Vorstellung Textillatzhosen (Archivversion) Latzbedarf

Latzhosen schützen durch ihren hohen Schnitt wirkungsvoll vor Kälte und Zugluft, selbst wenn die jacke etwas kurz geraten ist. Eine Marktübersicht.

Textilhosen ohne Latz gibt es ohne Ende, die großen Hersteller bieten Dutzende unterschiedlicher Modelle an. Mit Latz ist das Angebot überschaubar. MOTORRAD hat die gesamte Palette zusammengestellt. Der Vorteil der Latzmodelle: Der hohe Schnitt schützt auch ohne Verbindung zur Jacke wirkungsvoll vor Fahrtwind, Nässeeinbrüchen sowie Unterkühlung. Bei einigen Modellen ist der Latz ein »Extra«, er lässt sich mit einem Reißverschluss anzippen und entsprechend auch abnehmen. Bis auf die Hosen von Erbo und Polo (Alaska) ist bei allen vorgestellten Kandidaten das Thermofutter herausnehmbar Um die passive Sicherheit kümmern sich häufig geprüfte CE-Protektoren, oft serienmäßig eingesetzt, manchmal zum Nachrüsten angeboten. Der Austausch gegen die hochwertigen Schützer ist dank spezieller Protektorentaschen im Knie- und Hüftbereich ein Kinderspiel und sehr zu empfehlen. Kostenpunkt: rund 50 Mark.Laut Hersteller sind alle fünfzehn Modelle wasserdicht und bis auf die Alaska-Hose von Polo mit atmungsaktiven Membranen ausgestattet, die Gore-Tex, Kramex, Polo-Tex, Reissa, Sheltex, Technotex oder wie auch immer heißen. Bewirken sollen die Membrane alle das Gleiche: den Motorradfahrer bei Regen vor Nässe schützen und ihn bei Hitze nicht so schnell ins Schwitzen geraten lassen.Unterschiede gibt’s auch beim Außenmaterial. So setzen beispielsweise manche Hersteller auf die abriebsfeste Textilfaser Cordura der Stärke 500D. Die Bezeichnung 500D gibt an, wie stabil die verarbeiteten Fasern sind – je höher die Zahl, desto reißfester die einzelnen Fasern. Gelegentlich sind nur die Kniebereiche mit reißfesten Textilstoffen ausgestattet, was die Latzhosen billiger, allerdings auch weniger sicher macht. Deshalb sollten Kaufinteressenten sich nicht nur an den stark variierenden Preisen orientieren, sondern auch an möglichst hoher Schutzfunktion. Und auf alle Fälle eine Anprobe beim Fachhändler machen. Wenn möglich mit Sitzprobe auf dem Motorrad, um zu prüfen, ob’s irgendwo zwickt und die Hosenbein- sowie Trägerlängen ausreichen und der Latz den eigenen Vorstellungen entspricht.

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