19 Bilder
Skully AR-1.

Motorradhelm Skully AR-1 mit Head-up-Display Game Over

+++ UPDATE: Aus und vorbei. Nachdem vor zwei Wochen die beiden Skully-Gründer Marcus und Mitch Weller von den Investoren vor die Tür gesetzt wurden, ist das junge Start-Up-Unternehmen nun am Ende. +++

+++ Update (27.07.2016): Schicht im Schacht für den Skully AR-1. Was sich in den vergangenen Monaten angedeutet hat, ist nun Fakt. Nachdem das junge Start-Up-Unternehmen die Auslieferung des Motorradhelms mit Head-up-Display mehrfach verschoben hat und die beiden Gründer vor zwei Wochen von der Investoren-Gruppe vor die Tür gesetzt wurden, ist nun endgültig Schluss.

Die Investoren-Gruppe hat sich dazu entschlossen, das Unternehmen zu schließen. Knapp 50 festangestelle Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz. Insgesamt sollen circa 1500 Exemplare des Helms vorbestellt worden sein. Spannend wird sein, was mit den bereits bezahlten Geldbeträgen geschieht. Sicher ist bislang nur, dass Investoren der Crowdfunding-Kampagne kein Geld erstattet bekommen. Wie es mit Bestellungen aussieht, die auf der offiziellen Website getätigt wurden, ist bisher nicht bekannt. Die Chancen auf eine Rückerstattung dürften allerdings überschaubar sein.

Anzeige

Update (15.07.2016): Firmengründer vor die Tür gesetzt

Nachdem die nächste Auslieferungs-Deadline verpasst wurde, haben sich die Investoren von den beiden Firmengründern Marcus Weller (CEO) und Mitch Weller (Chef des Stabes) getrennt. Martin Fitcher, bisheriger COO, wird der neue CEO des Unternehmens und soll den Markteintritt des Skully AR-1 nun vorantreiben.

Neben den verstrichenen Deadlines gab es laut Martin Fitcher weitere Differenzen zwischen dem Führungsstab und den beiden Weller-Brüdern. Nachdem die Gründer 2013 angekündigt haben, dass der Skully AR-1 vollständig in den USA produziert werden soll, wurde zuletzt bekannt, dass der Helm derzeit in Kooperation mit MHR (LS2) in Asien produziert wird. Bisher sind durch Investments und Crowd-Funding-Kampagnen insgesamt 15 Millionen US-Dollar in das Projekt eingeflossen. Ob davon noch etwas übrig ist und ob der Skully AR-1 jemals finalisiert wird, darf zumindest bezweifelt werden.

Anzeige

Update April 2016 - Liefertermin erneut verschoben

Der Skully AR-1 sollte ursprünglich ab Mai 2015 lieferbar sein, doch dann wurde die Markteinführung auf Dezember 2015 verschoben. Nun wird's noch später: Laut der offiziellen Website soll die Auslieferung im Spätsommer 2016 beginnen. Der Hersteller hat mittlerweile auch Gründe für die Verzögerung genannt: Man habe den Schritt vom Prototypen zum Massenprodukt unterschätzt. Aufgrund von Kostengründen musste die Hauptplatine, die für die Elektronik zuständig ist, neu konzipiert werden. Laut Skully ist die Entwicklung der einzelnen Komponenten mittlerweile abgeschlossen. Die Massenproduktion soll am 20. April 2016 beginnen. Nach weiteren Tests und einer erfolgreichen Zertifizierung des Endprodukts soll letztlich die Auslieferung an den Kunden beginnen.

Auch beim Preis hat Skully einige Anpassungen vorgenommen. Nachdem in der Vergangenheit von 1400 US-Dollar für die USA und 1500 US-Dollar für Europa die Rede war, ist der Skully AR-1 nun für 1499 US-Dollar in den USA vorbestellbar. Für eine Lieferung nach Deutschland fallen zudem zusätzliche Kosten an. Bei einem von uns simulierten Kauf kam so ein Preis von insgesamt 1828,78 US-Dollar zustande.

Ursprüngliche Meldung zum Skully AR-1 (September 2014)

Ein Motorradhelm mit einem transparenten Display, Sprachsteuerung und einer rückwärtigen Kamera mit 180-Grad-Blickwinkel begeistert Motorradfans derzeit auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo. Ein junges Startup-Unternehmen hatte am 10. August 2014 die Kampagne für den Skully AR-1 gestartet und als Ziel 250.000 US-Dollar angegeben. Bereits vier Tage später wurde dieses Ziel um 436 Prozent übertroffen. Insgesamt konnten 2.446.824 US-Dollar gesammelt werden.

Das Konzept des Integralhelms erinnert in seinen Grundzügen an die Datenbrille Google Glass. Besonders die Kamera auf der Rückseite des Helms in Kombination mit dem im Visier intergrierten Display, die Fahrern einen Blick auf das Verkehrsgeschehen im Rücken ermöglichen soll, begeistert so manch Interessenten. Zusätzlich soll sich die Navigation durch das kleine Display im Auge behalten lassen. Mithilfe der Sprachsteuerung kann während der Fahrt Befehle an das Smartphone übermittelt werden. Wobei das auch Kommunikationssysteme können, die bereits auf dem Markt sind.

Akku soll bis zu neun Stunden halten

Über Bluetooth kann der Skully AR-1 mit dem Smartphone verbunden werden. Der Akku soll neun Stunden lang halten, bevor er über microUSB wieder aufgeladen werden muss. Dank einer GPS-Antenne beherrscht der Helm zudem auch die Straßennavigation. Zusätzlich können Straßenkarten und andere Apps (die in Zukunft erscheinen sollen) auf dem integrierten Speicher abgespeichert werden können. Als Betriebssystem kommt Android zum Einsatz.


Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote