Modische Lederjacken für Damen Schön und gut

Sind modische Lederjacken nur was fürs Auge, oder taugen sie auch unter Sicherheitsaspekten zum Motorradfahren? MOTORRAD präsentiert die Antworten.

Dass Frauen mindestens ebenso viel Spaß am Motorradfahren haben wie die Herren der Schöpfung, wissen inzwischen auch die Hersteller von Motorradbekleidung. Und bieten speziell für Frauen angefertigte Bekleidungslinien an. Kaum ein Konfektionär aus dem Zweiradbereich, der im vergangenen Herbst auf der Münchner Messe Intermot nicht neue Modelle vorgestellt hat.
MOTORRAD verschaffte sich einen Überblick über das aktuelle Angebot modischer Lederjacken für Frauen. Einige Neuvorstellungen ließen sich leider noch nicht beschaffen, da viele Hersteller erst zu Saisonbeginn im Frühjahr die Jacken liefern können. Doch blieben mehr als genug Modelle, die sich einem Praxistest in der Redaktion stellten.
Auch wenn ein Großteil der vorgestellten Jacken sicherlich aufgrund ihres Designs ausgewählt wird, gilt für Motorradbekleidung prinzipiell, dass sie in erster Linie schützen soll – und da helfen schicke Schnitte oder Muster keineswegs. Fragt sich also, inwiefern die Hersteller Mode und Schutz unter einen Hut bringen. MOTORRAD überprüfte deshalb diverse Sicherheitskriterien. Und weist an dieser Stelle auch gleich darauf hin, dass Lederjacken in Kombination mit Stoff- oder Jeanshosen zwar hübsch aussehen, als Ganzkörperschutz jedoch wenig taugen: Solche Hosen besitzen weder ausreichend Abriebschutz noch Protektoren.
Für Fahrten, die über den nächst gelegenen Bäcker oder das Café um die Ecke hinausgehen, empfiehlt MOTORRAD auf jeden Fall angemessene Beinkleider – am besten mit Verbindungsreißverschluss zur Jacke. Und hier zeigt sich schon das erste Manko einiger Jacken: Nicht alle weisen einen Verbindungsreißverschluss auf. Vor allem bei den recht kurz geschnittenen Modellen besteht so die Gefahr, dass sie bei einem Sturz hochrutschen.
Generell gilt außerdem, dass kräftige Reißverschlüsse aus Metall eine höhere Abrieb- und Reißfestigkeit aufweisen als filigrane Exemplare aus Kunststoff – ein entscheidender Aspekt beim Front- und Verbindungsreißverschluss. Ein weiterer wichtiger Punkt, was die Sicherheit anbelangt, sind Art und Befestigung der verwendeten Protektoren. Den besten Schutz bieten verrutschsicher fixierte CE-Protektoren. Weichschaumeinlagen taugen ebenso wenig wie lediglich mit Klettstreifen eingesetzte Schalen.
Doch passive Sicherheit hin oder her – die beste Jacke nützt nichts, wenn sie nicht bequem sitzt. Denn nur wer sich wohl fühlt, fährt auch sicher. MOTORRAD überprüfte die Passform mit sechs Testerinnen. Doch letztlich kommt frau um eine Anprobe im Laden nicht herum. Bei der Praxisprobe der Lederpellen in zwei unterschiedlichen Größen fiel auf, dass sie sehr unterschiedlich ausfallen. Und bei Modellen aus Italien gilt es zu beachten: Von der italienischen Größenangabe muss die Zahl sechs abgezogen werden, um auf den deutschen Standard zu kommen.

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