiert werden. Wer ausnahmsweise mal ohne Windkragen oder Schal unterwegs ist zuvor die Riemenlänge nicht neu einstellt, fährt deshalb grundsätzlich mit viel zu lockerem Helm und somit unzureichendem Unfallschutz. Besonders praktisch sind dafür die sogenannten Ratschenverschlüsse, die nach einer einmaligen Grundeinstellung einen mehrere Zentimeter umfassenden Riemenlängenbereich abdecken und darüber hinaus auch während der Fahrt nachgestellt werden können. Das trifft auch auf den Doppel-D-Verschluss zu, den bei den Klapphelmen bisher nur Shoei anbietet. Das Einfädeln beim Anziehen des Helms wird schnell zur Routine und gewährleistet einen allzeit straffen Sitz. Außerdem baut er wesentlich kleiner als Click- oder Ratschenverschlüsse, was unangenehme Druckstellen verhindert.

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