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Im südspanischen Almeria konnten wir den neuen Nolan N44 bereits ausprobieren.

Nolan N44 und X-lite 802 R Neuer Allround-Helm und weiterentwickelter Integralhelm

MOTORRAD online hat bereits beide Helme ausprobiert. Dafür ging es ins südspanische Almeria. Der Nolan N44 kam auf der Landstraße auf einer BMW F 800 R und einer R 1200 R zum Einsatz, der X-lite 802 R auf der Rennstrecke mit einer BMW S 1000 RR.

Beim Nolan N44 fällt zuerst einmal das großflächige Visier auf, welches komplett über den Kinnbügel reicht. Das führt Hände und Finger anfangs in die Irre, die bisher bei seitlichen Fingertabs oberhalb des Kinnbügels fündig wurden. Beim N44 befindet sich der Fingertab mittig, deutlich unterhalb des Kinns, der vordere Lufteinlass fällt groß aus und ist im unteren Drittel des Visiers angebracht. Die Motorik benötigt ein bisschen Eingewöhnung, die Augen nicht  ̶  das Sichtfeld ist angenehm groß.

Die Sonnenblende klappt per seitlichem Schieber runter und schnalzt auf Knopfdruck wieder hoch. Noch mehr Knöpfe können bei geöffnetem Visier am Kinnbügel des Nolan N44 gedrückt werden, zwei an der Zahl. Dann lässt sich der Kinnbügel abnehmen – praktisch für Brillenträger, die lieber den Kinnbügel statt der Sehhilfe bewegen, und solche, die gerne mal unten ohne fahren, also Jethelm tragen. Zum Offroadhelm wird der Nolan N44, indem man das Visier bis zum Anschlag öffnet, den Knopf am Scharnier drückt, das Visier wegzieht und stattdessen den Sonnenschild einrasten lässt. Der Helm macht einen wertigen Eindruck, allerlei Umbauten gehen schnell von der Hand.

Der Nolan N44 ist mit einem Zahnriemenverschluss versehen, wiegt 1495 Gramm und ist kompatibel mit dem Kommunikationssystem n-com B4. Bis 100 km/h läuft die Verständigung problemlos, wird zügiger gefahren, muss der Lautsprecher im Helm dementsprechend lauter gestellt werden. Nach etwas Eingewöhnung ist das während der Fahrt aber kein Problem. Der N44 wird in zwei Außenschalengrößen gefertigt und ist in den Größen XXS bis XXL erhältlich.

Über 120 km/h wird der Fahrtwind im Nolan N44 schon hörbar. Zügigere Landstraßenfahrten oder Einsätze auf der Rennstrecke fallen eher in das Aufgabengebiet des X-lite X-802 R. Der Integralhelm basiert auf dem 802 und wird in drei Außenschalengrößen produziert. Innenschale und Polsterung wurden modifiziert, Wangenpolster gibt es in unterschiedlichen Stärken. Die Helmschale besteht aus einer Mischung aus Kohlefaser, Glasfaser und Kevlar, am Kinn fixiert ein klassischer Doppel-D-Verschluss. 1250 Gramm bringt der X-lite X-802 R in Größe M auf die Waage. Der Helm ist angenehm zu tragen und die Polster liegen flächig auf.

Das Innenvisier ist mit einer zusätzlichen Silikon-Dichtkante versehen. Die Wippe an der linken Visierbefestigung ver- und entriegelt das Visier. Eine Visierstellung mit schmalem Luftschlitz kann die Wippe ebenfalls fixieren. Zum Visierwechseln werden die seitlichen Elemente bei geöffnetem Visier gedrückt und das Visier nach vorn weggezogen. Optional ist ein 2D-Racing-Visier mit Vorbereitung für Abreißvisiere erhältlich.

Der X-lite X-802 R ist in den Größen XS bis XXL erhältlich, die Preisspanne liegt zwischen 449,50 und 579,50 Euro.

Im südspanischen Almeria konnte MOTORRAD online bereits den Nolan N44 ausprobieren.

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