Motorrad-Jethelme im Test Das Gefühl von Freiheit auf dem Motorrad - trotz Sicherheitseinbußen

Noch längst nicht ausgestorben: Jethelme. Zwar verdrängen Integral- und Klapphelme aus guten Sicherheitsgründen immer stärker offene Helme alter Schule. Doch nicht nur Nostalgiker schätzen „Jets“ als (Pflicht-)Kopfbedeckung, weil diese schlicht und einfach ein schönes Gefühl von Freiheit bieten.

Foto: Dentges

Mittlerweile sind in Deutschland Alltagsmotorradfahrer in der Minderheit. Das Motorrad wird heutzutage eher als schönes Hobby aufgefasst. „Deshalb muss der Helm für viele nicht mehr nur praktisch sein, sondern sollte in erster Linie auch gut aussehen. Man möchte wohl etwas mehr Lifestyle“, erklärt André Walek (39), Deutschland-Chef des italienischen Helmherstellers Nolan, den auch für ihn selbst unverhofften Verkaufserfolg des Modells N 20. Immerhin, der fesche Jethelm verkauft sich mehrere Tausend Mal pro Jahr, rund ein Viertel Mal so häufig wie der Integralhelm-Bestseller N 85. -Sicherlich sind Rollerfahrer nach wie vor die Hauptklientel für Jethelme, aber Branchenexperte Walek schätzt den Motorradfahrer-Anteil unter den Käufern seiner Jethelme auf rund die Hälfte.

Vor allem Chopper- und Cruiser-Fahrer, Retro-Bike-Piloten und zunehmend auch Treiber von sportlichen Naked Bikes greifen zu „Jets“. Und das, obwohl offene Helme seit Jahren nur noch eine kleine Nische in der Fahrerausstattung besetzen, weil Integralhelme bessere Sicherheit und besseren Wetterschutz bieten und Klapphelme stetig an Beliebtheit gewinnen.

Unverhofft sei dieser Erfolg auch deshalb, weil das Modell durchaus seinen Preis hat und im hart umkämpften Markt viele Extrem-Billigangebote Konkurrenz machen. Hierzulande besteht nämlich für das Tragen eines Helmes keine Normpflicht - und alles, was gewissen Vorgaben wie etwa einem Rückhaltesystem entspricht, kann als Motorradhelm angeboten werden. So tummeln sich neben sogenannten Braincap-Halbschalen auch viele aus Fernost importierte Jethelme auf dem Markt, die nicht nach der Norm ECE-2205 geprüft wurden. Solche „Murmeln“ sind teilweise gefährlich (geringe Schlagdämpfung, mieser Abstreifschutz, abenteuerliche Verschlüsse), gehen aber bei einer Polizeikontrolle durch. Bei einem Unfall mit Verletzungsfolgen kann es jedoch viel Stress mit der Versicherung geben. Unbedingt Finger weg davon! Nicht nur Walek, sondern auch andere seriöse Helmverkäufer bieten guten Gewissens deshalb nur Helme an, die von einem akkreditierten Prüfinstitut homologiert wurden (zu erkennen an der Prüfnummer, die mit „05“ beginnen muss). Am MOTORRAD-Praxistest durften ebenfalls nur Jethelme teilnehmen, die diese wichtige Sicherheitsprüfung bestanden haben. Preiswert sind sie trotzdem. Und sehen gut aus.

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Germot GM 100

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Foto: mps-Fotostudio

Anbieter: Germot, Telefon 0 61 03/45 91 00, www.germot.de; Preis: 49,90 Euro; Grössen: XS bis XXL; Farben: Mattschwarz, Silber, Schwarz

Plus
Hohe Stabilität auch bei zügiger Landstraßenfahrt; Brille lässt sich sauber integrieren; umschließt Kopf gleichmäßig und zufriedenstellend; Sonnenschirm abnehmbar

Minus
Recht gewichtig (etwa 1100 Gramm) und fühlt sich in Fahrt auch vergleichsweise schwer an, ungünstig ausbalanciert; Verarbeitung unterdurchschnittlich; Kinnriemen-Klickverschluss extrem hakig und wenig bedienungsfreundlich, Kinnriemen drückt unangenehm an Kehlkopf; Futter mit synthetischer Haptik, leicht schwitzig und kratzig schon bei Außentemperaturen um 20 Grad; laute Verwirbelungen

Fazit
Der schlecht positionierte und spärlich gepolsterte Kinnriemen drückt, der veraltete Klickverschluss kostet beim An- und Abziehen viele Nerven, und weil die Passform nicht jederkopfs Sache ist, können auf Dauer Druckstellen entstehen. Kein Tourenhelm, aber für den Stadteinsatz geht der GM 100 voll in Ordnung.

MOTORRAD-Urteil: befriedigend

Grex DJ1 Peak

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Anbieter: Nolangroup Deutschland, Telefon 07159/ 93160, www.nolangroup.de; Preis: 89,95 Euro; Größen: XS bis XXL; Farben: Mattschwarz, Mattsilber, Schwarz, Weiß

Plus
Angenehm leicht (knapp über 800 Gramm); Kinnriemen sitzt an richtiger Stelle und ist komfortabel gepolstert

Minus
Sitzt nicht, sondern liegt eher auf dem Kopf, Helm verrutscht leicht, Passform mit deutlich spürbaren Mängeln; kratziges Futter, wenig tragefreundlich, hakiger Verschluss; insgesamt sehr offene Form, zugig, selbst im Stadtverkehr verwirbelt der Fahrtwind zu lauten Geräuschen, bei Landstraßentempo sehr laut, insgesamt miserable Akustik und sehr mäßige Aerodynamik (Wackeln und Pendeln ab 80 km/h)

Fazit
Sieht interessant aus. Und hat das ECE-Prüfzeichen. Mehr Positives lässt sich jedoch zu dem Italiener kaum sagen, denn in der Sub-100-Euro-Klasse ist der vergleichsweise teure Grex ein klarer Verlierer. Schlechte Passform, schlechter Tragekomfort auf Landtour, in der City noch gerade akzeptabel - schwach.

MOTORRAD-Urteil: ausreichend

Held Classic-66

Foto: mps-Fotostudio

Anbieter: Held, Telefon 08321/66460, www.held.de; Preis: ab 59,95 Euro; Grössen: XS bis XL; Farben: Mattschwarz, Mattschwarz mit Dekor, Mattweiß mit Dekor

Plus
Gute Belüftung mittels Kanalsystem in der EPS-Helminnenschale, abnehmbarer Sonnenschirm gut und wirkungsvoll positioniert; sehr angenehmes Futter in Veloursleder-Anmutung; Ratschenverschluss lässt sich sehr gut justieren; gute Brillentauglichkeit; schön leicht (rund 830 Gramm)

Minus
Bei schnellerem Landstraßentempo laut, dröhnig, störende Fahrtwindgeräusche; Helm sitzt zu locker auf, hebt ab 80 km/h durch mäßige Aerodynamik leicht vom Kopf ab und muss deshalb extrem fest mit dem Kinnriemen fixiert werden, dadurch unangenehmes Druckgefühl

Fazit
Das Aussehen ist sehr gefällig, der Preis ebenfalls. Auch bei der ersten Anprobe punktet der Classic-66 mit leichter Handhabung und angenehmem Tragekomfort. Beim Fahren büßt er seine gute Note allerdings ein, denn wackeliger Sitz, laute Fahrtwindgeräusche und eine sehr mäßige Aerodynamik stören auf Tour.

MOTORRAD-Urteil: befriedigend

IXS HX 87 Cafe Rider

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Anbieter: IXS, Telefon 07631/18040, www.ixs.de; Preis: 89,95 Euro; Grössen: XS bis XL; Farben: Mattschwarz, Mattschwarz mit Mattweiß

Plus
Sitzt satt, umschließt prima den Kopf, Kinnriemen angenehm positioniert, lässt sich gut stramm ziehen, Ratschenverschluss sehr komfortabel; liegt stabil im Fahrtwind, auch bei zügigem Landstraßentempo, dämmt gut Fahrtwindgeräusche; hautfreundliches Futter, integrierte Sonnenblende; gute Passform für Brillenträger, keinerlei Druckstellen

Minus
Sonnenschirm (abnehmbar) bei Kurvenfahrt im Sichtfeld; Belüftungsschieber laufen etwas stramm; im Vergleich hohes Gewicht (fast 1200 Gramm); Kinnriemen zu lang, Riemenende flattert während der Fahrt

Fazit
Ein guter, beinahe schon sehr guter Jethelm. Für unter 100 Euro ein super Angebot, denn der Cafe Rider sieht mit seinem Retro-Design nicht nur klasse aus, er ist in dieser Preisliga auch eine Klasse für sich. Kein anderer Günstighelm im Testfeld verbindet Tragekomfort, Akustik und Aerodynamik so ausgewogen.

MOTORRAD-Urteil: gut

MTR Jet Fiber

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Anbieter: Louis, Telefon 040/73419360, www.louis.de; Preis: ab 39,95 Euro; Größen: XS bis XXL; Farben: Mattschwarz, Mattschwarz mit Orange, Schwarz

Plus
Kinnriemen sitzt gut und fest, Ratschenverschluss verschließt ordentlich; abnehmbarer Sonnenschirm, Druckknöpfe mit stabilem Halt; Auf- und Absetzen unkompliziert; Helmschale reicht bis über die Ohren, satter Sitz, Passform insgesamt gelungen; nur rund 900 Gramm schwer

Minus
Sonnenschirm schränkt in engen Kurven das Sichtfeld ein, optimale Blickführung dann kaum noch möglich; Brillentauglichkeit mäßig, drückt und verschiebt Brillenbügel; bei Landstraßentempo minimales, aber spürbares Wackeln

Fazit
Bei diesem Kampfpreis fällt es leicht, den Jet Fiber in seinen Warenkorb zu legen. Das Gute ist: Man wird es kaum bereuen. In der Stadt komplett ohne Tadel und mit guter Handhabung, auf der Landstraße wegen kleinerer Schwächen bei Aeordynamik und Akustik zwar kein Knaller, aber absolut okay.

MOTORRAD-Urteil: befriedigend

AGV Bali Copter

Foto: mps-Fotostudio

Anbieter: agv, Telefon 089/353964660, www.agv.com; Preis: ab 99 Euro; Größen: XS bis XL; Farben: Mattschwarz, Schwarz, Weiß sowie sieben Designs (im Bild: Chopper Black/Gunmetal)

Plus
Knackiger Sitz, aber keineswegs unkomfortabel; bequemer, gut gepolsterter Kinnriemen, Ratschenverschluss mit einfacher Bedienung und gut zu justieren; Futter mit Lederhaptik sehr tragefreundlich; brillentauglich; Kragenlappen abnehmbar

Minus
Visier liegt sehr nah an Nase an, Abrisskante störend im Blickfeld, Verwirbelungen sowie Zugluft schon bei Ortsdurchfahrten und bei moderatem Landstraßentempo; Akustik insgesamt eher mäßig, dröhnt bei 100 km/h, wenn Visier offen; Gewicht spürbar (über 1050 Gramm)

Fazit
Eigentlich ein typischer Rollerhelm, aber durch vielseitige Dekors passt der Bali Copter auch gut zu Motorrädern, vom sportlichen Naked bis hin zum Cruiser. Die Qualität ist ordentlich, der Tragekomfort richtig gut, allerdings stören Fahrtwindgeräusche und Zugluft beim forcierten Landstraßenritt.

MOTORRAD-Urteil: befriedigend

A-Style Jet

Foto: mps-Fotostudio

Anbieter: Niemann + Frey, Telefon 02151/55540, www.go-astyle.de; Preis: ab 179 Euro; Größen: XS bis XL; Farben: insgesamt neun Designs in 23 Farbkombinationen (im Bild: Damier Weiß/Schwarz)

Plus
Visier ohne Rasterung, lässt sich jedoch gut bedienen und einstellen; abnehmbarer Kragenlappen; gut positionierter Kinnriemen mit sehr bedienungsfreundlichem Ratschenverschluss

Minus
Recht schwer (über 1100 Gramm); nur bedingt brillentauglich, auf Dauer drücken die Bügel hinter den Ohren; punktuelle Druckstellen an Stirn, Passform insgesamt wenig begeisternd; ab etwa 70 km/h Zugluft und Verwirbelungen durch tendenziell zu kurzes Visier; Futter fühlt sich schwitzig und synthetisch an

Fazit
Beim Schönheitswettbewerb wäre der Italiener ganz vorne mit dabei - die Vielfalt der geschmackvollen Designs ist erstklassig, vor allem Retro-Piloten sind hellauf begeistert. Für das Geld bietet der „Styler“ jedoch im harten Praxistest etwas zu wenig, weil insbesondere der Tragekomfort zu wünschen übrig lässt.

MOTORRAD-Urteil: befriedigend

Caberg Breeze

Foto: mps-Fotostudio

Anbieter: Germot, Telefon 06103/459100, www.germot.de; Preis: 129,90 Euro; Größen: XS bis XL; Farben: Mattschwarz, Mattrosa, Mattsilber, Weiß

Plus
Absolut vorbildlich belüftet, ideal für hochsommerliche Ausflüge; leicht getöntes Visier als sanfter Blendschutz mit sauberer Verstellmechanik; abnehmbarer Kragenlappen; brillentauglich; komfortabler Ratschenverschluss; neutrale Aerodynamik; Gewicht okay (unter 1050 Gramm)

Minus
Kinnriemen ungünstig angebracht, zu nah am Kehlkopf; punktuelle Druckstellen vor allem im Schläfenbereich, Passform insgesamt eher mäßig; vergleichsweise hohe Geräuschentwicklung; Zugluft trotz geschlossenem Visier schon innerhalb von Ortschaften

Fazit
Einer der Sommerhits kommt aus Italien, in südlichen Gefilden weiß man offenbar, wie ein Helm belüftet sein sollte. Der spaci-ge, moderne Jethelm ist prima ausgestattet und solide verarbeitet. Aerodynamische Schwächen auf Tour und ein nur mittelmäßiger Tragekomfort vereiteln jedoch eine bessere Note.

MOTORRAD-Urteil: befriedigend

Held Mc Corry

Foto: mps-Fotostudio

Anbieter: Held, Telefon 08321/66460, www.held.de; Preis: 79,95 Euro; Grössen: XS bis XL; Farben: Mattschwarz mit Weiß, Schwarz mit Weiß, Weiß mit Schwarz

Plus
Umschließt vorbildlich den Kopf mit guter Abdeckung der Stirnpartie; sitzt angenehm, sehr hoher Tragekomfort, gut ausbalanciert; für Visier-Jethelm geringes Gewicht (rund 950 Gramm); einfach zu bedienender Ratschenverschluss; sehr angenehmes Futter; tauglich für Brillenträger

Minus
Bei Lichteinfall von hinten starke Reflexionen am Visier; Visier-Rasterung etwas zu grob gestuft; leicht störende Verwirbelungsgeräusche ab 70 km/h; bei geschlossenem Visier liegt die Abrisskante im Blickfeld des Fahrers, ab 100 km/h feiner Luftstrom in Richtung Augen

Fazit
Wunderbar ausgewogener, komfortabler Jethelm, der vor allem auf Überlandtour mit guter Aerodynamik überzeugt. In Ortschaften ist er jedoch „offen“ genug, um vom Verkehrsgeschehen um einen herum viel mitzubekommen. Die wenigen Minuspunkte des Mc Corry sind bei diesem Preis verzeihlich.

MOTORRAD-Urteil: gut

Highway.1 Kansas

Foto: mps-Fotostudio

Anbieter: Louis, Telefon 040/73419360, www.louis.de; Preis: ab 69,95 Euro; Größen: XXS bis XL; Farben: Anthrazit mit Dekor, Schwarz, Schwarz mit Dekor, Weiß mit Dekor

Plus
Visier bietet innerhalb des Testfelds den besten Wetterschutz, hält Fahrtwind auch bei zügigem Landstraßentempo verwirbelungsfrei und effizient ab; auch in sehr kleinen Größen erhältlich

Minus
Kratziges, schwitziges Futter; fummeliger Klickverschluss; wirkt schwerer als er ist (etwa 1100 Gramm); Tragekomfort durch Druckstellen deutlich spürbar eingeschränkt, fällt für jeweilige Größe extrem klein aus, Druckstellen am Ohr, für Brillenträger kritisch; Pfeifgeräusche ab 60 km/h; reagiert aerodynamisch etwas träge bei Schulterblick

Fazit
Über den Preis kann man nun wirklich nicht meckern. Über mäßige Passform und Tragekomfort sowie über die nur wenig komfortable Handhabung hingegen schon. Der gute Wetterschutz durch das großflächige Visier ist für Pendler, die auch bei Schlechtwetter unterwegs sind, wiederum ein echter Segen.

MOTORRAD-Urteil: befriedigend

Nolan N 20

Foto: mps-Fotostudio

Anbieter: Nolangroup Deutschland, Telefon 07159/ 93160, www.nolangroup-.de; Preis: ab 154,95 Euro; Grössen: XXS bis XXL; Farben: Schwarz, Silber, Weiß   sowie in fünf unterschiedlichen Designs (im Bild: Caribe)

Plus
Liegt ausgewogen und harmonisch im Fahrtwind, fühlt sich leichter an als das tatsächliche Gewicht (ca. 1050 Gramm); Ratschenverschluss mit einfacher Bedienung; auf Landstraßenfahrt kaum Störgeräusche; brillentauglich

Minus
Im Stadtverkehr beinahe schon zu geräuschgedämmt; Kinnriemen nicht ausreichend gepolstert und ungünstig positioniert mit spürbarem Druck auf Kehlkopf; Visier je nach Lichteinfall mit störenden Reflexionen; Rasterung von Visier sehr grob

Fazit
Sehr ordentlich gemachter Jethelm mit angenehm neutraler Aerodynamik auf Tour. Die vorbildliche Größen-Bandbreite und eine große Auswahl an Farben und Designs machen es einem leicht, sich für den soliden N 20 zu entscheiden. Im Stadtverkehr wirkt der Italiener aber etwas zu verschlossen.

NZI Flow

Foto: mps-Fotostudio

Anbieter: Polo, Telefon 02165/8440200, www.polo-motorrad.de; Preis: 119,95 Euro; Größen: XS bis XL; Farben: Pink, Mattschwarz

Plus
Weich gepolsterter Kinnriemen gut zu justieren, Ratschenverschluss leichtgängig, komfortabel zu öffnen und schließen; brillentauglich; angenehme Velourslederhaptik des Futters; extrem gute Belüftung bei sommerlichen Temperaturen durch effiziente Lufteinlässe; insgesamt satter Sitz; neutrale Aerodynamik

Minus
Wahrnehmbare Geräuschentwicklung schon bei Stadttempo, starke Pfeifgeräusche auf der Landstraße; Zugluft trotz geschlossenem Visier, in erster Linie nur reiner Steinschlag- oder Insektenschutz; Gewicht relativ hoch (etwa 1100 Gramm); leichte Druckstellen an Ohren

Fazit
Wenn es im Sommer auf Tour gehen soll, spielt der gut belüftete Spanier seine Stärke aus. Leider nerven aber Störgeräusche schon bei geringer Geschwindigkeit, und ein Leichtgewicht ist der Flow auch nicht. Wegen seiner passablen Aerodynamik und Handhabung dennoch ein guter und günstiger Helm.

MOTORRAD-Urteil: gut

Foto: Archiv

Endwertung

Erstaunlich: Preishammer wie der Held Mc Corry oder der sehr ordentliche MTR punkten sich munter nach vorn, während der A-Style bei den Visier-Jets sowie der Grex bei den klassischen Jethelmen - beide im direkten Vergleich eher teuer - nur hintere Plätze belegen. Kann bedeuten, dass in der Günstig-Liga Vertrieb, Marketing und Werbung den Verkaufspreis stärker beeinflussen als die Produktqualität selber. Macht aber nichts, denn keiner der getesteten Helme ist richtig übel und gefährlich. Fast alle empfehlen sich somit mindestens als praktischer Zweithelm.

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