Bekleidung vom Motorradhersteller

Werksfahrer

Die Textilkombi von Kawasaki, der Renneinteiler von Suzuki: Verbirgt sich dahinter nur Show- oder echte Schutzbekleidung? MOTORRAD hat die Fahrerausstattung der Motorradhersteller unter die Lupe genommen.

Foto: Bilski
Noch nicht im Sortiment: die Kombi für Markenwechsler.
Noch nicht im Sortiment: die Kombi für Markenwechsler.
All inclusive – der Trend zur Komplettlösung aus einer Hand greift auch immer mehr bei den Motorradfahrern um sich. Noch sind die bekanntesten Vertreter der Gattung »Ich kaufe alles in einem Aufwasch« in Deutschland die BMW-Kunden. Wer eine Niederlassung oder den Vertragshändler aufsucht, um eine 1200er-GS oder F 650 auszufassen, verlässt den Laden in der Regel mitsamt Helm und Fahranzug, auf denen der markentypische Propeller in Weißblau prangt. Doch auch bei der Konkurrenz ist einiges in Bewegung gekommen. Der so genannte »Aftermarket« hat sich im Portfolio der Motorradhersteller zur festen Größe gemausert. Kundenbindung nennt man so was. Wobei der Käufer ebenfalls davon profitiert. Denn mit geschickter Verhandlungsstrategie ist das ein oder andere Bekleidungsstück als kostenlose Dreingabe zum Motorradkauf erhältlich. Bisweilen gibt es sogar Sonderaktionen seitens der Hersteller, bei denen ein Bekleidungspaket zur neuen Maschine dazugehört.
Die Zeiten, in denen der Händler nach passender Bekleidung zum Bike nur eine staubige Kappe oder ein angegrautes Polo-Shirt mit dem gewünschten Logo unter der Ladentheke hervor-kramen konnte, sind längst passé. Motorradfahrer können mittlerweile aus einem reichhaltigen Angebot rund um »ihre« Marke schöpfen (siehe Kasten auf Seite 76). Manche Hersteller wie beispielsweise Triumph gehen inzwischen so weit, dass sie mit ihrem Schriftzug komplett neue Käuferschichten fernab des Motorrads erschließen wollen. Die schicke Retro-Jacke als cooles Skater-Outfit für den Samstagabend im Club, warum nicht?
MOTORRAD hat im Sortiment der »Markenklamotten« gestöbert und nimmt auf den folgenden Seiten jeweils einen Fahranzug aus dem Programm von elf Motorradherstellern genauer ins Visier. Die Palette reicht vom preisgünstigen Allwetter-Anzug für rund 300 Euro bis hin zur Luxuskombi, die weit jenseits der 1000-Euro-Grenze liegt. Schauen Sie selbst, was Ihnen Ihre Marke bieten kann. Oder schwenken Sie um: Kaufen Sie sich zum Anzug, der Ihnen gefällt, einfach den passenden Untersatz.
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Fabrikverkäufe: Wer hat was?

APRILIA: Neben wenigen funktionellen Bekleidungsstücken vor allem für die Rollerfahrer der Marke halten die Italiener eine reichhaltige Auswahl an Freizeitbekleidung und Accessoires für Mille und Co. parat.
Benelli: Die Fahrerausstattung beschränkt sich auf wenige Leder- und Textiljacken, der Großteil des Bekleidungsangebots ist mit Sweatshirts, Kappen und Schrauberoveralls sehr freizeitorientiert ausgelegt.
BMW: Ein schnieker Schrauberoverall, das ist das, was den Münchnern noch im Sortiment fehlt. Ansonsten können sich aufgrund der dezenten Platzierung des Markennamens selbst Nicht-BMW-Fahrer von Kopf bis Fuß komplett einkleiden.
Buell: Von allem etwas, so das Leitmotto im Zubehörprogramm von Buell. Neben soliden Kombinationen in Leder und Textil, gefertigt von Vanson Leathers, gibt es auch Helme und Stiefel.
Ducati: In Sachen Fahrerausstattung vertraut man auf die bekannte Qualität von Dainese. Für jeden Modelltyp aus Bologna ist ein passendes Ornat inklusive Helm und Stiefel zu finden. Der Anteil an Freizeitbekleidung ist gigantisch.
Harley-Davidson: Beim Bekleidungsprogramm ist man ähnlich wie bei BMW komplett bestückt, allerdings ist bei Harley die Gestaltung
extrem auf die Modellpalette aus Milwaukee abgestimmt.
Honda: Überschaubar ist das Programm beim weltgrößten Motorradhersteller, umfasst mit funktionellen Textil- und Lederkombis aber genau das, was man zum Motorradfahren braucht. Für Markenfans keine Fundgrube.
Kawasaki: Keine Chance für Ninja-Piloten – das Team Green ist im Lederbereich sehr schwach aufgestellt. Größer ist die Auswahl bei Textilbekleidung, wo auf bewährte Ware von Dainese
zurückgegriffen wird. Gut sortiert ist der Cross-Sektor inklusive passender Schutzausrüstung für Kinder.
KTM: Einen Schwerpunkt bei der Fahrerausstattung bildet natürlich der Cross-Bereich. Aber auch Endurowanderer oder Supermoto-Freaks können sich beim Fachhändler von Kopf bis Fuß in Orange einkleiden.
Moto Guzzi: Sehr stilvoll auf das Traditionshaus in Mandello del Lario abgestimmte Fahrerkollektion. Vor allem die Vintage-Bekleidung dürfte auch markenfremde Oldie-Fans ansprechen. Handschuhe, Stiefel und Helme runden das Programm ab.
Moto Morini: Ein Hingucker sind auf jeden Fall die exklusiven Arai-Helme im Morini-Look. Ansonsten beschränkt sich das Bekleidungs-Angebot auf wenige Jacken und Handschuhe.
MV Agusta: Brutal sportlich geht’s bei der Italo-Edelmarke mit Lederkombis, Helmen und Handschuhen zu. Auf allwettertaugliches Textil hat man mit Blick auf die
Modellpalette dagegen verzichtet.
MZ: Twin Skin heißt die Bekleidungslinie des sächsischen Motorradherstellers und umfasst neben
einer Lederkombi auch einen Textilanzug. Etwas umfangreicher ist der Fanshop für die »Emme« bestückt.
Suzuki: Einteiler für den GSX-
R-Piloten, funktionelle Textilbekleidung für V-Strom-Fahrer. Auch Helme, Handschuhe und Stiefel ziert das Markenlogo. Bei der Zusammenstellung der Kollektion greift Suzuki auf das Know-how von Büse zurück.
Triumph: Im Heimatland Großbritannien hat der Hersteller längst einen ähnlichen Status wie BMW hierzulande. Triumph-Fahrer tragen selbstverständlich Triumph-Bekleidung. Bis auf Helme haben die Engländer alles im Programm.
Yamaha: Einteiler, Zweiteiler, Textiles und Leder, dazu ein umfangreiches Cross-Equipment. Das Sortiment ist sehr üppig. Die Basis für
die Fahrerausstattung mit der japanischen Stimmgabel kommt unter anderem aus Italien von Dainese.

Aprilia: Techno Tourer

Fahrwerk: zweiteilige Textil-Kombination
aus Cordura mit Kevlarbesatz, wasserdichte Innenjacke und Steppfutter zum Herausnehmen, abnehmbare Bein- und Rückentaschen,
CE-Protektoren in Schultern, Ellbogen und
Knien, für Rücken nachrüstbar
Maße und Gewichte: Cordura-Gewebe in 500D-Stärke; Unisex-Größen von S bis XXL; Gesamtgewicht 3,6 Kilogramm (Größe L)
Preise: Jacke 219,95 Euro;
Hose 113,95 Euro
Kontakt: Aprilia, Telefon 00800/15565500, www.aprilia.de
FaziT Der typische Aprilia-Fahrer fährt... Roller. Und legt keinen Wert auf imagefördernde Bekleidung. Der Techno Tourer kann weder den Fan der Marke noch einen pragmatisch veranlagten
Motorradfahrer überzeugen. Auf den ersten Blick unterscheidet sich der Anzug kaum
von einer schnöden Standardkombi aus dem Sortiment der großen Shopketten, und das Aprilia-Logo ist selbst bei genauerem Hinsehen kaum zu finden. Geboten wird eine sehr weit geschnittene Textilkombi, die maximal
urbane Rollerpiloten erfreuen dürfte. Mit Blick auf die italienische Konkurrenz ist hier noch
erhebliches Ausbaupotenzial vorhanden.

BMW: Atlantis 3 Pro

Fahrwerk: zweiteilige Kombination aus wasserab-
weisendem Nubuk-Rindleder, Gore-Tex-Innenanzug zusätzlich nachrüstbar, CE-Protektoren in Rücken, Schultern, Ellbogen und Knien, für Hüfte nachrüstbar
Maße und Gewichte: Lederstärke
1,2 bis 1,4 Millimeter; Damengrößen
36 bis 46; Herrengrößen 46 bis 66 plus Zwischengrößen; Gesamtgewicht 5,3 Kilogramm (Größe 52)
Preise (mit Gore-Tex-Insert): Jacke 685 (874) Euro;
Hose 530 (689) Euro
Kontakt: BMW Motorrad, Telefon 0180/5001972, www.bmw-motorrad.de
FaziT Reißverschluss-Zipper in Form des
BMW-Tankdeckels, ein weißblauer Propeller, der daumennagelgroß am Jackenbündchen hängt – für echte Fans der Bayern, die ihre Liebe zur Marke offen zur Schau tragen wollen, taugt
die Atlantis 3 Pro nicht. Dafür kann der Anzug
prinzipiell Motorradfahrer aller Marken an-
sprechen, die auf der Suche sind nach einer erstklassig verarbeiteten, wasserdicht ausge-
statteten Lederkombi mit lässiger Passform, aber gelungenem Sitz. Das Gesamtpaket ist BMW-typisch teuer, dafür hochwertig bis ins Detail. Das Größenspektrum ist immens.

Buell: Sport Rider

Fahrwerk: zweiteilige Kombination aus Rindleder, CE-Protektoren in Rücken, Schultern, Ellbogen und Knien, Hüfte gepolstert
Maße und Gewichte: Lederstärke 1,5
bis 1,7 Millimeter; Damengrößen XS bis XXL; Herrengrößen XS bis 3XL, auf Wunsch auch als Maßanfertigung erhältlich; Gesamtgewicht 5,3 Kilogramm (Größe L)
Preise: Jacke und Hose je 649 Euro
Kontakt: Buell, Telefon 0180/3001203, www.buell.de
Fazit Wem bislang noch ein Grund gefehlt hat, Buell zu fahren: Hier ist er! Absolut
authentisch, wie der entsprechende Untersatz, ist das Ornat für den Buell-Fahrer. Die Ware ist heavy duty und, wie sollte es anders sein, natürlich »Made in USA«. Gefertigt
wird die geschmeidige Lederkombination von Vanson Leathers, einer Marke, die in Deutschland ähnlich exklusiv wie Buell gehandelt wird. Der Anzug ist nicht billig, kann jedoch mit erstklassiger Verarbeitung und hochwertigen Details wie soliden Messingreißverschlüssen und sauber vernähten Logos in Platin-Optik glänzen. Einziges Manko: Dieser Anzug passt definitiv nur zu einer Buell.

Ducati: Corporate

Fahrwerk: zweiteilige Kombination aus Rindleder, CE-Protektoren in Schultern,
Ellbogen und Knien, Hüfte gepolstert, für
Rücken nicht nachrüstbar
Maße und Gewichte: Lederstärke
1,2 bis 1,4 Millimeter; Damengrößen
42 bis 48 (italienische Angaben, entspricht 36 bis 42); Herrengrößen 48 bis 60; Gesamtgewicht 4,8 Kilogramm (Größe 52)
Preis: 725 Euro (Kombination)
Kontakt: Ducati, Telefon 02236/39120, www.ducati.com
Fazit Ducati nutzt als Vorlage eine
Stangenkombi von Dainese, doch mit wenigen Handgriffen wird daraus die passende Bekleidung für stolze Testastretta-Piloten oder coole Monster-Fahrer. Das zeitlos-elegante
Design ist typisch italienisch gewürzt mit der Tricolore an den Hosenbeinen, als i-Tüpfelchen prangt Ducatis Kaffeebohnen-Logo auch auf den Knieschleifern. Qualitativ gibt es an
der Dainese-Kombi nichts zu mäkeln. Der Zweiteiler ist sauber verarbeitet und bietet genau die Ausstattung, die man von einer soliden Lederkombi erwartet. Im Vergleich zu den üblichen Preisen, die in den Dainese-Shops gefordert werden, geht der Preis
von 725 Euro in Ordnung.

Harley Davidson: Raceway/FXRG

Fahrwerk: Jacke aus sonnenreflektierendem Rindleder, Lederhose mit wasserdichtem Innenfutter, CE-Protektoren in Schultern, Ellbogen, Hüfte und Knien, für Rücken nicht nachrüstbar
Maße und Gewichte: Lederstärke 1,2 bis 1,4 Millimeter; Damengrößen von XS bis XL (in drei Weiten); Herrengrößen von S bis 3XL; Gesamtgewicht 5,9 Kilogramm (Größe XL)
Preise: Damenjacke 593 Euro; Herrenjacke 667 Euro;
Hose ab 563 Euro
Kontakt: Harley-Davidson,
Telefon 0180/3001340,
www.harley-davidson.de
Fazit Die stolzen Stahlrösser kommen aus Milwaukee, im Leder für den Fahrer steht verschämt ein »Made in China«.
Optisch aufwendig auf sportive V-Rod- oder Sportster-Fahrer abgestimmt, schränken bei der Jacke weiter Zuschnitt und Ausstattungsmakel wie ein fehlender Verbindungsreißverschluss die Praxistauglichkeit als effektive Schutzbekleidung ein. Die Hose kann mit wasser-
dichtem Inlay und weit zu öffnendem
Beineinstieg besser punkten. Bei den Preisen rangiert man – genau wie
bei den Bikes – in der oberen Liga.

Honda: GP

Fahrwerk: zweiteilige Kombination aus Rindleder
mit Textil-Stretcheinsätzen, Reflexpaspeln,
CE-Protektoren in Schultern, Ellbogen und Knien,
für Rücken und Hüfte nachrüstbar
Maße und Gewichte: Lederstärke 1,2
bis 1,4 Millimeter; Damengrößen von
36 bis 44; Herrengrößen von 46 bis 60; Gesamtgewicht 4,6 Kilogramm (Größe 52)
Preis: 699,99 Euro (Kombination)
Kontakt: Honda Fashion, Telefon 02166/1446176, www.honda-fashion.de
Fazit Eine Kombi, wie geschaffen für Honda-
Motorräder – grundsolide Ausstattung, das Design ebenso neutral und sachlich wie die Maschinen, für die sie angeboten wird. Piloten einer Fireblade dürfte der GP-Zweiteiler genauso zusagen wie dem Fahrer einer CBF 600. Der Honda-Schiftzug mit dem typischen Wing auf den Ärmeln ist
unaufdringlich, aber prägnant und findet selbst als Aufdruck auf den dünnen Reflexpaspeln statt. Passform, Verarbeitung und Preis – nichts, woran es etwas zu meckern gäbe. Doch Hondas Werbespruch »The
Power of Dreams«, als Banderole in das
Netzfutter eingearbeitet, will nicht so
recht überspringen. Ein wenig mehr Pepp
dürfte schon sein.

Kawasaki: San Marco

Fahrwerk: zweiteilige Kombination aus Textilge-
webe, herausnehmbares Thermofutter, Teflonbeschichtung, wasserdichte Klimamembrane, CE-Protektoren in Schultern, Ellbogen und Knien, für Rücken nachrüstbar
Maße und Gewichte: Cordura-Gewebe in 500D-Stärke; Damengrößen von 44 bis 50 (italienische Angaben, entspricht 38 bis 44); Herrengrößen von 46 bis 58; Gesamtgewicht
3,3 Kilogramm (Größe 52)
Preis: Jacke 269,70 Euro,
Hose 146,43 Euro
Kontakt: Kawasaki, Telefon 06172/7340, www.kawasaki.de
Fazit Kleine Kawa-Schriftzüge auf Front und
Rücken, das markentypische Grün als Farbtupfer auf dem Ärmel – den Team-Green-Gedanke transportiert die San-Marco-Kombi nicht besonders überzeugend. Anders allerdings, wenn man es rein funktional
betrachtet. Denn dann könnten beispielsweise Fahrer
einer ER-6f den Kauf erwägen. Schließlich gibt es
für 400 Euro eine grundsolide Textilkombi in wetterfester Ausführung inklusive eines heraustrennbaren Thermofutters für die kalten Tage. Und alles zusammen in bewährter Dainese-Qualität. Als Bonbon steht dann noch Kawasaki auf Front und Rücken, und die Ärmel sind so grün wie das Herz des
Fahrers. Das hat nicht jeder.

KTM: Hunter

Fahrwerk: zweiteilige Kombination aus Rind-
leder, herausnehmbares Netzfutter, Ventilationseinsätze, Knieschleifer nachrüstbar, CE-Protektoren in Schultern, Ellbogen und Knien, für Rücken
und Hüfte nachrüstbar
Maße und Gewichte: Lederstärke
1,2 Millimeter; Größenspektrum
noch offen; Gesamtgewicht 4,4 Kilo-gramm (Größe 52)
Preis: 675 Euro (Kombination)
Kontakt: KTM, Telefon 09628/92110, www.ktm.de
Fazit Fight the fat. Auch bei der Fahrerausstattung bleibt KTM mit einem Gewicht von
4,4 Kilo für den Zweiteiler seinem gern zitierten Grundsatz treu. Die sportlich ausgelegte Orangenhaut dürfte vor allem Fahrern einer LC4
oder 950 Supermoto gefallen. Die von KTM gestaltete Kombi überzeugt durch ein eigenständiges
Erscheinungsbild und eine stimmige Detailarbeit. Das per Reißverschluss heraustrennbare Netzfutter ist waschbar, die Verbindungsreißverschlüsse
sind fest im Leder vernäht. Besonders pfiffig: der weiche Neoprenkragen. Das griffige Leder lässt sich angenehm tragen, die Proportionen sind sehr gut gelungen. Bei der Preisgestaltung hat man fair kalkuliert. 675 Euro sind bei dem Gegenwert keine übertriebene Ausgabe.

Suzuki: Racing

Fahrwerk: einteilige Kombination aus Rindleder, herausnehmbares Netzfutter,
CE-Protektoren in Rücken, Schultern, Ellbogen und Knie, Hüfte gepolstert
Maße und Gewichte: Lederstärke 1,2 bis
1,4 Millimeter; Herrengrößen von 48 bis 58;
als Zweiteiler auch in Damengrößen von
36 bis 40 erhältlich; Gesamtgewicht
5,2 Kilogramm (Größe 50)
Preis: voraussichtlich 800 Euro
Kontakt: Suzuki, Telefon 06251/57000, www.suzuki.de
Fazit Markenbewusste GSX-R-
Piloten können aufatmen. Denn mit dem brandneuen Einteiler können sie auch fernab ihres Untersatzes zeigen, wo der Hammer hängt. Zusammen
mit Büse hat Suzuki die Fahrerausstattung
für 2007 überarbeitet und schickt diese Rennkombi auf die Piste. Beim Design auf die Kriegsbemalung der GSX-R-Reihe
ausgelegt, kann der Einteiler zudem mit Verarbeitung und Ausstattungsdetails wie den
soliden Metallreißverschlüssen, einem guten
Protektorenpaket und den weichen Neoprenbündchen am Ärmel überzeugen. Dazu kommen hochwertige,
elastische Textileinsätze von Schoeller, ein Rückenhöcker
und Lederdopplungen an den entscheidenden Stellen.

Triumph: Romero/Western

Fahrwerk: Jacke und Hose aus Rindleder,
CE-Protektoren in Schultern, Ellbogen und Knien,
für Rücken nachrüstbar
Maße und Gewichte: Lederstärke 1,0 bis 1,2 Millimeter; Jacke in Herrengrößen von 48 bis 62; Hose in Damengrößen von XS bis 3XL und Herrengrößen von 30 bis 42; Gesamtgewicht 4,2 Kilogramm (Größe 52/34)
Preis: Jacke 339 Euro;
Hose 279 Euro
Kontakt: Triumph,
Telefon 06251/57000,
www.triumphmotorcycles.de
Fazit Das eigentliche Highlight der stilvoll
gestalteten Lederjacke ist die Story, die dahintersteckt. Erinnern soll sie an Gene Romero, einen US-Dirt-Track-Fahrer, der Ende der
Sechziger mit einer beigefarbenen Lederkombi auf einer Triumph erfolgreich war. Preislich ist die sauber verarbeitete Jacke sehr attraktiv, noch dazu, wenn man die zahlreichen Details wie Prägungen im Leder und aufwendig
vernähte Logos betrachtet. Die Lederhose,
Modell Stangenware, wirkt dagegen reichlich teuer. Passform und Zuschnitt sind eher zum gemächlichen Touren auf Bonnevilles oder Rocket III gedacht.

Yamaha: Mako

Fahrwerk: zweiteilige Kombination
aus Rindleder, antibakterielles Netzfutter,
CE-Protektoren in Schultern, Ellbogen
und Knien, Hüfte gepolstert
Maße und Gewichte: Lederstärke
1,2 bis 1,4 Millimeter; Herrengrößen
von 48 bis 58; Gesamtgewicht 4,9 Kilo-gramm (Größe 52)
Preis: 895 Euro (Kombination)
Kontakt: Yamaha, Telefon 02131/20130, www.yamaha-motor.de
Fazit Konventionelle Lösung bei Yamaha. Man nehme eine Dainese-Kombi und
garniere sie mit Yamaha-Schriftzügen und
-Stimmgabeln. Das hat zwar den Vorteil, dass man auf die bewährte Qualität eines namhaften Bekleidungskonfektionärs setzt, der eigenständige Auftritt bleibt dabei
allerdings auf der Strecke. Der Preis ist, gemessen an der Vorlage, üppig: Mit knapp 900 Euro rangiert man deutlich über der Basiskombi von Dainese. Zuschnitt und Passform sind eher tourensportlicher
Natur und damit mehr für FJR- oder Fazer-Piloten geeignet. Markenbewusste Sportfahrer kommen aber auch zum Zug. Für R1- oder R6-Fahrer hält Yamaha einen optisch ähnlich aufgebauten Einteiler, ebenfalls aus dem Sortiment von Dainese, bereit.

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