Produkttest: Textiljacken

Jacken für den Winter

Draußen eisig, innen mollig warm. Das Winterhalbjahr stellt höchste Anforderungen an die Funktionsbekleidung. Im Test: zehn Ganzjahres-Jacken, die sich besonders für kalte Tage eignen. Denn man tau, wie Nordlichter sagen: Los geht’s, der Winter kann kommen.

Foto: Sdun
Draußen eisig, innen mollig warm. Das Winterhalbjahr stellt höchste Anforderungen an die Funktionsbekleidung.
Draußen eisig, innen mollig warm. Das Winterhalbjahr stellt höchste Anforderungen an die Funktionsbekleidung.
Kennen Sie noch den? "Die gefühlte Temperatur liegt deutlich unter der gemessenen ..." Vor wenigen Jahren gehörte diese Ansage zu den Klassikern bei der Wettervorhersage von Kachelmann und Co. Angespielt haben die Wetterfrösche in Funk und Fernsehen auf das sogenannte Mikroklima der Haut, das bei bestimmten Wetterkonstellationen kräftig aus den Fugen geraten kann. Das Stichwort dazu lautet "Windchill" oder auf gut deutsch: "Frösteln bei Wind". Durch die Windgeschwindigkeit wird das Wohlfühlklima auf unserer Haut verändert, Einfluss auf die Verdunstungsrate genommen und damit dem Körper Wärme entzogen. Und schon empfindet der Mensch die tatsächlich gemessenen Temperaturen als deutlich kühler. Das betrifft vor allem Motorradfahrer, die sich bei niedrigen Außentemperaturen in den Fahrtwind stemmen. Zeigt das Thermometer an der Garage noch moderate fünf Grad, liegt die gefühlte Temperatur bereits bei Stadttempo unter null. Bei 100 km/h auf der Landstraße werden gar gefühlte minus fünf Grad daraus. Grund genug, im Winterhalbjahr nur mit einer vernünftigen Ausstattung zu fahren.

MOTORRAD hat in diesem Test zehn Ganzjahres-Textiljacken in der Preiskategorie zwischen 250 und 400 Euro unter die Lupe genommen, die laut Hersteller auch an kalten Tagen eingesetzt werden können. In der Mehrzahl überzeugte das Teilnehmerfeld bei den Fahrtests auf Autobahn und Landstraße. Wichtig im Winter ist aber auch, auf die richtige Unterbekleidung zu achten. Mehr dazu erfahren Sie im Kasten auf der folgenden Seite. Gute Winterjacken müssen natürlich wasserdicht sein. Beim Nässetest fielen die Ergebnisse ebenfalls zum größten Teil positiv aus. Und wenn es doch mal Undichtigkeiten gab, dann betraf das häufig die Außentaschen. Nicht täuschen lassen sollte man sich von gummierten Reißverschlüssen. Sie sind kein Garant dafür, dass der Tascheninhalt trocken bleibt. In der Summe zeigt sich ein überwiegend gutes Testfeld. Was allerdings nicht heißt, dass sich die Hersteller bequem zurücklehnen können. Bei der Protektorenausstattung besteht nach wie vor Ausbaubedarf: Nur zwei Modelle verfügen serienmäßig über einen integrierten Rückenprotektor, immer wieder finden sich Protektoren mit zu kleiner Schutzfläche, außerdem hapert es bisweilen an der ordentlichen Fixierung. Denn auch hier zählt ein gutes Gefühl.
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So testet MOTORRAD

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Gründliches Sezieren der Jacken nach der Testrunde.
Gründliches Sezieren der Jacken nach der Testrunde.
Fahr- und Tragekomfort (25 Punkte):
die Praxisbenotung im Test. Auf KTM 690 Supermoto und Suzuki Bandit 1200 mussten die Textiljacken auf der Autobahn und auf kurvigen Landstraßen ihr Potenzial zeigen.

Sicherheit (25 Punkte):
Welche Protektoren werden eingesetzt, liegen diese exakt an? Gibt ebenfalls Punkte: ein Verbindungsreißverschluss und ein Schrittgurt.

Passform (20 Punkte):
In verschiedenen Größen wurde genau geschaut, ob die Längenmaße und Proportionen stimmen.

Nässeschutz (10 Punkte):
Um das Verhalten im Regen zu bewerten, trifft ein flächiger Wasserstrahl zehn Minuten auf die Jacke.

Isolation (10 Punkte):
Wie gut isoliert die Jacke auf der Testrunde, wo zieht es rein, wo kühlt man aus?

Verarbeitung und Ausstattung (10 Punkte):
Ist die Jacke sauber verarbeitet, welche Stoffe werden verwendet, besitzt sie aus-reichend Taschen, Belüftungsöffnungen, Weitenversteller, Reflexmaterial?

Heizbekleidung für den Winter - Brenn-Elemente

Letzte Maßnahme für harte Wintertouren ist der Einsatz elektrischer Heizhilfen. Bekanntestes Mittel: die Griffheizung. Wer eine zum Nachrüsten sucht, sollte darauf achten, dass die Griffe über mindestens zwei Heizstufen verfügen. Preis für ein vernünftiges Paar: je nach Hersteller um die 60 Euro. Möchte man sich die Schrauberei ersparen, kann man heizbare Handschuhe ins Auge fassen, die es entweder mit einer Kabelverbindung zum Bordstrom gibt oder die per eingebautem Akku betrieben werden. Billig ist diese Alternative nicht: Empfehlenswerte Handschuhe von Baehr (Kabel) oder Held (Akku) kosten über 250 Euro. Gegen kalte Füße helfen heizbare Einlegesohlen. Hier erfolgt die Stromversorgung per Akku, was ein lästiges Verkabeln mit dem Bike überflüssig macht. Heizdauer: drei bis fünf Stunden, Kosten rund 150 Euro. Erst bei langen und häufigen Touren durch den Winter machen Heizanzüge Sinn, die es in verschiedenen Ausführungen (Bordstrom, Akkubetrieb, ab zirka 350 Euro) gibt. Die innovativste Lösung wird von Thermoflash angeboten, deren 1100-Euro-Anzug über einen am Kühlkreislauf angeschlossenen Wärmetauscher betrieben wird.

Protektoren auf dem Prüfstand - In der Autschzone

Obligatorisch bei Bekleidungstests von MOTORRAD: das Prüfen der Protektoren. In Anlehnung an die Europäische Norm EN 1621-1 (für Gelenkprotektoren) beziehungsweise 1621-2 (für Rückenprotektoren) wurden die in den Testjacken eingesetzten Schutzelemente auf einem Fallprüfstand (Firma Sas-Tec, Markgröningen, www.sas-tec.de) in puncto Schlagdämpfung untersucht. Nach Normvorgabe triff ein Fünf-Kilo-Fallkörper im freien Fall auf den Protektor, ein darunterliegender Messkopf registriert die Restkraftwerte. Umgerechnet muss der Gelenkprotektor die Belastung von rund 18 Tonnen verkraften und darf davon im Mittel maximal 35 Kilonewton (kN) Restkraft passieren lassen. Bei Rückenprotektoren liegt der Grenzwert je nach Schutzklasse zwischen neun und 18 kN.

Im vorliegenden Test erfolgten drei Aufschläge in unterschiedlichen Zonen des Protektors (Zentrum, Übergangsbereich und Rand), der daraus errechnete Mittelwert darf den Grenzwert nicht überschreiten. Ansonsten droht Punktabzug. Über den tatsächlichen Unfallschutz lassen sich allerdings nur bedingt Rückschlüsse ziehen. Zur Veranschaulichung: Menschliche Knochen brechen bereits bei unter zehn kN Belastung. Positives Ergebnis im Test: Die Grenzwerte halten alle Protektoren ein. Zum Ziel kommt man allerdings mit unterschiedlichen Methoden, wie die Grafik rechts zeigt. Bestimmte Protektoren verteilen die Einschlagenergie ähnlich einer Knautschzone beim Auto über einen langen Zeitraum, andere verhärten beim Auftreffen und lassen die Kraftkurve steil ansteigen. Durch diesen harten Ruck können Knochen schnell brechen. Ein weiteres Manko, das immer wieder bei den Tests von Textilkombis auftritt, ist die mangelhafte Fixierung der Protektoren. So besteht die Gefahr, dass sich die Protektoren beim Unfall gefährlich verdrehen können. Und dann hilft selbst der beste Wert beim Schlagdämpfungstest wenig.

Richtig anziehen - Im Mehrschichtbetrieb

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Pflicht bei Regenfahrten: Die Handschuhstulpen gehören unter die Jackenärmel.
Pflicht bei Regenfahrten: Die Handschuhstulpen gehören unter die Jackenärmel.
Niedrige Temperaturen verlangen auch unter der gut ausstaffierten Motorradbekleidung nach dem richtigen Outfit. Jeans und Strickpullover bringen kaum was. Ganz im Gegenteil. Durch Körperschweiß (und den gibt es auch beim Biken im Winter) werden Baumwollgewebe klamm und kühlen den Körper durch Verdunstungskälte zusätzlich aus. Besonders geeignet ist wärmende Funktionswäsche, die unter anderem von Skifahrern geschätzt wird. Je nach Witterung kann man auch mehrere Schichten von guter Funktionsbekleidung kombinieren. Bei diesem Zwiebelprinzip schafft die zwischen den einzelnen Lagen eingeschlossene Luft eine effektive Isolation. Für den Oberkörper empfiehlt sich zusätzlich eine Windstopperjacke, die es mittlerweile von vielen Anbietern gibt. Diese schützt gerade den Brustbereich vor dem Auskühlen. Bei Regen müssen die Handschuhstulpen unter den Ärmeln getragen werden, damit das abfließende Wasser nicht wie durch einen Trichter in den Handschuh läuft. Gleichwohl sollte sich das Armbündchen durch eine effektive Weitenanpassung gut gegen Zugluft abdichten lassen.

Fazit

Ein durchweg gutes Ergebnis, das sich in diesem Test von Textiljacken der oberen Mittelklasse abzeichnet. Und dennoch: Die Note „sehr gut“ erreicht nur ein Anbieter. Unterm Strich überzeugt die Ixs Sirakus II als tolle, hoch funktionelle und klasse ausgestattete Jacke. Im Vergleich dazu fällt die ähnlich aufgebaute Reusch Supertech klar ab. Letztlich erweist sie sich im Detail als überfrachtet, das hohe Gewicht trübt den Fahrkomfort spürbar. Unter den guten Jacken kratzt die Alpinestars am „sehr gut“, in puncto Preis/Leistung verdient sie sich zu Recht den Kauftipp. Am unteren Ende der Skala: die Ixon Halloween, die besonders beim Protektorentest negativ auffällt.

Alpinestars – Space Drystar

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Anbieter: Alpinestars, Telefon 0039/0423-5286, www.alpinestars.com
Preis: 279,95 Euro
Größen: S bis 4XL
Material: 600D Polyester
Farben: Schwarz, Schwarz-Beige, Schwarz-Blau, Schwarz-Rot
Gewicht*: 2,6 Kilogramm

Plus
Sehr gute Passform; gute Isolationswirkung, besonders angenehm durch weit heruntergezogene Rückenpartie; zugfrei abschließender Kragen; Handschuhe lassen sich problemlos unter den Ärmeln verstauen; Druckknöpfe und Klettverschlüsse gut zu bedienen, die Front ist schnell und ohne Fummelei verschlossen; exakt und druckfrei anliegende CE-Protektoren an Schultern und Ellbogen

Minus
Wirft beim Fahren an Brust und Bauch leichte Wulst; lässt sich am Saum nicht anpassen; Außentaschen erwiesen sich im Nässetest als nicht wasserdicht

Fazit
Die Alpinestars Space Drystar kann nicht nur durch einen heißen Preis überzeugen, sondern auch die Isolation ist dank effektiven Thermofutters und langer Rückenpartie gut. Zudem stimmt es bei Ausstattung und Verarbeitung sowie Passform und Tragekomfort. Alles in allem der Kauftipp im Test.

MOTORRAD-Urteil: gut
MOTORRAD-Kauftipp

Dainese - Dawson

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Anbieter: Dainese, Telefon 089/35827270, www.dainese.de
Preis: 379 Euro
Größen: 44 bis 60
Material: 500D Cordura
Farben: Schwarz, Schwarz-Blau, Schwarz-Gelb, Schwarz-Grau, Schwarz-Rot
Gewicht*: 2,3 Kilogramm

Plus
Geschmeidiges Gewebe, hohe Beweglichkeit; effektiv wärmender Thermokragen mit winddichtem, zugfreiem Abschluss und sehr guter Weitenverstellung; Handschuhstulpen lassen sich problemlos unter den Ärmeln verstauen; sehr auffällige, große Reflektoren; wasserdichte Außentaschen

Minus
Jacke plustert sich im Fahrtwind auf und schiebt sich weit nach oben, Taillengurt drückt auf Rippenbogen; Thermofutter nur mäßig wärmend; CE-Protektoren an Schultern und Ellbogen lassen sich nicht richtig fixieren

Fazit
Leichter Thermoblouson, bei dem vor allem der toll wärmende Kragen gefällt. An Rumpf und den Ärmeln ist die Dainese Dawson eine Spur zu dünn isoliert. Wenig gefallen die weit abstehenden CE-Protektoren, die sich nicht eng genug an den Schultern und Ellbogen positionieren lassen.

MOTORRAD-Urteil: gut

Difi – Spectrum AX

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Das Thermo-Insert entpuppt sich als eigenständige Jacke.
Das Thermo-Insert entpuppt sich als eigenständige Jacke.
Anbieter: Motoport, Telefon 04451/915200, www.motoport.de
Preis: 289,95 Euro
Größen: XS bis XXXL
Material: 500D/1000D Polyamid
Farben: Schwarz, Schwarz-Grau
Gewicht*: 2,5 Kilogramm

Plus
Eng anliegendes, geschmeidiges Gewebe; gefällt während der Fahrt durch einen faltenfreien Sitz; effektive Weitenversteller am Oberarm, CE-Protektoren lassen sich an Schultern und Ellbogen gut fixieren; am Saum schnell und sicher zu justieren; wasserdichte Außentaschen

Minus
Kragen fällt vorne etwas niedrig aus; lange Handschuhstulpen lassen sich nicht unter Ärmeln verstauen; Taillengurt nur umständlich anzupassen; leichtes Kältegefühl im Brustbereich

Fazit
Funktionelle Ganzjahresjacke zu einem guten Preis. Ein besonderes Bonbon ist das als separate Jacke verwendbare Thermofutter. Allerdings fällt die Isolationswirkung eine Spur zu dürftig aus. Klasse dagegen: die gute Anbindung an Hosen mittels langem Reißverschluss und dem Extra-Sitzsteg.

MOTORRAD-Urteil: gut

Held - GTX-7

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Anbieter: Held, Telefon 08321/66460, www.held.de
Preis: 249 Euro
Größen: XS bis 4XL
Material: 500D Airguard
Farben: Schwarz-Grau, Schwarz-Rot
Gewicht*: 2,9 Kilogramm

Plus
Straff anliegendes Gewebe ohne Flatterneigung; insgesamt effektiv isoliert; gut bedienbare Weitenversteller an den Ärmeln, über die sich die CE-Protektoren an Schultern und Ellbogen sicher fixieren lassen; wasserdichte Außentaschen; Front schnell und unkompliziert zu verschließen

Minus
Am Kragen leicht zugig; eng geschnittene Ärmel, die sich nicht über die Stulpen dicker Winterhandschuhe ziehen lassen; Taillengurt etwas hoch positioniert, drückt beim Sitzen auf Rippenbogen; Schulterprotektoren mit zu kleinen Schutzflächen

Fazit
Preiswerte Allroundjacke mit solidem Ausstattungspaket. Die Wintertauglichkeit wird durch den leicht zugigen Kragen etwas eingeschränkt. Beim Fahren stört der hoch sitzende Taillengurt. Die gut anliegenden Protektoren mit erstklassigen Dämpfungswerten werden zum Teil aber in zu kleinen Größen eingesetzt.

MOTORRAD-Urteil: gut

Ixon - Halloween

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Anbieter: Shark Deutschland, Telefon 04108/458000, www.ixon.com
Preis: 249 Euro
Größen: S bis 4XL
Material: 500D Kerdex/Riplan
Farbe: Schwarz
Gewicht*: 2,3 Kilogramm

Plus
Flatterfrei; angenehm wärmender Fleece-Kragen; Taschen sehr gut zugänglich

Minus
Kühlt im Brustbereich stark aus; insgesamt zu lang geschnitten, Jacke schiebt sich beim Fahren weit nach oben, Taillengurt drückt auf Rippenbogen; Oberkörper mit großer Faltenbildung; CE-Protektoren liegen nicht exakt an, zersplittern beim Schlagdämpfungstest; Druckknöpfe der Weitenverstellung an den Oberarmen springen leicht auf; Ärmel saugen im Nässetest Wasser, Außentaschen nicht dicht; lange Handschuhstulpen lassen sich nicht unter den Ärmeln verstauen

Fazit
Wenig Süßes, viel Saures bei der Ixon Halloween. Warmer Fleece-Kragen, aber auf den Bronchien ein regelrechtes Kälteloch, das für Fahrten an kalten Tagen eindeutig zu groß ist. Viel zu klein wiederum sind die Schutzflächen der Gelenk-Protektoren, die zudem beim Stoßdämpfungstest gefährlich zersplitterten.

MOTORRAD-Urteil: ausreichend

IXS – Sirakus II

Anbieter: Hostettler, Telefon 07631/18040, www.ixs.de
Preis: 329,90 Euro
Größen: S bis 5XL
Material: 500D Cordura
Farbe: Schwarz
Gewicht*: 2,7 Kilogramm

Plus
Erstklassige Passform, passt sich allen Bewegungen auf dem Motorrad wunderbar an; hoher Isolationsgrad; Thermofutter als separate Jacke nutzbar; effektiver Thermokragen, der sich bei Bedarf schnell abnehmen lässt; CE-Protektoren lassen sich an Schultern und Ellbogen durch Weitenversteller verrutschsicher und druckfrei fixieren, hochwertig und sehr sauber verarbeitet; wasserdichte Außentaschen; Handschuhstulpen gut unter den Ärmeln zu verstauen; in sehr vielen Größen erhältlich

Minus
Schulterprotektoren mit zu kleiner Schutzfläche

Fazit
Durchdacht und gut gemacht. Die Ixs Sirakus II kann in diesem Test voll und ganz überzeugen. Zur tollen Passform gesellt sich ein erstklassiges Tragegefühl nicht nur an kalten Tagen. Dank ihres modularen Aufbaus lässt sich die Jacke auch bei höheren Außentemperaturen einsetzen.

MOTORRAD-Urteil: sehr gut

Modeka - Melville Pro

Foto: Künstle
Anbieter: Modeka, Telefon 02521/850322, www.modeka.de
Preis: 299,90 Euro
Größen: S bis 4XL
Material: 500D Avertex, Rindleder
Farbe: Schwarz
Gewicht*: 2,7 Kilogramm

Plus
Viele Belüftungseinlässe für warme Tage; wasserdichte Innenjacke komplett herausnehmbar; CE-Protektoren lassen sich an den Ellbogen sicher fixieren; schmutzabweisend behandelt

Minus
Rumpf bauscht sich beim Fahren stark auf, Schultern stehen ab; Wind fängt sich in den aufgesetzten Brusttaschen; am Kragen leicht zugig; leichtes Kältegefühl im Brustbereich; lange Handschuhstulpen lassen sich nicht unter den Ärmeln verstauen; Schulter-Protektoren mit zu kleiner Schutzfläche

Fazit
Akzeptabel isolierte Allwetterjacke von Modeka, an der jedoch beim Fahren die starke Faltenbildung stört und in den Armbeugen Druckstellen nerven. Auf der Ausstattungsseite punktet man mit einer schmutzabweisenden Oberfläche, bei der Verarbeitung fallen hingegen kleine Schlampereien auf.

MOTORRAD-Urteil: befriedigend

Reusch – Supertech

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Anbieter: Polo Expressversand, Telefon 0180/5225785, www.polo-motorrad.de
Preis: 399,95 bis 429,95 Euro
Größen: S bis XXL, plus extra Damengrößen
Material: 500D Cordura
Farbe: Schwarz
Gewicht*: 3,6 Kilogramm

Plus
Sehr gut und effektiv isoliert; Thermofutter als separate Jacke tragbar; Extra-Thermokragen mit Helmkapuze schützt effektiv gegen Zugluft; wasserdichte Außentaschen; CE-Protektoren an Schultern, Ellbogen und am Rücken; Handschuhstulpen problemlos unter den Ärmeln zu verstauen; Warnweste inklusive

Minus
Hohes Gewicht und steifes Gewebe stören den Fahrkomfort gewaltig; Klettriegel viel zu breit ausgelegt; Kragen kompliziert zu verschließen

Fazit
Mollig warmer Wintermantel für den McGyver-Biker. Doch bei aller Funktion der Reusch Supertech-Jacke bleibt die Funktionalität auf der Strecke. Üppige Ausmaße und ein extrem hohes Gewicht schmälern den Komfort vor allem während der Fahrt gewaltig. Vorbildlich: das komplette Protektorenpaket.

MOTORRAD-Urteil: gut

Rev‘it – Cayenne Pro

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Klappt gut: große Belüftungsöffnungen für den Sommer.
Klappt gut: große Belüftungsöffnungen für den Sommer.
Anbieter: Rev‘it, Telefon 0031/412-696740, www.revit.eu
Preis: 399,99 Euro
Größen: S bis XYL (entspricht XXXL)
Material: 500D/1000D Cordura
Farben: Grau-Rot, Grau-Schwarz, Grün-Grau, Orange-Grau, Schwarz
Gewicht*: 2,7 Kilogramm

Plus
Liegt geschmeidig an, gute Passform; toll verarbeitet; effektiv isoliert; gut anliegende, anatomisch korrekt geformte Protektoren an Schultern und Ellbogen; Handschuhstulpen problemlos unter den Ärmeln zu verstauen; sehr auffällige, gut sichtbare Reflektoren

Minus
Am Kragen leicht zugig; zu schmaler Einstellbereich der Weitenversteller an den Ärmeln; Taillengurt zu hoch positioniert, drückt beim Fahren leicht auf Rippenbogen; Frontverschluss etwas umständlich zu handhaben; Außentaschen nicht wasserdicht

Fazit
Dank modularen Aufbaus vielfältig einsetzbare Ganzjahresjacke in sehr ansehnlicher Verarbeitung. Besonders positiv: die angenehm und druckfrei anliegenden Protektoren, die die Gelenke umfassend abdecken. Hier fehlt nur noch der als Option angebotene Rückenprotektor als Serienausstattung.

MOTORRAD-Urteil: gut

Spidi - Voyager

Foto: Künstle
Anbieter: Spidi Fashion Store, Telefon 02133/262312, www.spidi-fashion.de
Preis: 349,90 Euro
Größen: M bis XXXL
Material: 500D Cordura
Farben: Schwarz, Schwarz-Rot, Schwarz-Weiß
Gewicht*: 2,3 Kilogramm

Plus
Sehr geschmeidiges Gewebe, Jacke liegt sauber an, engt an keiner Stelle ein; Frontverschluss schnell und unkompliziert zu verschließen; Handschuhstulpen passen sehr gut unter die Ärmelenden; CE-Protektoren-Vollausstattung an Schultern, Ellbogen und am Rücken, sicher und exakt zu fixieren; wasserdichte Außentaschen

Minus
Gelenkprotektoren mit zu kleinen Schutzflächen; Thermofutter fällt insgesamt dünn aus, an kühleren Herbsttagen okay, für den Winter zu schwach

Fazit
Die Voyager gefällt mit guter Passform und einem herrlich leichten Tragegefühl. Allerdings bleibt das Kuschelgefühl bei echten Winterfahrten auf der Strecke. Positiv ist die komplette Protektorenausstattung. An den Gelenken wird jedoch nur die kleinere der beiden Norm-Größen verwendet.

MOTORRAD-Urteil: gut

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