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Helm-Neuheiten 2016 Integralhelme für die Rennstrecke

Nach all den Klapp- und Jethelmen kommen 2016 wieder eine Menge sehr sportlicher Integralhelme. MOTORRAD zeigt neun neue Helm-Modelle für die kommende Motorradsaison, die eher für den Einsatz auf der Rennstrecke ausgelegt sind.

Noch auf der Suche nach einem neuen Integralhelm für die kommende Motorradsaison? Dann haben wir gute Nachrichten für Sie. Viele der Top-Marken haben jüngst neue Modelle vorgestellt, die in Kürze erhältlich sein werden oder bereits zu haben sind.

Wir haben neun neue Integralhelm-Modelle für Sie herausgesucht, die vor allen Dingen für den Einsatz auf der Rennstrecke ausgelegt sind. Mit dabei sind die Modelle X-Lite 802 RR, Shoei X-Spirit III, HJC RPHA 11, Schuberth SR2, Arai RX-7V, Sena Smart-Helmet, Icon Airframe Pro, Bell Pro Star und LS2 FF397 Vector.

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Foto: Hersteller
X-lite 802 RR.
X-lite 802 RR.

X-Lite 802 RR

Dass Nolan, respektive X-lite als Sportlinie der italienischen Marke, mit dem X-lite 802 RR einen neuen waschechten Rennhelm für die Saison 2016 bringen werde, hat unser Schwesterblatt PS bereits im vergangenen Sommer vermeldet. Jetzt konnte PS den Racing-Helm in Almeria testen. Äußerlich hat sich bis auf die Dekors eigentlich nichts geändert. Die Auswahl bei der leichteren Karbon-Variante, dem „Carbon Ultra“, ist allerdings jetzt viel größer geworden. Doch sowohl dieses Flaggschiff der Marke als auch die etwas günstigere Version mit der Duroplast-Schale haben jetzt ein neues Futter, das aus speziellen Aktivkohle-Fasern besteht.

X-lite nennt diese neue Stoff-Technologie „Carbon Fitting“. Sie soll die Schweißverdunstung unter dem Helm erheblich verbessern und für einen wesentlich besseren Wärmeaustausch unter Rennbedingungen sorgen. Tatsächlich hatte man das Gefühl, dass das neue Innenleben des X-lite 802 RR in etlichen harten Runden die Schweißbildung im Helm sehr gut aufnehmen kann. In Verbindung mit der nach wie vor sehr guten Belüftung ließ sich  der Helm über die gesamte Distanz sehr angenehm tragen. Das Helmfutter war darüber hinaus beim nächsten Turn weit weniger nass als noch beim schon sehr guten Vorgängermodell, das im PS-Helmtest (Heft 04/2013) den zweiten Platz belegt hatte und dank des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses als Kauftipp empfohlen wurde.

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Foto: Shoei
Shoei X-Spirit III.
Shoei X-Spirit III.

Shoei X-Spirit III

Mit Marc Márquez hatte Shoei in der vergangenen MotoGP-Saison das Glück, den neuen Supersporthelm X-Spirit III auch auf seine Sturztauglichkeit hin feinzutrimmen. Nun ist Márquez durch, die Entwicklung abgeschlossen, und der Nachfolger des X-Spirit II wird als neuer Premiumhelm der japanischen Marke ab März im Handel erhältlich sein. Premium spiegelt sich auch bei den Preisen wider: In Uni-Schwarz oder -Weiß kostet der Shoei X-Spirit III 699 Euro. Ab Mai folgen bunte Márquez- und Bradley Smith-Replikas für stolze 839 Euro. Was wird dafür geboten?

Natürlich eine komplett neue Helmform, die mit Abrisskante auf maximale Stabilität bei Highspeed und eine Top-Belüftung getrimmt wurde. Der eigentliche Clou aber versteckt sich unter der Fiberglasschale: eine um vier Grad verstellbare Polsterung, mit der man den Sitz auf die bevorzugte Kopfhaltung anpassen kann. Mit der Dauertest-KTM 1290 Super Duke geht es zum ersten Vollgas-Test auf die Autobahn. Und das ist unser erstes Fazit: Der neue Shoei X-Spirit III überzeugt in der Praxis durch stabilen Sitz, großes Sichtfeld und tolle Belüftung. Allerdings nerven kleine Schieber. Im MOTORRAD-Helmtest muss sich zeigen, ob die Schlagdämpfungswerte auch top sind.

Foto: HJC
HJC RPHA 11.
HJC RPHA 11.

HJC RPHA 11

In Zusammenarbeit mit MotoGP-Pilot Jorge Lorenzo entstand von HJC der RPHA11 Integralhelm als Nachfolger für den RPHA10+. Neu sind ein größeres Sichtfeld, eine verstärkte Schale, herausnehmbare Wangenpolster für den Notfall und vor allem eine bessere Be- und Entlüftung durch jetzt 25 Öffnungen in Innen- und Außenschale (vorher neun). Der Helm ist seit November im Handel und kostet ab 399,90 Euro.

Foto: Schuberth
Schuberth SR2.
Schuberth SR2.

Schuberth SR2

Schuberths Rennhelm SR1 wird ab Frühjahr vom Schuberth SR2 abgelöst. Die Neuerungen betreffen bessere Aerodynamik durch geänderte Spoiler und ein neues Visier, das mit beiden Händen bedient werden kann.

  • Preis: ab 699 Euro.
Foto: Bell
Bell Pro Star.
Bell Pro Star.

Bell Pro Star

Die Amerikaner von Bell bringen mit dem „Pro Star“ ebenfalls im Frühjahr 2016 einen neuen Karbon-Sport­helm. Er soll durch ein spezielles Flechtsystem der Karbonfasern gegenüber dem Pro-Vorgänger um 21 Prozent leichter sein. Preise für Europa gibt es noch nicht, in den USA wird der Bell Pro Star mit gut 1200 Dollar gelistet.

Foto: Arai
Arai RX-7V.
Arai RX-7V.

Arai RX-7V

Mit gewaltigem Aufwand präsentierte Arai bereits im letzten Jahr auf der Isle of Man das neue Topmodell der Japaner: den Arai RX-7V. Akihito Arai, Enkel des Firmengründers Hirotake Arai, erläuterte sichtlich stolz der versammelten Journalistenschar, was sich im Vergleich zum Vorgängermodell RX-7 GP geändert hat. Vereinfacht gesagt: fast alles. Wobei die Grundidee einer möglichst runden, weil „abrollfreundlichen“ und sehr harten Helmschale natürlich erhalten blieb – das sind immerhin die Grundpfeiler der Arai-Philosophie. Die neue Schale geriet nun allerdings noch etwas runder, noch etwas leichter (30 g) und in den besonders gefährdeten Bereichen noch etwas stabiler. Möglich macht das eine clevere, deutlich tiefer montierte Visiermechanik namens VAS (Variable Axis System).

Zudem erleichtert eine neue, viel besser zu greifende Visierverriegelung die Bedienung. Die bereits beim Vorgängermodell sehr gute Belüftung wurde ebenfalls modellgepflegt, ein um elf Prozent erhöhter Luftdurchsatz ist das Ergebnis. Mehr Platz fürs Kinn und eine komfortablere Innenausstattung gehören zu den weiteren Verbesserungen. Beim Preis änderte sich nichts: Uni-Faben (Weiß, Schwarz, Mattschwarz) ab Juli für 799 Euro, Dekore voraussichtlich ab Herbst für 999 Euro. Am Arai-Grundsatz „Kein innenliegendes Sonnenvisier“ wird nicht gerüttelt, aber immerhin kann in absehbarer Zeit ein bisheriges No-Go fallen: Aki-san verriet dem MOTORRAD-Redakteur in einem schwachen Moment, dass ein Arai-Klapphelm in der Entwicklung sei.

Foto: Sena
Sena Smart-Helmet.
Sena Smart-Helmet.

Sena Smart-Helmet

Der chinesische Hersteller Sena, der vor allem für Kommunikationssysteme und Action-Cams bekannt ist, hat mit dem „Smart-Helmet“ auf der EICMA zwar keinen echten Sporthelm präsentiert. Will aber mit einem besonderen System aus Lautsprechern und Mikrofonen einen Integralhelm entwickelt haben, der hörschädigenden Lärm etwa durch Fahrtwind eliminiert.

Nur wichtige Signale wie Sirenen, Drehzahlgeräusche vom Motor und ähnliches sollen ans Ohr gelangen, das von speziellen Lautsprechern vollkommen ümhüllt ist. Das System kann dann per Knopfdruck aktiviert werden. Durch die Karbonschale soll der Sena Smart-Helmet angenehm leicht sein. Einen Preis gibt es noch nicht.

Foto: Hersteller
Icon Airframe Pro.
Icon Airframe Pro.

Icon Airframe Pro

Über Parts Europe kommt der amerikanische Karbon-Sporthelm „Icon Airframe Pro“ nach Deutschland (www.partseurope.eu). Durch ein spezielles, fünfteiliges Innenfutter soll sich der Helm der favorisierten Kopfhaltung anpassen und optimale Sicht ermöglichen. Entlüftung, Aerodynamik und Nackenrolle sollen ebenfalls umfassend verbessert worden sein.

  • Preis: 659,70 Euro.
Foto: LS2
LS2 FF397 Vector.
LS2 FF397 Vector.

LS2 FF397 Vector

Der LS2 FF397 Vector überzeugt mit sportlicher Passform, versenkbarem Sonnenvisier und einem Gewicht von 1390 Gramm. Lasergeschnittene Innenpolster erhöhen ebenso den Komfort wie der justierbare Kinn-Windschutz.

  • Preis: 219,90 Euro.

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