Produkttest: Motorrad-Blousons 15 lässige Motorradjacken im Test

Wer sich in der Stadt bewegt, der wirft sich eher nicht in die Kombi. Das Problem: Ganz ohne Schutz will man nicht sein, andererseits aber auch nicht von weitem schon als Zweiradler auffallen. 15 Blousons von 150 bis 300 Euro zeigen Wege aus dem Dilemma.

Foto: Bilski

Während Mario Simmel gelegentlich auf Kaviar verzichten konnte, kommt der pragmatisch veranlagte Biker zu dem Schluss, dass es nicht immer Kevlar oder Leder sein muss. Denn, unter uns gesagt, so unbestritten sinnvoll eine komplette Schutzkleidung auf der engagiert angegangenen Ausfahrt oder gar auf dem Kringel ist, so unbequem und fehl am Platz ist sie beim Stadtbummel oder dem Kurztrip zur Eisdiele. Und da der Einsatz des Motorrads nicht als Sportgerät, sondern als schlichtes Transportmittel in der Praxis so selten gar nicht vorkommt, steht man unvermittelt vor einem der Damenwelt nicht unbekannten Problem: Ich weiß gar nicht, was ich anziehen soll!

Um auf dem Weg zur Eisdiele, zum Stadtbummel, zum Italiener oder sonst wohin den Spagat zwischen akzeptabler Schutzkleidung, ziviler Optik und angenehmem Tragekomfort zu schaffen, bat PS 15 sogenannte Sportblousons in der Preisklasse zwischen 150 und 300 Euro zum Test. Bei der Bestellung der Testmuster wurde explizit darauf hingewiesen, dass diese, sofern nicht von Haus aus mit Ellbogen-, Schulter- und Rückenprotektoren versehen, entsprechend nachgerüstet werden sollten. Ellbogen- und Schulterschützer waren bei allen Probanden vorhanden, beim Rücken war die Lage etwas unübersichtlicher. Und jetzt kommt der Zeitpunkt, um mit einem großen Missverständnis aufzuräumen:

Ein Protektor darf sich dann Protektor nennen, wenn er mit einem Prüfsiegel versehen ist, aus dem seine technischen Daten hervorgehen. Daran lässt sich ablesen, für welchen Zweck, welche Einbaulage und Größe er geeignet ist und nach welcher Norm er geprüft wurde. Sonst ist es bestenfalls ein Wirbelsäulenwärmer. Von der Nachrüstmöglichkeit machten Alpinestars, Louis und Spidi Gebrauch, und legten zertifizierte Stoßfänger bei. Die anderen Anbieter vertrauten auf das, was sich ab Konfek-tionär in der entsprechenden Tasche befand. Das ist zumeist ein Schaumstoff- oder Moosgummiteil mit der Schutzwirkung NULLKOMMANULL.

Kleines Beispiel gefällig? Während bei den Protektoren beim Aufschlag des Prüfgewichts aus einem Meter Höhe kein Wert über 20 kN lag, kam ein zum Vergleich herangezogenes Moosgummi-Inlet bei einer Fallhöhe aus 15 Zentimetern (!!) bereits auf stramme 28,7 kN und war danach kaputt. Das heißt, wenn nicht sonnenklar ist, was in der Rückentasche steckt, nachfragen, im Zweifelsfall auspacken. Die Schulter- und Ellbogenprotektoren waren kein Problem, alle Testmuster hatten geprüfte Stoßfänger in den entsprechenden Taschen.

Alle Testmuster wurden in Größe 52 geordert, um so erstaunlicher waren die Unterschiede. Die Spidi-Jacke ging fast als kurzarm und nabelfrei durch, während die Modelle von Alpinestars oder KTM doch eher luftig saßen. Wer im Shop einkauft, hat damit kein Problem, er greift sich einfach die nächste Größe. Der Versandkunde hingegen muss im Nicht-passen-Fall zurückschicken und warten.

Die Beurteilung der Passform ist generell ein heikles Thema, da jeder Mensch anders gebaut ist. Der Autor beispielsweise besitzt offensichtlich überdurchschnittlich lange Arme, weswegen ihm viele Ärmel etwas kurz erscheinen, während Länge und Umfang des Rumpfes hervorragend mit besagter Größe konvenieren. Alle Blousons wurden der Vergleichbarkeit wegen und den Temperaturen zum Trotz in vollem Ornat gefahren, das heißt mit Innenfutter und eventuell vorhandener Membran. Gefahren wurde mit einer Aprilia RSV4 auf stets derselben, rund 20 Kilometer langen Runde mit engen und weiten Landstraßenabschnitten sowie einer unlimitierten Autobahnetappe. Der Kritiker mag einwerfen, dass das Innenfutter die Wirkung einer eventuell vorhandenen Belüftung negativ beeinflusst, die Flatterneigung bzw. Nichtflatterneigung bei hohem Tempo und vor allem die Passform profitieren aber in gleichem Maße davon.

Und das hat auch einen Grund: Ein Protektor kann seine Wirkung nur dann entfalten, wenn er im Falle des Falles an der vorgesehenen Stelle verbleibt. Deshalb ist es wichtig, die Jacke zu fixieren. Da ein enger Schnitt allein nicht ausreicht, muss nachgeholfen werden. Üblicherweise geschieht das mit stufenlos verstellbaren Klettbändern oder Druckknöpfen. Der Vorteil des Klettbands ist die stufenlose Einstellmöglichkeit, der Druckknopf punktet wiederum in der Dauerhaltbarkeit.

Um das Hochrutschen der Jacke zu verhindern, haben viele Modelle Verbindungsreißverschlüsse. Üblicherweise ist die eine Seite  an der Jacke, die zweite, dazu passende findet sich an den Hosen desselben Anbieters. Einige Anbieter denken weiter und liefern den kompletten Reißverschluss. Der zweite Part lässt sich dann am eigenen Beinkleid annähen. Noch praktischer denkt zum Beispiel Spidi: Da gibt es zusätzlich zum Reißverschluss eine Öse mit Druckknopf, die sich problemlos in eine Gürtelschlaufe der Hose einfädeln lässt.

Da in unseren Breitengraden gelegentlich mit Wasser von oben gerechnet werden muss, sind alle Jacken mit wasserdichten Membranen versehen, deren Funktion nicht überprüft wurde. Aus der Praxis weiß man aber, dass ein dicht abschließender Kragen für trockenes Ankommen ebenso wichtig ist, denn wenn die Brühe von oben reinläuft, dann nützt auch die beste Membran nichts mehr.

Diesbezüglich sehen die Probanden von Dane, Hein Gericke, Held, IXS, KTM und Louis Streetfighter nicht so gut aus, wobei Letztere durch wasserdichte Inlays in den Außentaschen immerhin eine trockene Ankunft des Inhalts verspricht. Viele Taschen sind zwar gut, aber bei eng anliegendem Schnitt lassen sie sich kaum ordentlich  befüllen, ohne zu drücken. Aber für den Geldbeutel, um die coppi di gelato bezahlen zu können, reicht der Platz immer. Und wenn der anschließende Stadtbummel zur Schnäppchenjagd ausartet, hilft Kaviar zwar immer noch nicht, vielmehr helfen dann die Kreditkarte und ein möglichst großer Rucksack durch den Tag.

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Alpinestars Köln Drystar

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Foto: MPS-Studio

Kontakt  Alpinestars S.p.A., 31011 Asolo (TV), Italien
Tel. 00 39 / 04 23 52 86
www.alpinestars.com

Preis  279,95 Euro
Material  Polyester
Größen  S bis XXXL
Protektoren  E, S*

Fazit 
Vom Schnitt ist die Drystar eher Uniformjacke denn Blouson. Der hohe Kragen schützt vor Zugluft, die Ärmel könnten einen Tick länger sein. Schöne Haptik und gute Verarbeitung, aber fummeliger Hauptreißverschluss. Der Level 1-Rückenprotektor kostet 39,95 Euro Aufpreis und bleibt wie die anderen Schützer bei den Restkraftwerten locker in der Norm. Auf der Autobahn flattern die Arme, die Belüftung ist kaum spürbar. Hoher Tragekomfort dank luftigem Schnitt. Schlecht: Sämtliche Taschen, außen wie innen, sind nur mit Klettverschlüssen gesichert.

PS-Urteil: gut (Testsieger)

Büse Nardo

Foto: MPS-Studio

Kontakt  Heino Büse MX Import GmbH, 52159 Roetgen
Tel. 0 24 71 / 1 26 90
www.buese.com

Preis  239,95 Euro
Material  Polyester
Größen  48 bis 62
Protektoren  E, S*

Fazit 
Sehr angenehmer Schnitt, sitzt satt, aber nicht zu eng, lange Ärmel. Die Belüftung ist kaum spürbar, dafür zieht‘s leicht in den Nacken. Kein Flattern, kein Aufblasen bei hohem Tempo. Reißverschlüsse (RV) dank Bändern an den Zippern gut zu greifen, aber größtenteils schwergängig. Protektoren mit durchweg guten Schlagdämpfungswerten. Gute Verarbeitung und angenehme Haptik, besonders des Innenfutters. Leicht unangenehmer Plastikgeruch. Die Weitenverstellung der Arme erfolgt über stabile Druckknöpfe, die der Taille mit Klettriegeln.

PS-Urteil: gut

Dane Strandby

Foto: MPS-Studio

Kontakt  MotoPort Vertrieb 26316 Varel
Tel. 0 44 51 / 91 55 00
www.motorport.de

Preis  169 Euro
Material  Polyester
Größen  48 bis 60
Protektoren  E, S*

Fazit 
Wie der Name schon suggeriert, ist die Strandby eine reine Sommerjacke. Selbst mit dem für 69 Euro Aufpreis erhältlichen Innenfutter wirkt die Jacke sehr weich und labil. Vertrauen in die Schutzwirkung kommt nicht auf, trotz Protektoren. Dafür ist das Innenklima dank des luftdurch-lässigen Stoffes zumindest bei Hitze sehr angenehm. Aber wehe die Sonne verschwindet. Ist im ganzen Testfeld ganz klar am meisten Blouson und am wenigsten Motorradjacke. Trotzdem gibt es gleich zwei Verbindungs-RV sowie einen Clip für die Gürtelschlaufe.

PS-Urteil: befriedigend

Foto: MPS-Studio

Difi Tallinn Aerotex

Foto: MPS-Studio

Kontakt  MotoPort Vertrieb
26316 Varel
Tel. 0 44 51 / 91 55 00
www.motorport.de

Preis  229,95 Euro
Material  Polyester
Größen  S bis XXXL
Protektoren  E, S*

Fazit 
Auch die Tallinn sollte man lieber eine Nummer größer ordern, denn sie fällt sehr klein aus. Die Ärmel sind zwar kurz, dafür relativ weit geschnitten. Ein Rückenprotektor ist nachrüstbar, die vorhandenen Schützer liegen mit ihren Werten im Mittelfeld. Mit seitlichem Stretch und Gummizug in der Taille kann die Jacke dem Träger angepasst werden. Ein umlaufender RV für die Innenjacke sowie ein langer Verbindungs-RV und verschließbare Lüftungsschlitze an Schulter und Rücken runden die Ausstattung ab. Drei Außen- und eine Innentasche bieten Stauraum.

PS-Urteil: gut

Hein Gericke PSX Race Tex

Foto: MPS-Studio

Kontakt  Hein Gericke Deutschland GmbH
40589 Düsseldorf
Tel. 02 11 / 9 89 89
www.hein-gericke.de

Preis  169,95 Euro
Material  Rindleder
Größen  S bis XXL
Protektoren  E, S*

Fazit 
Gegen einen Aufpreis von 19,95 Euro gibt‘s die PSX-Jacke auch mit Rückenprotektor. Alle Schützer liegen in der Spitzengruppe. Dafür ist die Taille hoch, der Kragen tief geschnitten und die Arme fallen arg kurz aus. So ist zumindest für die Belüftung von Hals und Nieren gesorgt. Die RVs der Außentaschen öffnen gleichzeitig die Lüftung. So bleiben für Transportgut im Sommer nur die beiden Innentaschen. Dafür gibt es einen langen Verbindungs-RV und zusätzliche, martialisch wirkende Außenprotektoren an den Schultern. Verarbeitung und Nähte sind in Ordnung.

PS-Urteil: gut

Held Faith

Foto: MPS-Studio

Kontakt  Held GmbH
87545 Burgberg
Tel. 0 83 21 / 6 64 60
www.held.de

Preis  189,95 Euro
Material  Polyuretan
Größen  XS bis XXXL
Protektoren  E, S*

Fazit 
Insgesamt 6 Taschen, jeweils 3 davon in der Außenjacke und in der Innenweste, bietet die Faith. Wie die Jacke selbst fallen diese aber recht klein aus. Die Belüftung funktioniert gut, der Stoff fasst sich angenehm an. Ein Rückenprotektor kann nachgerüstet werden, die Pendants an Schulter und Ellbogen landen im Hinterfeld. Die übrige Ausstattung kann sich aber sehen lassen: Weitenverstellung mit Klettriegeln an Arm und Taille, zusätzliche Handytasche, langer Verbindungs-RV, Kragen mit Neoprenbesatz, durchgehender RV für die Innenweste.

PS-Urteil: gut

IXS Akasha

Foto: MPS-Studio

Kontakt  Hostettler GmbH,
79379 Müllheim/Baden
Tel. 0 76 31 / 18 04 0
www.ixs.com

Preis  259,90 Euro
Material  Polyoxford
Größen  XS bis XXXXL
Protektoren  E, S*

Fazit 
Der Akasha-Blouson fällt sehr klein aus, das ist schlecht für die Bewegungsfreiheit und gut für flatterfreien Sitz. Die Belüftung durch RVs im Achselbereich ist kaum spürbar. Schulter- und Ellbogenprotektoren sind im vorderen Mittelfeld zu finden. In der riesigen Rückentasche täuscht eine Moosgummimatte Sicherheit vor, selbst ein zertifizierter Schutz lässt sich dort nicht verrutschsicher unterbringen. Die übrige Materialanmutung sowie die Verarbeitung sind gut. Am Kragen mühen sich gleich zwei Klettstreifen um zugfreien Sitz. Nicht immer erfolgreich.

PS-Urteil: befriedigend

Kawasaki Mid Season

Foto: MPS-Studio

Kontakt  Kawasaki-Händlernetz
Tel. 0 61 72 / 7 34 0
www.kawasaki.de

Preis  169,90 Euro
Material  Polyester
Größen  XS bis XXXXXL
Protektoren  E, S, K*

Fazit 
Paradox ist, wenn die Jacke der Grünen, deren Hauptbestandteil Schwarz ist, die Farbbezeichnung Weiß trägt. Das ist jedoch kein Grund zum Rot sehen, eher schon der ungesunde Plastikgeruch. Schulter und Ellbogen-Protektor liegen mit ihren Werten im Mittelfeld, der Rückenschutz liegt mit dem Mittelwert knapp über dem Erlaubten. Ab zirka 130 km/h bläst sich die Jacke auf und beginnt zu flattern, auch bei niedrigerem Tempo trägt sie sich luftig. Die Ärmel sind lang und weit geschnitten, die Innenjacke ist von der klebrigen Art.

PS-Urteil: befriedigend

KTM Street EVO 12

Foto: MPS-Studio

Kontakt  KTM Sportmotorcycle AG  5230 Mattighofen, Österreich
Tel. 00 43 / 77 42 / 60 00-0,
www.ktm.at

Preis  237 Euro
Material  Polyamid
Größen  M bis XXL
Protektoren  E, S*

Fazit 
Das Leibchen aus Österreich ist recht weit geschnitten und fühlt sich plastikhaft an. Ab zirka 100 km/h pumpt sich die Jacke förmlich auf, man fühlt sich als trüge man eine Ganzkörper-Blutdruckmanschette. Das muss man mögen. Eine Belüftung ist nicht spürbar. Den Rückenprotektor gibt es für 19,73 Euro, seine Dämpfungswerte liegen im Spitzenfeld, während Schulter- und Ellbogenprotektoren die jeweiligen Schlusslichter sind.
Die EVO 12 bietet zwei Außen-, drei Innentaschen sowie einen Verbindungs-RV samt Clip für die Gürtelschnalle.

PS-Urteil: befriedigend

Louis Probiker PR-10

Foto: MPS-Studio

Kontakt  Detlev Louis
21027 Hamburg
Tel. 0 40/ 73 41 93 60
www.louis.de

Preis  199,95 Euro
Material  Polyamid ,Rindleder
Größen  40 bis 58
Protektoren  E, S*

Fazit 
Für knapp 200 Euro bietet die Probiker PR-10 einiges: zusätzlichen Lederbesatz an sturzgefährdeten Stellen, zwei Außentaschen mit wasserdichten Hüllen, eine Handytasche innen sowie dichte Hals- und Armabschlüsse. Der Rückenprotektor kostet 17,95 Euro Aufpreis. Die Schlagdämpfungswerte aller Absorber liegen im Spitzenfeld. Da kann man darüber hinwegsehen, dass sich das Anziehen etwas fummelig gestaltet (RV, Klett, RV, Klett), das Innenfutter gern an der Haut klebt und die Belüftung trotz riesiger Öffnungen eher spärlich ist.

PS-Urteil: gut

Louis Streetfighter

Foto: MPS-Studio

Kontakt  Detlev Louis
21027 Hamburg
Tel. 0 40/ 73 41 93 60
www.louis.de

Preis  219,95 Euro
Material  Polyester
Größen  48 bis 58
Protektoren  E, S*

Fazit 
Die Ausstattung der Streetfighter ist überschaubar. Die Taille ist kurz geschnitten, die Ärmel lang und nicht zu eng. Die Brutalo-Optik ist Geschmackssache, aber keinem der Tester gefiel die Unart der Streetfighter, sich bei Tempi ab 60 km/h förmlich an den Körper anzusaugen. Dafür weiß man jetzt, wie sich eingeschweißte und vakumierte Lebensmittel fühlen müssen. Wie bei der Probiker PR-10 gibt es einen wirksamen Rückenprotektor für 17,95 Euro. Die Streetfighter hat zwei winzige Belüftungsöffnungen, eine Wirkung ist aber nicht zu spüren. Sehr plastikhaftige Haptik.

PS-Urteil: befriedigend

Polo FLM T 16

Foto: MPS-Studio

Kontakt  Polo Expressversand 41353 Jüchen
Tel. 0 21 65 / 8 44 02 00
www.polo-motorrad.de

Preis  219,95 Euro
Material  Cordura
Größen  S bis XXXL (farbabhängig)
Protektoren  E, S*

Fazit 
Gleich in vier Farben (Rot, Blau, Grau, Grün) gibt‘s die T 16, aber nicht jede Farbe in jeder Größe, also obacht. Ein Rückenprotektor kann nachgerüstet werden. Die Jacke ist eng geschnitten. Bei eingebautem Innenfutter kommt man nicht mehr an die Innentasche, die beiden Außentaschen fallen klein aus. Dafür kann die Belüftung überzeugen und dank insgesamt sechs RVs auch reguliert werden. In der Taille sorgt ein Gummizug für Passform, kann aber das Hochrutschen nicht verhindern, deswegen gibt es gleich zwei Verbindungs-RVs. Die Innenjacke wirkt klebrig.

PS-Urteil: befriedigend

Spidi Symbol

Foto: MPS-Studio

Kontakt  SHARK Helme
Deutschland GmbH, 21224 Rosengarten, Tel. 0 41 08 / 4 58 00-0
www.spidi.com

Preis  329 Euro
Material  Cordura
Größen  M bis XL
Protektoren  E, S*

Fazit 
Die Jacke fällt arg klein aus. Das heißt, sie liegt sehr eng an, flattert dadurch aber nicht und die Protektoren verrutschen im Ernstfall nicht, allerdings leidet die Bewegungsfreiheit darunter. Der Rückenschutz kostet 54,90 Euro und überzeugt mit guten Schlagdämpfungswerten. Die beiden Außentaschen fallen recht klein aus, innen gibt es nur eine weitere Tasche. Zusätzliche Belüftungen sucht man vergeblich, dafür gibt es einen Verbindungs-RV sowie einen Clip für die Gürtelöse wie bei Suzuki. Materialanmutung und Verarbeitung können überzeugen.

PS-Urteil: befriedigend

Suzuki Mash

Foto: MPS-Studio

Kontakt  Suzuki-Händlernetz
Tel. 0 62 51 / 5 70 00
www.suzuki.de

Preis  199,95 Euro
Material  Polyester
Größen  XS bis M
Protektoren  E, S, R*

Fazit 
Durch einen speziellen Stoff wird die Mash-Jacke gut durchlüftet. Laut Prospekt soll die Jacke bei Kälte trotzdem wärmen. Der Schnitt ist eng, trotz langem Rücken rutscht die Mash bei schneller Fahrt hoch und legt die Nieren frei. Die Protektoren liegen mit ihren Dämpfungswerten im Vorderfeld. Zwei Außen- und gleich drei Innentaschen bieten Stauraum. Der Rückenprotektor trägt stark auf, und das Tragegefühl ist ziemlich plastinös. Die Ausstattung ist gut, einige Nähte sehen aber ziemlich grob aus. Dafür ist der Preis niedrig.

PS-Urteil: befriedigend

Yamaha Iwata

Foto: MPS-Studio

Kontakt  Yamaha-Händlernetz
Tel. 0 21 31 / 2 01 30
www.yamaha-motor.de

Preis  188 Euro
Material  65% PA, 35 % PES
Größen  S bis XXL
Protektoren  E, S*

Fazit 
Die nur in Schwarz lieferbare Iwata ist wegen ihrer nicht abstellbaren Belüftung eine reine Sommerjacke. Guter Schnitt mit langen Ärmeln und hoher Bewegungsfreiheit. Edle Optik, gute Verarbeitung. Die Ärmel sind lang genug und eng anliegend, der sehr enge Bund erschwert aber das Ausziehen. Auch bei hohen Geschwindigkeiten keine Flatterneigung. Enger Kragen. Schulter und Ellbogen-Protektoren erfüllen knapp die Schlagprüfungswerte, mehr aber auch nicht. Eine riesige Tasche für einen Rückenprotektor ist vorhanden. Bleibt die Frage, wie dieser fixiert werden soll?

PS-Urteil: gut

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