Richtig Kaufen: Zehn Tipps zum Helmkauf Kauftipps für den Kopfschutz

Beim Kauf eines neuen Helms sollte man etwas Zeit mitbringen und diese zehn Tipps beachten.

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Wer mit seinem Motorradhelm glücklich werden möchte, der sollte beim Erwerb gewissenhaft vorgehen. Das A und O ist die Passform, denn nur wenn der Kopfschutz richtig sitzt, lässt es sich unbeschwert fahren. Zu enge Helme oder Druckstellen verringern den Wohlfühlfaktor und damit die Konzentrationsfähigkeit dramatisch. Zu große Helme können bei hohem Tempo und bei Stürzen verrutschen, was zu erhöhtem Verletzungsrisiko führt. Am besten nimmt man sich also viel Zeit und kauft im Fachhandel, um die in Frage kommenden Modelle in aller Ruhe ausprobieren zu können.

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Punkt 1: Anprobe

Passform und Größen der Helme fallen unterschiedlich aus. Vorsicht bei Helmen mit dicker Polsterung, da sich diese mit der Zeit setzen kann. Nicht nur deshalb den Helm bei der Anprobe wenigstens 15 Minuten auf dem Kopf lassen.

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Punkt 2: Passform

Wenn sich im Stirnbereich zwei Finger zwischen Helm und Kopf stecken lassen, ist der Helm eindeutig zu groß. Das gilt auch dann, wenn sich der Helm mit geschlossenem Kinnriemen vom Kopf ziehen oder stark verdrehen lässt.

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Punkt 3: Größe

Der gemessene Kopfumfang an der dicksten Stelle auf Höhe einer Linie Stirn-Hinterkopf dient nur als grober Richtwert. Helmgrößen werden üblicherweise in Buchstaben oder Zentimetern angegeben: XS (53/54), S (55/56), M (57/58), L (59/60), XL (61/62), XXL (63/64).

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Punkt 4: Brillentauglichkeit

Nicht nur Träger von Korrekturbrillen, auch alle, die gern mit Sonnenbrille fahren, sollten zur Anprobe unbedingt ihre Gläser mitbringen. Denn nicht alle Helme bieten ausreichend Platz für die Bügel. Oder die Bügelkanäle liegen so ungeschickt, dass die Brille entweder nicht auf der Nase sitzt oder drückt.

Punkt 5: Helmnorm

Nur Helme mit eingenähtem ECE-Sticker kaufen. Dieser sitzt üblicherweise am Kinnriemen und gewährleistet, dass der Helm den Mindestanforderungen für den Einsatz auf dem Motorrad entspricht. Aktuell gültig ist die ECE-R 22.05. Bei Unklarheiten zur Norm den Verkäufer fragen.

Punkt 6: Preise

Wer nicht das neueste Design haben muss, kann eine Menge Geld sparen. Replika-Varianten bekannter Rennfahrer kosten nicht selten weit über 100 Euro mehr als unifarbene, ansonsten völlig baugleiche Modelle. Besonders günstig kommt man am Saisonende an hochwertige Auslaufware.

Punkt 7: Probefahrt

Am allerbesten ist es, den Helm auf dem eigenen Motorrad Probe zu fahren, um Aerodynamik, Geräuschentwicklung, Visierbedienung, Sichtfeld und weitere praxisrelevante Kriterien zu testen. Berichte von anderen sind zwar gut, eigene Erfahrungen jedoch erheblich besser.

Punkt 8: Sturmhaube

Wer häufig mit Sturmhaube, Atemmaske oder Ohrstöpseln fährt, sollte dies bereits bei der Anprobe berücksichtigen. Vor allem wärmende Sturmhauben tragen ordentlich auf und führen nicht selten dazu, dass der Helm eine Nummer größer gekauft werden muss.

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Punkt 9: Verschluss

Ob der Kinnriemen des Helms mit Clickverschluss, Ratsche oder Doppel-D-Ringen gesichert wird, ist Geschmackssache. Doppel-D-Verschlüsse sind schlank und leicht, allerdings aufwendiger zu bedienen als Ratschen- oder Clickmodelle, die wiederum aufgrund ihrer voluminöseren Bauweise im Bereich des Unterkiefers eher zu Druckstellen führen.

Punkt 10: Zubehör

Ersatzteile wie ein dunkles Visier oder ein Pinlock-Innenvisier gleich mit kaufen. Außerdem Preise für Ersatzvisiere erfragen. Die Spannen zwischen den Helmherstellern sind teilweise sehr groß (zirka 20 bis über 100 Euro!) und könnten für die Kaufentscheidung eine Rolle spielen.

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