Produkttest: Enduro-Tourenhelme Sieben Endurohelme im Vergleichstest

Sich fies den Dötz einschlagen - davor sollen geprüfte Helme schützen. Sich über den passenden Helm zum Ausflug jedesmal den Kopf zerbrechen - davor sollen einen die sieben getesteten Enduro-Tourenhelme bewahren. Keine leichte Aufgabe, denn für Gelände und Straße gelten jeweils andere Spielregeln.

Foto: MPS-Fotostudio

Ein paar Hundert Kilometer Autobahn auf der Anreise. Vollgas, 200 Sachen, geht ja mit zwei oder drei Zylindern und 100 PS. Dann ein perfektes Landstraßen-Intermezzo, die Sonne steht schon tief und ballert von vorn. Kein Problem, Sonnenblende und Schirm regeln das. Auf der düsteren Passstraße wird es kühl, und es beginnt zu regnen, doch das komfortabel verschließbare Visier hält dicht. Reiseziel am nächsten Tag erreicht. Das Schotterdorado, der Dünenkamm, der waldige Trampelpfad, der gepflügt werden möchte. Hier soll unser Traumhelm weitere Superkräfte entwickeln; denn es kann nur einen geben. Wer will schon auf das große Abenteuer gleich mehrere Helme mitschleppen? Also, einer muss es bringen: der perfekte Tourenhelm für Endurofahrer.

So, und nun noch mal zurückspulen: Vollgas, 200 Sachen … Au Backe, schon mal ausprobiert, hoch thronend auf einer Geländemaschine? Fühlt sich an wie in den Höhen des Himalaja, wenn böse Wetterkapriolen lebensmüde Bergsteiger in die Schlucht fegen. Oder wie oben in der Takelage eines Viermasters mitten in den Wogen der "Roaring Forties" und "Howling Fifties" kurz vor Kap Hoorn. Kurzum, wenn einem so richtig derbe der Wind um die Ohren bläst. Nun zurück zu unserem Wunderhelm. Und zur Realität. Bei diesem Tempo zieht der für Endurohelme typische, großflächige Schirm - der bestimmungsgemäß als Blendschutz und als Schild gegen aufspritzende Steine und Matschpackungen von vorwegfahrenden Stollenrittern gedacht ist - den Kopf nach hinten wie ein gestandener Judomeister. Nach wenigen Sekunden hat es sich ausgeträumt. Neuneinhalb von zehn Fahrern drehen den Gashahn nun wohl demütig wieder zurück. Erst dann gibt der Helm Ruhe. Im wahrsten Sinne, denn konstruktionsbedingt ist die hier vorgestellte Gattung Helm einfach nicht für Highspeed auf deutschen Autobahnen ausgelegt, und der Lärmpegel ab Tempo 130 ist im Vergleich zu herkömmlichen Straßen-Integralhelmen enorm.

Ein Top-Ergebnis als Allrounder werden die Helme also nicht einfahren, so weit, so gut. Beziehungsweise schlecht für denjenigen, der mit seiner dicken Enduro gerne rast - ihn wird dieser Test nicht weiter interessieren, er sollte sich lieber bei Straßenhelmen umtun. Allen anderen sei angeraten: bitte weiterlesen. Denn gut sind diese Helme trotzdem, wie der Praxistest zeigte. Besonders, wenn die Route ausschließlich über Landstraßen und auch mal etwas abseits davon führen soll. Preislich liegen die Testkandidaten weit auseinander. Der Airoh S4 und der Uvex Enduro sind die einzigen Thermoplast-Helme, wurden also vergleichsweise kostengünstig im Spritzgussverfahren hergestellt, und sind deshalb unter 200 Euro zu haben. Eigentlich sind solche Helme relativ schwer, doch diese beiden Modelle liegen beim Gewicht im guten Mittelfeld: vorbildlich. Und Probleme mit einer höheren Anfälligkeit gegen UV-Strahlung (schnellere Alterung, kürzere Lebensdauer) gehören bei Thermoplast-Helmen aufgrund von Speziallacken mittlerweile der Vergangenheit an. Sowohl der Airoh als auch besonders der toll gemachte Uvex unterscheiden sich auf den ersten Blick jedenfalls kaum von den mindestens doppelt so teuren anderen Testkandidaten.

Die Duroplast-Helme sind aber meist besser ausgestattet, wie ein genauerer Blick offenbart. Sehr langlebige Glasfasern, Kevlar und teilweise Karbongeflechte, hochwertigere Visiere, bessere Belüftungsmöglichkeiten, außerdem äußerst angenehme Futter sowie straffe, gleichzeitig aber sehr komfortable Polster - damit schmeicheln sich Arai, BMW, Shoei, X-Lite und Uvex mit dem SLT ein. Sie sitzen astrein knackig, man fühlt sich aber nicht beengt (außer beim BMW) und sofort zu Hause. Und die 100 Gramm weniger, die der Uvex SLT etwa gegenüber dem Standard-Enduro durch leichteres Material einspart, sind sowohl im Gelände als auch bei höherem Tempo auf der Autobahn ein spürbarer Bonus. Die günstigeren Helme sind außerdem lauter und liegen im Vergleich längst nicht so stabil im Wind, weil die aus billigeren Kunststoffen gefertigten Schirme sich stärker verwinden. Unterm Strich lohnt speziell für Tourenfahrer also die Mehrausgabe für die besagten Helme der oberen Mittelklasse; denn gerade auf Langstrecken erweisen sich die teureren Enduro-Integralhelme als souveränere Reisepartner.

Noch eine bedauernswerte Notiz zu Uvex: Der Traditionshelmbauer streicht im Motorradbereich die Segel. Zu unprofitabel, sagt die Geschäftsleitung. Der MOTORRAD-Praxistest fand jedoch vor dem Rückzug aus dem Geschäft statt, und die verdient gut benoteten Helme sind nach wie vor im Handel. Die Ersatzteilversorgung ist laut Uvex für die nächsten Jahre gewährleistet, Schnäppchenjäger könnte der Abverkauf dementsprechend stark interessieren. Mit keinem der getesteten Helme macht man etwas falsch, das ist die gute Nachricht. Doch von Werbeaussagen sollte man sich nicht blenden lassen. Die On/Offroad-Murmeln sind wahrlich keine Alleskönner, sondern nur ein Kompromiss. Für stilsichere Reiseenduristen aber sicher ein Kompromiss, mit dem es sich gut leben und fahren lässt.

Anzeige
Foto: Dentges

So testet MOTORRAD

Die Sicherheit eines Helms ist natürlich entscheidend. Alle Helmmodelle in diesem Test wurden schon zur Zulassung für den europäischen Markt nach der Norm ECE-R 22.05 (Stoßdämpfung, Abstreiftests etc.) geprüft und sollten nach Homologation den sogenannten HIC-Wert (Head Injury Criterion, ein festgelegtes Maß für die zu erwartenden Schädel-Hirn-Verletzungen) von 2400 nicht überschreiten. Dafür bürgt der Prüfsticker am Kinnriemen. MOTORRAD beschränkte sich deshalb auf einen reinen Praxistest, das Kriterium "Sicherheit" ist bei allen Kandidaten gleich und wird deshalb in der Schlussbewertung nicht weiter aufgeführt. Mit unterschiedlicher Gewichtung beurteilten mehrere MOTORRAD-Redakteure bei Fahrtests auf Landstraße, Autobahn und im Gelände sowie bei "Trockenproben" die sieben Helme nach folgenden Punkten:

Tragekomfort: je leichter, desto besser. Allerdings spielt es auch wichtig, wie gut ein Helm ausbalanciert ist. Effiziente Belüftungen (und etwaige Einstellmöglichkeiten) spielen bei der Klimatisierung und somit für den Tragekomfort eine große Rolle. Sehr wichtig ist auch die Passform, die je nach Kopfform unterschiedlich wahrgenommen und bewertet wurde. Außerdem entscheidend für den Komfort: Futter und Polster.Handhabung: Wie leicht sind Ein- und Ausstieg, hakt es bei Brillenträgern, wie lassen sich Verschluss, Lufteinlässe, Visier, Polster etc. bedienen und ggf. wechseln?Akustik und Aerodynamik: Wurde bei Tempo 80 bis 100 (Landstraße) sowie bei Autobahntempo bis 180 km/h bewertet.Sichtfeld: Wie gut ist der horizontale und vertikale Sichtbereich in Fahrt?Ausstattung/Verarbeitung: Materialgüte, Fertigungs- und Lackqualität, Umfang und Praxistauglichkeit der Ausstattungs-Features wie Windabweiser, Sonnenblende, Schirm, Anti-Beschlag-Visier etc.

Anzeige
Foto: Archiv

Sonderwertung Offroad

Kein Vollblut-Endurist würde wohl ernsthaft einen der hier vorgestellten Helme mit zum Wettkampf nehmen. Allein schon das Gewicht: Beinahe um die Hälfte schwerer als aktuelle Crosshelme sind diese Tourenmurmeln. Und mit einem Visier zum Klappen klappt es auf einem selektiven Rundkurs auch nicht besonders gut, denn feuchter, schneller Atem lässt die Scheibe in der Regel stark beschlagen. Normalerweise wird beim Sport mit geeigneter Umschnallbrille gefahren, Punkt. Nichtsdestotrotz sollten endureske Integralhelme zumindest auch für gelegentliche Ausflüge im härteren Gelände taugen (für Fernreisen ein Argument). Testfahrten auf recht planen Schotterstraßen und unbefestigten Traktorwegen stellten die Kandidaten nur wenig auf die Probe. Alle sieben Testhelme funktionierten auf diesem losen Grund ähnlich wie auf der Landstraße, sind für seichte Endurowanderungen also absolut geeignet. Erst eine Härteprüfung trennte die Spreu vom Weizen. MOTORRAD-Top-Tester Karsten Schwers, der nicht nur beruflich, sondern auch privat gerne mit allem, was zwei Räder hat, im Renntempo über Stock und Stein fährt (und springt), kam der geniale Einfall: BMX. Während sich jetzt einige Leser rührselig an eine Kindheit/Jugend in den 1980ern erinnern, sei allen anderen erklärt, dass BMX eine Radrennsportart ist.

"Parcour mit vielen Sprüngen, heftigst", meint Karsten, der als fast 40-jähriger Motocrosser und Endurist zusätzlich auch heute noch aktiver BMX-Racer ist (angeblich nur seinen Kindern zuliebe …). Also: ab auf die Bahn, yippie! Mit dem BMW und dem X-Lite ist kein Meter zu machen. Bei diesen eher geschlossenen Helmen mit Kinnteil nah am Mund kann fast nur mit offenem Visier gefahren werden, und insgesamt schotten sie einen sehr fahraktiven Fahrer zu stark von der Strecke ab. Der Shoei, ähnlich wie BMW und X-Lite voll auf Straße getrimmt, kommt leichtfüßiger daher und punktet mit gutem Sichtfeld. Der schwere Arai indes ist gut ausbalanciert, das weiter vorstehende Kinnteil bringt gute Belüftung und somit flotte Runden auf dem Parcours. Bei Sprüngen wird das Sichtfeld allerdings durch den langen, tief sitzenden Schirm etwas eingeschränkt. Die beiden Uvex verfügen hingegen über einen effizienteren Verstellbereich des Schirms, dieser schützt sowohl gegen starken Lichteinfall als auch gegen Matsch und Steinschlag. Offroad-Gene, unverkennbar. Und der Airoh? Sein großes Manko auf der (Schnell-)Straße, nämlich die (zu) starke Belüftung, verwandelt sich auf der Geländebahn zum Riesenbonus: Testsieger Gelände.

Foto: MPS-Studio

Airoh S4

Anbieter:
Büse, Telefon 0 24 71/12 69, www.buese.com; Preis: 189,95 Euro (209,95 Euro mit Dekor); Größen:
XS bis XL
Plus
Überdurchschnittliche Belüftung, vergleichsweise geringes Gewicht (unter 1500 Gramm), herausnehmbare, waschbare Polster, insgesamt eher komfortable Passform.
Minus
Kinnbelüftung ohne Verschließmöglichkeit, unter 20 Grad deshalb kaum noch tourentauglich. Schon bei Landstraßentempo auffällig laut, sehr unruhig bei höheren Geschwindigkeiten (über 130 km/h), Schirm verwindet sich deutlich, knarziges Material, Ausstattung mäßig, Visierwechsel vergleichsweise umständlich.

Fazit
Das Visier ist beinahe das Einzige, was bei diesem Vollblut-Endurohelm auf Tourentauglichkeit hindeutet. Für kürzere Ausflüge voll okay, bei längeren Trips oder häufigen Autobahnetappen ist der S4 aber fehl am Platz. Enduristen freuen sich über die Geländetauglichkeit - und wohl alle über den fairen Preis.

MOTORRAD-Urteil:
befriedigend

Foto: MPS-Studio

Arai Tour X3

Anbieter:
Arai Deutschland, Telefon 0 28 02/94 84 80, www.araideutschland.de; Preis: 579 Euro (679 mit Dekor);
Größen:
XS bis XXL
Plus
Gute Größenvielfalt durch wechselbare Polster, hohe Fertigungsqualität, ausgezeichnete Passform, gut funktionierender Doppel-D-Verschluss, gute Belüftung, voll brillentauglich, beschlaghemmendes Pinlock-Visier mit Verriegelung.
Minus
Mit über 1700 Gramm in Größe M schwerster Helm im Test, vergleichsweise großflächiger Schirm zieht Kopf ab Tempo 130 unangenehm nach hinten, behindert außerdem etwas das horizontale Sichtfeld.

Fazit

Sehr ausgewogener Helm. Und das im wahrsten Sinne, denn trotz des hohen Gewichts sitzt der Helm gut ausbalanciert auf dem Kopf, vermittelt hervorragenden Tragekomfort. Ausgewogen auch im übertragenen Sinn: Der Tour X3 ist nirgends spitze (außer beim Preis), dafür aber ein verlässlicher Reisepartner.

MOTORRAD-Urteil: gut

Foto: MPS-Studio

BMW Enduro

Anbieter:
BMW Motorrad, Telefon 01 80/5 00 19 72, www.bmw-motorrad.de; Preis: 490 Euro; Größen:
53/54 bis 63/64
Plus
Sehr tragefreundliches Futter, mit Abstand beste Aerodynamik im Testfeld, leicht (um 1400 Gramm), leise, wirksame Belüftung am Oberkopf, hochwertige Kunststoffe, Polster herausnehmbar.
Minus
Passform wurde trotz unterschiedlicher Kopfformen von allen Testern stark bemängelt, Ein- und Ausstieg aus dem Helm zudem sehr krampfig, Doppel-D-Verschluss etwas hakig, Lufteinlässe bei Kinnbelüftung kaum wirksam, Schirmverstellbereich eher dürftig.

Fazit

Kaum Geräusche, weil einem die Ohren regelrecht "zugehalten" werden? Spekulation, aber der Praxistest zeigte: Der Helm ist erstaunlich leise, drückt aber fies. Die Passform vereitelt jedenfalls ein besseres Ergebnis. Sitzt bei einem jedoch alles prima, zugreifen: bester Straßenhelm in der Enduroklasse.

MOTORRAD-Urteil: gut

Foto: MPS-Studio

Shoei Hornet DS

Anbieter:
Shoei, Telefon 02 11/1 75 43 60, www.shoei -europe.com; Preis: 459 Euro (559 Euro mit Dekor);
Größen:
XXS bis XXL
Plus
Ordentliche Aerodynamik (bis Tempo 150), gute Größenbandbreite, Belüftungen an Kinn, Stirn und Oberkopf sehr wirksam, hoher Tragekomfort (unter 1500 Gramm), Polster herausnehmbar, Verarbeitung gut, beschlaghemmendes Pinlock-Visier.
Minus
Schirmverstellung etwas kompliziert (abgedeckt durch Blende) und wenig variabel, Kinnteil für anspruchsvollere Geländeeinsätze zu nah an Mund, Geräuschdämmung nur Durchschnitt, laut ab Tempo 130.

Fazit
Je länger man ihn trägt, desto symphatischer wird der Hornet DS. Er vereitelt kein Enduroabenteuer, steckt auch eine stramme Autobahneinheit gut weg, zeigt sich auf der Land-straße als sehr angenehmer Reisekumpel und sammelt so die meisten Punkte. Hat seinen Preis, ist ihn aber auch voll wert.

MOTORRAD-Urteil: gut

Foto: MPS-Studio

Uvex Enduro

Anbieter:
Uvex, Telefon 0911/97740, www.uvex -sports.de; Preis: 199,95 Euro (229,95 Euro mit Dekor);
Größen:
XS bis XXL
Plus
Sehr gute Schirmverstellung (dreifach), Passform gut, liegt insgesamt satt an, Ratschenverschluss gut zu bedienen, Visier mit sehr guter Durchsicht und wirksamer Anti-Beschlag-Ausstattung, Visier- und Schirmwechsel stressfrei, herausnehmbare Polster.
Minus
Helmschirm verwindet sich ab Tempo 130, Lautstärke und Aerodynamik ab Tempo 150 zunehmend schlechter und kaum dauerhaft erträglich, keine Visierverriegelung, Polster straff, Einstieg etwas unbequem.

Fazit
Der Standard-Enduro als günstige Thermoplast-Alternative wiegt nur rund 1450 Gramm, kommt mit 1a-Visier daher und ist einer der Geländespezialisten. Bei Tragekomfort und Aerodynamik verliert er aber deutlich gegenüber dem teureren SLT, ansonsten wäre er für 200 Euro ebenfalls ein Kauftipp.

MOTORRAD-Urteil: gut

Foto:

Uvex Enduro SLT

Anbieter:
Uvex, Telefon 0911/97740, www.uvex -sports.de; Preis: 369,95 Euro (399,95 Euro mit Dekor);
Größen:
XS bis XXL
Plus
Gute Brillentauglichkeit, Akustik und Aerodynamik auf ordentlichem Niveau und für Landstraße voll befriedigend, sehr angenehme Polster und hautfreundliches Futter, Visier- und Schirmwechsel kinderleicht, Ratschenverschluss einfach zu handhaben, knackiger, aber klasse Sitz- und Tragekomfort. Visier erstklassig, Polster herausnehmbar.
Minus
Schwächelt auf der Autobahn jenseits von 150 km/h, flatterig und Geräuschniveau dann recht hoch, keine Visierverriegelung.

Fazit
Hochwertiger Helm aus Karbon, Glasfaser und Kevlar mit äußerst geringem Gewicht (um 1350 Gramm). Und dieses Paket gibt es zum absolut fairen Preis. Außerdem einer der besten Enduro-Tourenhelme fürs gröbere Gelände. Motorrad-Offroad-Abenteurer werden ihn lieben. Kaufen! Solange noch möglich.

MOTORRAD-Urteil: gut

Foto: MPS-Studio

X-Lite X-551

Anbieter:
Nolangroup Deutschland, Telefon 07159/ 93160, www.nolangroup.de; Preis: 429,50 Euro (479,50 Euro mit Dekor);
Größen:
XS bis XXL
Plus
Einfacher Visierwechsel und Schirmverstellung mittels Handschrauben, einziger Helm im Test mit integrierter Sonnenblende, beschlaghemmendes Pinlock-Visier, gut funktionierender Doppel-D-Verschluss, brillentauglich.
Minus
Ein- und Ausstieg eng, Kinnteil sehr nah am Gesicht, auffällig laut ab Tempo 100, Verstellbereich des (für Offroad-Aktivitäten zu kurzen) Schirms eher gering, hohes Gewicht (über 1600 Gramm in Größe M).

Fazit
Verlässt man die Landstraße gen Autobahn, bereitet der X-551 wenig Freude, weil zu laut. Und im Gelände fühlt sich dieser auf Offroad geschminkte (schwere) Straßenhelm noch unwohler. Gnädig stimmt aber die Top-Ausstattung mit äußerst praktischer, innen liegender Sonnenblende. Touristen mögen das.

MOTORRAD-Urteil: gut

Foto: Archiv

MOTORRAD-Endwertung / Hitlisten der Redakteure

Fazit:

Die selbst ernannten Eier legenden Wollmilchsäue lassen Federn und Haare, und irgendeine Sau muss immer sterben. Testergebnis: Kein Kandidat ist richtig, richtig gut. Aber gut sind sie trotzdem, sogar der Airoh, der "nur" Gesamtnote 3 bekommt (dafür aber im Gelände auftrumpft). Sie sind laut, schwer und flatterig - für Autobahntouristen klar ein Fehlkauf. Sehen aber scharf aus. Für Reiseenduristen lohnt eine Probefahrt.


Die Hitlisten der Redakteure:

Klaus Herder (48)

1. Uvex Enduro
2. Shoei Hornet DS
3. Arai Tour X3
...
7. Airoh S4

Jörg Lohse (41)
1. Arai Tour X3
2. Shoei Hornet DS
3. X-Lite X-551
...
7. Uvex Enduro

Mike Schümann (44)
1. Shoei Hornet DS
2. BMW Enduro
3. Uvex Enduro
...
7. Arai Tour X3

Thorsten Dentges(39)

1. Uvex Enduro SLT
2. Shoei Hornet DS
3. Arai Tour X3
...
7. Airoh S4

Peter Mayer (51)
1. Shoei Hornet DS
2. Uvex Enduro SLT
3. Arai Tour X3
...
7. BMW Enduro

Themenseiten

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote

Alle Artikel