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In MOTORRAD 25/2015: Zwölf Sturmhauben im Produkttest.

Zwölf Sturmhauben im Vergleichstest Unter der Haube

Wer im Winter mit dem Motorrad unterwegs ist, wünscht sich bei eisigen Temperaturen gern mal die Trockenhaube vom Friseur herbei. Dass es gar nicht so weit kommen muss, beweisen zwölf Sturmhauben für die kalte Jahreszeit.

Da staunt Ganzjahres-Kradlerin Maria Musterhansel nicht schlecht, als sie sich eine neue Sturmhaube für den Winter zulegen will. Die Baumwollüberzieher für 1,95 Euro vom Grabbeltisch sind gerade ausverkauft, und das, was der freundliche Kaufmann an Alternativen anschleppt, hat weder preislich noch sonst irgendetwas mit der verloren gegangenen Sturmhaube gemein. Müssen die so teuer sein? Braucht man diese Funktionsmaterialien überhaupt? Tut es bei eisigen Temperaturen nicht im Notfall der selbst gestrickte Schal?

Nun ja, liebe Maria Musterhansel, vielleicht für die Fahrt im Auto. Aber auf dem Motorrad sollte man sich in der kalten Jahreszeit stets unter eine gut isolierte Sturmhaube begeben. Diese gewährleistet, dass der Bereich zwischen Rumpf und Kopf wind- und wetterdicht vor kalter Zugluft und Niederschlag geschützt wird. Zwar bieten zahl­reiche Hersteller mittlerweile Textilkombis an, die mit einem extrabreiten Kragen dem Fahrtwind den Garaus machen wollen. Aber all jene, die schon mal bei Temperaturen rund um den Gefrierpunkt länger als zwanzig Minuten auf dem Motorrad saßen, wissen, was passiert, wenn nur ein zartes Lüftchen den Weg in den Helm findet. Dann ist nicht nur rasch die Nase unterkühlt, sondern mittelfristig der gesamte Oberkörper am Frösteln. Mutti hatte in dieser Hinsicht früher allerdings nur bedingt recht: Wenn sie einen beim Schritt aus der Haustür am Kragen packte, eine Mütze aufsetzte und das Mantra des „Du weißt doch, dass der Körper über den Kopf am meisten Wärme verliert“ wiederholte, war sie einem bis heute weit verbreiteten Irrglauben aufgesessen.

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Kopf, Gesicht und Rumpf besonders temperatursensibel

Warum der Kopf dennoch besonders schutzbedürftig ist, hat mindestens zwei Ursachen. Erstens versucht der menschliche Organismus, die Kopfpartie auch bei eisigen Temperaturen so lange wie möglich auf konstant 37 Grad zu halten. Das Hirn muss stets gut durchblutet sein, damit es den vielfältigen Anforderungen gerecht werden kann. Entsprechend hat es bei der Wärmeversorgung absolute Priorität.

Anders ausgedrückt: Wenn ein paar Finger oder Fußzehen abfrieren, kann das ärgerlich und schmerzhaft sein, aber bei der Rübe auf dem Hals geht es schlicht ums Überleben. Es ist also sinnvoll, den Körper hier von Anfang an zu unterstützen. Zweitens sind Kopf, Gesicht und Rumpf besonders temperatursensibel. Halten wir diese Bereiche in wohliger Wärme, fühlen wir uns besser, sind konzentrierter und haben zudem mehr Spaß.

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Sturmhaube muss effektiv vor Wind und Nässe schützen

Gründe genug also, um sogenannte Kältebrücken gar nicht erst entstehen zu lassen und Brust, Schultern, Nacken und Hals mit einer großflächigen Isolierung zu versehen. Genau diesen Job erfülllen heutzutage moderne Sturmhauben. Sie haben tatsächlich nichts mehr mit einer primitiven Baumwollmaske gemein. Das Lastenheft einer perfekten Hightech-Sturmhaube läse sich in etwa wie folgt: Auf der einen Seite muss sie auf verschiedenen Kopfformen gleichermaßen eng anliegen und das Gesicht sicher umhüllen. Dabei dürfen ihre Nähte nicht die Haut eindrücken, und das Futter sollte angenehm kuschelig sein. Die gesamte Sturmhaube darf nicht zu dick auftragen, damit der Helm noch passt und den Kopf nicht einengt. 

Auf der anderen Seite muss die Haube im Oberkopfbereich den Luftaustausch und Feuchtigkeitstransport ermöglichen und im Bereich des Mundes und der Nase Perforationen oder ein großes Loch aufweisen, damit man ausreichend Luft zum Atmen bekommt. Im darunterliegenden Abschnitt muss dies Make effektiv vor Wind und Nässe schützen. Außerdem sollte der Gesichtsausschnitt so wenig Haut wie möglich freilegen, aber auch nicht so knapp be­messen sein, dass das Sichtfeld – auch bei Brillen­trägern – zu irgendeinem Zeitpunkt eingeschränkt wird. Zudem bedarf es einer Materialwahl, die den Helm leicht über die Haube rutschen lässt und so nervenaufreibendes Nachjustieren überflüssig macht. Letztlich sollte die Schulter-, Brust- und Nackenpartie großzügig von der Maske bedeckt sein, dabei aber keine Wülste unter Jacke oder Helm werfen.

Schmaler Grat zwischen Wetterschutz, Passform & Tragekomfort

Maria Musterhansel ist ganz schön verblüfft, was der Hersteller bei der Produktion von Sturmhauben so zu beachten hat. Dass es den Herstellern gar nicht so leicht fällt, auf diesem schmalen Grat zwischen Wetterschutz, Passform und Tragekomfort zu wandern, fördert das umfangreiche Testprozedere zutage. Hinsichtlich des Wetterschutzes können alle Produkte noch ein ordentliches Ergebnis einfahren. Aber gerade bei der Passform und dem Tragekomfort gibt es auffällige Qualitätsunterschiede. Besonders ärgerlich sind bei zahlreichen Masken die zum Teil schlecht gemachten Nähte im Nasen- und Mundbereich. Da nützt es wenig, dass das Innenfleece flauschig die Haut umschmeichelt, wenn auf der anderen Seite die Nähte umso kräftiger an der Oberlippe reiben.

Insofern gibt es auch bei den Hightechprodukten an der einen oder anderen Stelle noch Optimierungsmöglichkeiten. Maria Musterhansel ist nun übrigens wieder unter der Haube. Sie freut sich auf die erste Ausfahrt bei einstelligen Temperaturen – ganz ohne den selbst gestrickten Schal. Und wir stellen auf den folgenden Seiten alle gestesteten Sturmhauben vor, auf dass auch Sie bald gut gerüstet sind, falls der Winter doch noch kommt.

Foto: mps-Fotostudio
Alle Testexemplare mussten zunächst bei kühler Witterung beweisen, ob sie den eisigen Fahrtwind mit Bravour von Kopf, Schultern, Nacken, Hals und Brust fernhalten. Die Passform und der Tragekomfort wurden später erneut mit verschiedenen Kopfgrößen und -formen ausprobiert und bewertet. Dabei mussten sich die Hauben auch ausführlich in Sachen Verarbeitungsqualität untersuchen lassen.
Alle Testexemplare mussten zunächst bei kühler Witterung beweisen, ob sie den eisigen Fahrtwind mit Bravour von Kopf, Schultern, Nacken, Hals und Brust fernhalten. Die Passform und der Tragekomfort wurden später erneut mit verschiedenen Kopfgrößen und -formen ausprobiert und bewertet. Dabei mussten sich die Hauben auch ausführlich in Sachen Verarbeitungsqualität untersuchen lassen.

So testet MOTORRAD

Auch MOTORRAD-Redakteure müssen manchmal unter die Haube: Alle zwölf Testexemplare mussten zunächst bei kühler Witterung beweisen, ob sie den eisigen Fahrtwind mit Bravour von Kopf, Schultern, Nacken, Hals und Brust fernhalten. Dabei wurde zusätzlich getestet, ob die Sturmhauben im Eifer des Gefechts anfangen zu verrutschen und womöglich das Sichtfeld gefährlich einschränken. Die Passform und der Tragekomfort wurden später erneut mit verschiedenen Kopfgrößen und -formen ausprobiert und bewertet. Dabei mussten sich die Hauben auch ausführlich in Sachen Verarbeitungsqualität untersuchen lassen.

Foto: mps-Fotostudio
Alpinestars Balaclava: Die aufwendige Konstruktion mit zwei Lagen im Halsbereich ist Geschmack­sache. Ansonsten eine wirklich empfehlenswerte Sturmhaube.
Alpinestars Balaclava: Die aufwendige Konstruktion mit zwei Lagen im Halsbereich ist Geschmack­sache. Ansonsten eine wirklich empfehlenswerte Sturmhaube.

Alpinestars Balaclava

Anbieter: Alpinestars, Telefon 00 39/04 23/52 86, www.alpinestars.com

Preis: 39,95 Euro

Größen: uni

Herstellungsland: Vietnam

Plus: Aufwendige Zwei-Lagen-Konstruktion im Halsbereich, Kordelzug zum Fixieren; liegt eng am Kopf an; kein Verrutschen beim Helmaufsetzen; sehr guter Wetterschutz

Minus: Relativ enger Einstieg; Passform für kleine Köpfe weniger geeignet; Atemöffnung etwas zu klein; fummelige Handhabung

Fazit: Die aufwendige Konstruktion mit zwei Lagen im Halsbereich ist Geschmack­sache. Ansonsten eine wirklich empfehlenswerte Sturmhaube.

MOTORRAD-Urteil: gut

Foto: mps-Fotostudio
Bering Cagoule: Die Bering Cagoule hinterlässt auf ganzer Linie einen sehr soliden Eindruck. Nur das Futter dürfte etwas weicher sein.
Bering Cagoule: Die Bering Cagoule hinterlässt auf ganzer Linie einen sehr soliden Eindruck. Nur das Futter dürfte etwas weicher sein.

Bering Cagoule

Anbieter: Shark Helme Deutschland, Telefon 0 41 08/45 80 00, www.bering.fr

Preis: 28,00 Euro

Größen: uni

Herstellungsland: China

Plus: Angenehm straffer Sitz am Oberkopf; sehr effektiver Windstopp an Hals und Kragen; zugfrei; ordentliche Verarbeitung; flache Nähte

Minus: Futterstoff dürfte noch einen Tick flauschiger sein; Gesichtsausschnitt knapp bemessen und für Brillenträger ungeeignet

Fazit: Die Bering Cagoule hinterlässt auf ganzer Linie einen sehr soliden Eindruck. Nur das Futter dürfte etwas weicher sein.

MOTORRAD-Urteil: gut

Foto: mps-Fotostudio
Böse Sturmhaube: Trotz unterschiedlicher Größen kann die Sturmhaube von Büse in Sachen Tragekomfort und Passform nicht überzeugen. Allzu leicht schiebt sich die Haube über die Augen. Der Wetterschutz ist aber okay.
Böse Sturmhaube: Trotz unterschiedlicher Größen kann die Sturmhaube von Büse in Sachen Tragekomfort und Passform nicht überzeugen. Allzu leicht schiebt sich die Haube über die Augen. Der Wetterschutz ist aber okay.

Büse Sturmhaube

Anbieter: Büse, Telefon 0 24 71/1 26 90, www.buese.com

Preis: 18,95 Euro

Größen: S bis XL

Herstellungsland: k. A.

Plus: Wetterschutz durch breite Brust-, Nacken-, und Schulterüberlappung gut; beim Aufsetzen gleitet der Helm leicht über den Kopf

Minus: Unangenehme Materialien; dicke und raue Nähte; Passform in Größe S/M bereits sehr locker; Haube schiebt sich über die Augen; Druckstellen stets präsent

Fazit: Trotz unterschiedlicher Größen kann die Sturmhaube von Büse in Sachen Tragekomfort und Passform nicht überzeugen. Der Wetterschutz ist aber okay.

MOTORRAD-Urteil: befriedigend

Foto: mps-Fotostudio
Dane Saksun: Nicht schlecht, aber auch keine Glanzleistung. Die Dane Saksun ist gerade für Brillenträger dank des großen Sichtfelds eine Überlegung wert.
Dane Saksun: Nicht schlecht, aber auch keine Glanzleistung. Die Dane Saksun ist gerade für Brillenträger dank des großen Sichtfelds eine Überlegung wert.

Dane Saksun

Anbieter: Motoport, Telefon 0 44 51/91 52 00, www.motoport.de, www.dane.eu 

Preis: 37,95 Euro

Größen: S bis XL

Herstellungsland: China

Plus: Großer Gesichtsausschnitt, prima für Brillenträger; flache Nähte; der relativ kurze Windstopp schützt effektiv vor Zugluft; ordentliche Verarbeitung

Minus: Sitzt zu locker; wenig elastisch; Futter etwas kratzig; störende Naht am Ohr; Mundschutz verrutscht beim Aufziehen

Fazit: Nicht schlecht, aber auch keine Glanzleistung. Die Dane Saksun ist gerade für Brillenträger dank des großen Sichtfelds eine Überlegung wert.

MOTORRAD-Urteil: befriedigend

Forcefield Tornado+

Anbieter: Germot, Telefon 0 61 03/45 91 00, www.germot.de

Preis: 31,90 Euro

Größen: uni

Herstellungsland: Portugal

Plus: Klasse Passform trotz Universalgröße; weiches und geschmeidiges Tragegefühl; sehr gute Thermoeigenschaften; flache Nähte ohne Druckstellen; auch für Brillen­träger prima

Minus: Nacken- und Schulterüberlappung zu knapp bemessen; die Nase besitzt keinen Schutz

Fazit: Die Forcefield überzeugt trotz Universalgröße. Beste Passform und höchster Tragekomfort im Test; darf in Sachen Wetterschutz noch etwas zulegen.

MOTORRAD-Urteil: gut

Foto: mps-Fotostudio
Held 9050: Die Held Sturmhaube 9050 kann trotz unterschiedlicher Größen in Sachen Passform nicht überzeugen. Die untere Naht des Ausschnitts wandert in allen Größen schnell über die Augen. Der Wetterschutz geht in Ordnung.
Held 9050: Die Held Sturmhaube 9050 kann trotz unterschiedlicher Größen in Sachen Passform nicht überzeugen. Die untere Naht des Ausschnitts wandert in allen Größen schnell über die Augen. Der Wetterschutz geht in Ordnung.

Held 9050

Anbieter: Held, Telefon 0 83 21/6 64 60, www.held.de

Preis: 29,95 Euro

Größen: S bis L

Herstellungsland: Ungarn 

Plus: Angenehmes Futter; trägt nur geringfügig auf; kurzer Windstopp hält effektiv warm und schützt vor Zugluft

Minus: Passform schlecht, da die untere Naht des Gesichtsausschnitts in allen Größen von unten über die Augen wandert; rustikale Verarbeitung; störende Naht am Mund

Fazit:: Die Held Sturmhaube 9050 kann trotz unterschiedlicher Größen in Sachen Passform nicht überzeugen. Der Wetterschutz geht in Ordnung. 

MOTORRAD-Urteil: befriedigend

Foto: mps-Fotostudio
Probiker Windbreaker: Der gute Wetterschutz kann leider nicht über die schlechte Passform und die rauen Materialien hinwegtäuschen. Da ist noch Luft nach oben. Nach oben müssen Sie sowieso hinschauen, um nicht mit der stark störenden Naht im Mund-/Kinnbereich Kontakt zu haben.
Probiker Windbreaker: Der gute Wetterschutz kann leider nicht über die schlechte Passform und die rauen Materialien hinwegtäuschen. Da ist noch Luft nach oben. Nach oben müssen Sie sowieso hinschauen, um nicht mit der stark störenden Naht im Mund-/Kinnbereich Kontakt zu haben.

Probiker Windbreaker

Anbieter: Detlev Louis, Telefon 0 40/73 41 93 60, www.louis.de

Preis: 16,99 Euro

Größen: S bis L

Herstellungsland: Taiwan

Plus: Guter Wetterschutz dank effektivem Windstopp und großer Überlappung

Minus: Breiter Kragen mühselig unter der Jacke zu verstauen; stark auftragende, raue Nähte; mittig untergebrachte, stark störende Naht im Mund-/Kinnbereich; Sichtfeld zu knapp

Fazit: Der gute Wetterschutz kann leider nicht über die schlechte Passform und die rauen Materialien hinwegtäuschen. Da ist noch Luft nach oben.

MOTORRAD-Urteil: befriedigend

Foto: mps-Fotostudio
Reusch Pro: Die Reusch Pro bietet dank großflächiger Isolation im Brust- und Nackenbereich einen exzellenten Wetterschutz. Die Passform ist akzeptabel.
Reusch Pro: Die Reusch Pro bietet dank großflächiger Isolation im Brust- und Nackenbereich einen exzellenten Wetterschutz. Die Passform ist akzeptabel.

Reusch Pro

Anbieter: Polo, Telefon 0 21 65/ 8 44 04 00, www.polo-motorrad.de

Preis: 24,99 Euro

Größen: uni

Herstellungsland: China

Plus: Verarbeitung in Ordnung; weiches, flauschiges Gewebe; sehr guter Wetterschutz, hält prima warm 

Minus: Durch die Universalgröße mittelmäßige Passform; Naht unterhalb der Nase drückt; Helm gleitet schlecht über den Kopf; für Brillenträger ggf. zu eng an der Augenpartie

Fazit: Die Reusch Pro bietet dank großflächiger Isolation im Brust- und Nackenbereich einen exzellenten Wetterschutz. Die Passform ist akzeptabel.

MOTORRAD-Urteil: gut

Foto: mps-Fotostudio
Rev’it Maximus WSP: Die Sturmhaube von Rev’it sitzt wie eine zweite Haut auf dem Kopf, lässt zudem den Helm ganz leicht drüber­gleiten. Die Verarbeitung ist prima. Da lacht nicht nur das Model, sondern auch die Haube selbst.
Rev’it Maximus WSP: Die Sturmhaube von Rev’it sitzt wie eine zweite Haut auf dem Kopf, lässt zudem den Helm ganz leicht drüber­gleiten. Die Verarbeitung ist prima. Da lacht nicht nur das Model, sondern auch die Haube selbst.

Rev’it Maximus WSP

Anbieter: Rev’it, Telefon 00 31/41/2 69 67 40, www.revit.eu

Preis: 49,99 Euro

Größen: S und L

Herstellungsland: Vietnam

Plus: Sitzt angenehm knackig; Nähte kaum spürbar; insgesamt akkurat verarbeitet; breites Sichtfenster; Material flutscht prima in den Helm

Minus: Kratzig im Nackenbereich; Perforation für Lufteinlass nicht optimal positioniert, passt weder für Mund noch Nase

Fazit: Die Sturmhaube Rev’it Maximus WSP sitzt wie eine zweite Haut auf dem Kopf, lässt zudem den Helm ganz leicht drüber­gleiten. Die Verarbeitung ist prima.

MOTORRAD-Urteil: gut

Foto: mps-Fotostudio
Richa Balaclava: Auch wenn die Richa Balaclava eine gute Passform hat, kann sie in Sachen Komfort nicht voll punkten. Auch der Wetterschutz ist nur mittelmäßig, nicht zulezt wegen der zu kurzen Überhänge im Schulterbereich.
Richa Balaclava: Auch wenn die Richa Balaclava eine gute Passform hat, kann sie in Sachen Komfort nicht voll punkten. Auch der Wetterschutz ist nur mittelmäßig, nicht zulezt wegen der zu kurzen Überhänge im Schulterbereich.

Richa Balaclava

Anbieter: Hein Gericke, Telefon 02 11/9 89 89, www.hein-gericke.de

Preis: 29,99 Euro

Größen: uni

Herstellungsland: Vietnam

Plus: Sitzt angenehm straff; Gewebe am Oberkopf sorgt für gute klimatische Bedingungen

Minus: Enger Einstieg; unangenehme Nähte im Nasen-, Mund-, Augen- und Ohrenbereich; nur mäßiger Wetterschutz wegen zu kurzer Überhänge im Schulterbereich

Fazit: Auch wenn die Richa Balaclava eine gute Passform hat, kann sie in Sachen Komfort nicht voll punkten. Auch der Wetterschutz ist nur mittelmäßig.

MOTORRAD-Urteil: befriedigend

Foto: mps-Fotostudio
Rukka Windstopper: Der Windstopper von Rukka begeistert mit einer tollen Passform und gutem Schutz vor Wind und Wetter. Der Tragekomfort dürfte etwas höher ausfallen. Die Haube erinnert optisch an die Hauptcharaktere der Assassin's Creed-Reihe, was in gewisser Weise eine Brücke zu Robin Hood schlägt. Beziehungsweise in diesem Fall zur nächsten Sturmhaube: Rob Hood ...
Rukka Windstopper: Der Windstopper von Rukka begeistert mit einer tollen Passform und gutem Schutz vor Wind und Wetter. Der Tragekomfort dürfte etwas höher ausfallen. Die Haube erinnert optisch an die Hauptcharaktere der Assassin's Creed-Reihe, was in gewisser Weise eine Brücke zu Robin Hood schlägt. Beziehungsweise in diesem Fall zur nächsten Sturmhaube: Rob Hood ...

Rukka Windstopper

Anbieter: Rukka Deutschland, Telefon 0 40/5 5110 55, www.rukka.com

Preis: 42,95 Euro

Größen: S bis L

Herstellungsland: China

Plus: Straffe, angenehme Passform; sehr guter Wetterschutz mit optimalen Überlappungen;  Verarbeitung in Ordnung

Minus: Futterstoff recht rau; stark störende Naht direkt unter der Nase; Sichtfeld kann sich während der Fahrt verschieben; lädt sich statisch auf

Fazit: Der Windstopper von Rukka begeistert mit einer tollen Passform und gutem Schutz vor Wind und Wetter. Der Tragekomfort dürfte etwas höher ausfallen.

MOTORRAD-Urteil: gut

Foto: mps-Fotostudio
Sinisalo Rob Hood: Mit kuscheligem Fleecefutter sitzt die Rob Hood sehr angenehm auf der Haut. Der große Nasenschutz schützt prima, macht das Aufsetzen aber schwierig.
Sinisalo Rob Hood: Mit kuscheligem Fleecefutter sitzt die Rob Hood sehr angenehm auf der Haut. Der große Nasenschutz schützt prima, macht das Aufsetzen aber schwierig.

Sinisalo Rob Hood

Anbieter: Rukka Deutschland, Telefon 0 40/5 5110 55, www.sinisalo.com

Preis:
29,90 Euro

Größen: S bis XL

Herstellungsland: China

Plus: Sehr kuscheliger Fleecestoff; effektiver Windstopp; Nase gut isoliert; ordentliche Passform

Minus: Nasenschutz erschwert ein komplikationsfreies Aufsetzen des Helms; Gewebe etwas sperrig; Nähte im Kopfbereich spürbar; für Brillenträger ungeeignet

Fazit: Mit kuscheligem Fleecefutter sitzt die Rob Hood sehr angenehm auf der Haut. Der große Nasenschutz schützt prima, macht das Aufsetzen aber schwierig.

MOTORRAD-Urteil: gut

Foto: mps-Fotostudio
Wer auf der Suchenach einer ordentlichen Sturmhaube ist, die effektiv vor Wind und Wetter schützt, kann beruhigt sein. Alle Probanden liefern hier eine min­destens akzeptable Vorstellung ab. Brust, Nacken, Hals und Gesicht werden sicher vor dem Auskühlen bewahrt. Hinsichtlich Passform und Tragekomfort trennt sich aber dieSpreu vom Weizen. Ein ausführliches An- und Ausprobieren vor dem Kauf wird dringend geraten. Bei Preisen zwischen 19 und 50 Euro wäre ein Fehlkauf ziemlich ärgerlich. Dabei sollte man besonders darauf achten, dass keine rauen oder dick auftragenden Nähte die Haut auf Dauer reizen. Brillenträger sollten ein Exemplar mit recht großem Sichtfeld wählen. 

Obwohl alle Testkandidaten auf verschiedenen Kopfformen und -größen ausprobiert wurden, konnte am Ende die Forcefield Tornado+ in Universalgröße alle Tester überzeugen. Sie liegt zudem preislich im Mittelfeld und ist der MOTORRAD-Testsieger.
Wer auf der Suchenach einer ordentlichen Sturmhaube ist, die effektiv vor Wind und Wetter schützt, kann beruhigt sein. Alle Probanden liefern hier eine min­destens akzeptable Vorstellung ab. Brust, Nacken, Hals und Gesicht werden sicher vor dem Auskühlen bewahrt. Hinsichtlich Passform und Tragekomfort trennt sich aber dieSpreu vom Weizen. Ein ausführliches An- und Ausprobieren vor dem Kauf wird dringend geraten. Bei Preisen zwischen 19 und 50 Euro wäre ein Fehlkauf ziemlich ärgerlich. Dabei sollte man besonders darauf achten, dass keine rauen oder dick auftragenden Nähte die Haut auf Dauer reizen. Brillenträger sollten ein Exemplar mit recht großem Sichtfeld wählen. Obwohl alle Testkandidaten auf verschiedenen Kopfformen und -größen ausprobiert wurden, konnte am Ende die Forcefield Tornado+ in Universalgröße alle Tester überzeugen. Sie liegt zudem preislich im Mittelfeld und ist der MOTORRAD-Testsieger.

Endwertung

Wer auf der Suchenach einer ordentlichen Sturmhaube ist, die effektiv vor Wind und Wetter schützt, kann beruhigt sein. Alle Probanden liefern hier eine min­destens akzeptable Vorstellung ab. Brust, Nacken, Hals und Gesicht werden sicher vor dem Auskühlen bewahrt. Hinsichtlich Passform und Tragekomfort trennt sich aber dieSpreu vom Weizen. Ein ausführliches An- und Ausprobieren vor dem Kauf wird dringend geraten. Bei Preisen zwischen 19 und 50 Euro wäre ein Fehlkauf ziemlich ärgerlich. Dabei sollte man besonders darauf achten, dass keine rauen oder dick auftragenden Nähte die Haut auf Dauer reizen. Brillenträger sollten ein Exemplar mit recht großem Sichtfeld wählen. 

Obwohl alle getesteten Sturmhauben auf verschiedenen Kopfformen und -größen ausprobiert wurden, konnte am Ende die Forcefield Tornado+ in Universalgröße alle Tester überzeugen. Sie liegt zudem preislich im Mittelfeld und ist der MOTORRAD-Testsieger.

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