Produkttest: Tourensportreifen 120/70 ZR 17 und 180/55 ZR 17 (Archivversion)

Gesellschaft mit bester Haftung

Reifen im Test:

Avon VP2 Sport
Dunlop Roadsmart
Metzeler Roadtec Z6 Interact
Michelin Pilot Road2 2CT
Pirelli Angel ST

Wenn da nicht diese verdammte Flankenwertung am Motorrad-Treff wäre. Denn solange die existiert, wird es kein Fahrer eines Supersportlers wagen, bei der Wahl neuer Reifen zu einem Profil touristischer Provenienz zu greifen.

Dabei hat die Reifengattung in Sachen Sportlichkeit allerhand zu bieten. So lautet jedenfalls das generelle Fazit des MOTORRAD-Reifentests im Falle der 2009er-Tourensportreifen: Sportliche Landstraßenfahrer kommen auch mit einem touristischen Gummi voll auf ihre Kosten. Einschränkungen in puncto Schräglage werden nicht von den Reifen, sondern fast ausschließlich von der Peripherie des Testmotorrads gesetzt – sprich aufsetzende Fußrasten oder ein schleifender Hauptständer im Falle der Suzuki Bandit 1250 S, auf der in diesem Jahr die Fahrtests absolviert wurden. Bei so viel sportlichem Ehrgeiz liegt die Vermutung nahe, dass die Langlebigkeit der Pneus auf der Strecke bleibt. Dieses Kriterium ist aktuell nicht überprüft worden. Doch bei der letzten Verschleißmessung von Tourensportreifen im Jahr 2007 zeigte sich, dass diese in Sachen Wirtschaftlichkeit nicht gleich in die Knie gehen: Nach der Distanz von über 5000 Kilometern verfügte ein Großteil der damaligen Testpaarungen bis zum gesetzlichen Limit von 1,6 Millimetern hinten noch weit über 30 Prozent Rest-profil. Nicht zuletzt durch die Erfahrungen mit den MOTORRAD-Dauertestmaschinen dürfte sich sich daran wenig geändert ha-ben. Und das Verschleißverhalten wird auf jeden Fall noch einmal ein Thema sein. In diesem Jahr hat MOTORRAD die Sportrei-fen einer Verschleißmessung unterzogen (siehe Ausgabe 12/2009), bei welcher der Michelin Pilot Road2 2CT als Referenzreifen (Testsieger 2007 und 2008) mitlief. Wie sich sein Verschleißverhalten von einem reinen Sport- und einem echten Rennreifen unterscheidet, steht in MOTORRAD 15/2009.

Dem kundigen Leser fällt bereits beim Durchblättern dieses Tests auf, dass wichtige Vertreter wie beispielsweise die Paarung von Conti nicht dabei sind. Der RoadAttack steht kurz vor der Ablösung, die Vorstellung des Nachfolgers im Tourensportsegment des Hannoveraner Reifen-bäckers ist für diesen Sommer geplant. Da der RoadAttack bereits beim Vergleich 2007 unter „ferner liefen“ einsortiert wurde, hat MOTORRAD den Pneu nicht mehr einem Vergleich unterzogen.
Mit Bridgestone fehlt ein weiterer großer Name im Testfeld. Allerdings nicht, weil ein Nachfolger für den BT 021 zu erwarten wäre, sondern weil Bridgestone die Reifen nicht rechtzeitig zur Verfügung stellen konnte. Somit mussten die Tester auf ein Pärchen aus dem MOTORRAD-Reifenlager zurückgreifen, die nicht mehr dem aktuellen technischen Stand des Bridge-stone-Tourensportlers entspricht und deshalb nur zu Vergleichszwecken ohne Wertung eingesetzt wurde.

Mitte 2008 hat Bridgestone den BT 021 überarbeitet und vorne mit höherem Anfangsprofil versehen. Erkennbar ist die aktuelle BT 021-Version an dem Buch-stabenkürzel VDD, welches vor der DOT-Nummer zu finden ist. Bei den Testfahrten überzeugte der Vorgänger mit der Kennung VDB zwar mit guter Rückmeldung und Haftung, ließ sich aber etwas träge einlenken und zeigte im Vergleich zur Konkurrenz im Soziusbetrieb deutlich mehr Walkbe-wegungen. Auf der Nassstrecke offenbarte der BT 021 mit schmalem Grenzbereich und spontanem Rutschverhalten deutliche Schwächen. Ob der aktuelle BT 021 einen anderen Testeindruck hinterlassen hätte, muss leider offen bleiben.
So viel also zu den „Nicht-Teilnehmern“ im Tourensportreifen-Test. Kommen wir zu den Exemplaren, die bewertet wurden. Bei Avon fiel die Wahl diesmal auf den VP2 Sport, der sich nicht nur in der Namens-gebung als sehr sportlich erweist, sondern auch vom Hersteller dem Segment Sport-reifen zugeordnet wird. Durch den zusätzlich angebotenen reinrassigen Sportreifen VP2 Supersport kommt ihm aber eine Mittlerrolle zwischen Tour und Sport zu. Weit stärker auf touristische Belange aus-gelegt ist weiterhin der Storm ST, der allerdings in den letzten Tests immer auf den hinteren Plätzen landete und daher weniger interessant ist als der bislang nicht getestete VP2 Sport.

Mit dabei sind weiterhin die bekann-ten Profile von Dunlop (Roadsmart) und Michelin (Pilot Road2 2CT). Im letzten Jahr konnten sie bereits bei einem kompakten Vergleich auf der Honda CBR 600 RR die Plätze eins (Michelin) und zwei (Dunlop) belegen. In diesem Jahr galt es, die guten Leistungen auf nasser und trockener Strecke auf der deutlich schwereren Suzuki Bandit 1250 S unter Beweis zu stellen.
Außerdem mussten sie sich mit dem Metzeler Roadtec Z6 Interact und Pirelli Angel ST gleich zwei neuen Herausforde-rern stellen – wobei Letzterer gleich mit einem Härtetest bei einer Weltrekordfahrt über 24 Stunden zu beeindrucken versucht. Hier im Test zählten indes „normale“ Faktoren, wie sie ein Motorradfahrer im Alltag auf der Land-straße erlebt: Handlichkeit, Lenkpräzision, Fahrverhalten mit Sozius, Grenzbereich-verhalten auf nasser Fahrbahn.
Und die Bilanz? Erstaunlicherweise bleibt alles beim Alten: Die „Neuen im Ring“ schaffen es nicht, den arrivier-ten Exemplaren den Rang streitig zu machen. Dunlop und Michelin siegen mit deutlichem Abstand.
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Fazit (Archivversion)

Der Tourensportreifen-Test 2009 endet mit gewohntem Bild. Michelin und Dunlop stehen wieder einmal ganz vorne, in diesem Jahr teilen sie sich Platz eins. Der Michelin besitzt die beste Performance bei Nässe, der Dunlop punktet beim Fahrtest auf der Landstraße. Die Newcomer von Metzeler und Pirelli bringen keine neuen Erkenntnisse. Und der Avon versagt auf nasser Strecke.

Der Nasstest (Archivversion) - Nur nicht Baden gehen

Was sich auf trockener Strecke noch dicht gedrängt zeigte, folgt im Nassen mit deutlichem Abstand aufeinander. Auf der 1,6 Kilometer langen, permanent bewässerten Teststrecke, die sich wie die Trockenteststrecke auf dem Erprobungsgelände von Dunlop/Goodyear im südfranzösischen Mireval befin-det, hat MOTORRAD nicht nur die Haftung in Kurven und beim Beschleunigen verglichen. Ein weiterer wichtiger Punkt war das Brems-verhalten auf nasser Fahrbahn. Hier stechen Dunlop Roadsmart und Michelin Pilot Road2 mit gleich guten Werten heraus, mit Abstand folgen Metzeler und Pirelli. Schlusslicht ist der Avon VP2 Sport in diesem Testkriterium. Wobei der England-Pneu auch in anderer Be-ziehung Schwächen zeigt. Das Haftvermögen auf nasser Strecke ist mäßig, infolge dessen leiden auch Lenkpräzision und Handlichkeit. Bekannt gut funktioniert Michelins Pilot Road2 2CT im Nassen, ebenso kann der Dunlop Road-smart beeindrucken. Erstaunlicherweise liefern gerade die beiden neuen Teilnehmer im Ring, der überarbeitete Metzeler Roadtec Z6 Interact und Pirellis Angel ST, auf nassem Grund keine neuen Erkenntnisse.

Beim Interact fällt das träge Einlenkverhalten auf, das bereits bei seinem Vorgänger im vergangenen Jahr bemängelt wurde. Der komplett neu konstruierte Pirelli Angel ST muss sich sogar noch hinter dem Metzeler ein-sortieren. Die Fahreigenschaften der vom gleichen Konzern gefertigten Reifen sind beinahe identisch. Eine etwas schlechtere Haftung beim Pirelli, die sich auch in der langsameren Rundenzeit widerspiegelt, gibt den Ausschlag für die schlechtere Platzierung.

Fazit: Zum wiederholten Male ist der Michelin Pilot Road2 2CT der eindeutige Sieger auf nasser Strecke. Der Abstand zum zweitplatzierten Dunlop Roadsmart ist mit sieben Punkten deutlich. Klarer Verlierer im Regen: Avons VP2 Sport.

Avon VP2 sport (Archivversion)

Daten
Gewicht: vorn 4,5 kg, hinten 6,1 kg
Herstellungsland: England
Infos/Freigaben: Cooper Tyres, Telefon 06078/93850, www.avon-motorradreifen.de

Bewertung:
Landstraße trocken (123 Punkte, Platz 2)
Unterm Strich ist es nicht erstaunlich, dass der klar nach sportlichen Gesichtspunkten konstruierte Avon auf trockener Fahrbahn überzeugt. Auf der 1250er-Bandit fühlt sich der VP2 Sport sehr handlich und neutral an. Auch bei zügiger Fahrt ist die Rückmeldung gut und das Aufstellmoment beim Bremsen in Schräglage gering. Keine Klagen auch im Soziusbetrieb. Der Reifen bleibt neutral und haftfreudig. Im Neuzustand war zunächst ein deutliches Shimmy spürbar, welches sich aber nach kurzer Zeit stark reduzierte.

Nasstest (61 Punkte, Platz 5)
Die Haftung in Schräglage ist schlecht, darunter leiden Lenkpräzision und Handlichkeit. Beim Beschleunigen dreht das Hinterrad früh durch, beim Bremsen braucht der Avon deutlich mehr Meter als die Konkurrenz.

Fazit
Sportlich orientierte Landstraßenfahrer werden beim Avon voll auf ihre Kosten kommen – aber nur, solange die Straße trocken ist. Bei Nässe ein Problemfall.

Testergebnis: Platz 5184 Punkte

Dunlop Roadsmart (Archivversion)

Daten
Gewicht: vorn 4,5 kg, hinten 6,9 kg
Herstellungsland: Frankreich
Infos/Freigaben: Dunlop, Telefon 06181/6801, www.dunlop.de

Bewertung:
Landstraße trocken (125 Punkte, Platz 1)
Der Name ist Programm: Beim alltäglichen Einsatz überzeugt der Roadsmart durch seinen hohen Grip und die gute Rückmeldung. Das neutrale Fahrverhalten bleibt über den gesamten Schräglagenbereich erhalten, weitere Pluspunkte sammelt der Dunlop-Pneu durch seine guten Handling-Eigenschaften. Das Aufstellmoment beim Bremsen in Schräglage ist insgesamt sehr gering, und beim Fahren mit Sozius behält der Roadsmart seine Qualitäten.

Nasstest (79 Punkte, Platz 2)
Überzeugende Vorstellung auf nasser Fahrbahn. Gute Haftung beim Beschleunigen und in Schräglage, dazu eine ein-wandfreie Verzögerung beim Bremsen: Dank seines breiten, gut einschätzbaren Grenzbereichs ist der Roadsmart eine Empfehlung für Fahrten im Regen.

Fazit
Erstklassiges Ergebnis auf trockener Piste, dazu eine sehr gute Leistung im Nassen. Der Roadsmart ist ein Reifen für alle Gelegenheiten.

Testergebnis: Platz 1 (204 Punkte)

Metzeler Roadtec Z6 Interact (Archivversion)

Daten
Gewicht: vorn 4,3 kg, hinten 6,7 kg
Herstellungsland: Deutschland
Infos/Freigaben: Pirelli Deutschland, Telefon 089/49080, www.metzelermoto.de

Bewertung:
Landstraße trocken (118 Punkte, Platz 3)
Metzelers Z6 in der neuen „Interact“-Version gefällt zwar durch seine gute Haftung in Schräglage und bleibt über den gesamten Schräglagenbereich wunderbar neutral. Doch beim Einlenken in Kurven gibt er sich etwas träge. Die Handlichkeit liegt spürbar hinter der Konkurrenz von Avon, Dunlop und Michelin. Das Aufstellmoment beim Bremsen in Schräglage ist insgesamt gering, aber spürbar. Keine Abstriche müssen hingegen beim Fahren mit Sozius gemacht werden.

Nasstest (73 Punkte, Platz 3)
Beim Nasstest bleibt das Aha-Erlebnis aus. Das Grenzbereichverhalten ist gut ein-schätzbar, das Einlenken bleibt – wie schon bei trockener Fahrbahnträge.

Fazit
Auch in der Interact-Ausführung kann der Z6 nicht vollständig überzeugen. Besonders markant: das träge Einlenkverhalten.

Testergebnis: Platz 3 (191 Punkte)

Michelin Pilot Road2 2CT (Archivversion)

Daten
Gewicht: vorn 4,6 kg, hinten 6,4 kg
Herstellungsland: Spanien
Infos/Freigaben: Michelin, Telefon 0721/5303349, www.michelin.de

Bewertung:
Landstraße trocken (118 Punkte, Platz 3)
In diesem Test ist der Road2 der Reifen mit den zwei Gesichtern: Auf der einen Seite gibt sich der Pneu sehr handlich und lässt sich kurvengierig einlenken. Auf der ande-ren Seite wirkt er bei höheren Schräglagen sehr kippelig, was Tourenfahrer als extrem störend empfinden. Auf der Positivseite verbleiben weiterhin ein hohes Haftniveau sowie die guten Fahreigenschaften im Soziusbetrieb.

Nasstest (86 Punkte, Platz 1)
Auf nasser Fahrbahn kennt der Michelin nur ein Ziel: der Konkurrenz auf und davon zu fahren. Bezüglich Beschleunigung, Haftung in Schräglage oder bei der Bremsmessung erreicht der Road2 Bestwerte. Unterm Strich gibt es bei Regen keinen agileren Reifen.

Fazit
Für vielfahrende Alltagsfahrer bleibt der Michelin weiterhin erste Wahl aufgrund seiner überragenden Eigenschaften bei Nässe.

Testergebnis: Platz 1 (204 Punkte)

Pirelli Angel ST (Archivversion)

Daten
Gewicht: vorn 4,2 kg, hinten 6,1 kg
Herstellungsland: Deutschland
Infos/Freigaben: Pirelli Deutschland, Telefon 06163/710, www.pirellimoto.de

Bewertung:
Landstraße trocken (118 Punkte, Platz 3)
Gute Rückmeldung, breiter Grenzbereich und mehr als ausreichende Haftung für die meisten Tourenbikes – Pirellis neuer Angel ST gibt einen guten Einstand. In puncto Handlichkeit und Neutralität müssen allerdings kleinere Abstriche gemacht werden, in der Lenkpräzision liegt er minimal hinter dem gleich platzierten Metzeler Z6. Beim Bremsen in Schräglage fällt ein leichtes Aufstellmoment auf, die Fahrt mit Sozius meistert der Pirelli ohne spürbare Leistungseinbußen.

Nasstest (72 Punkte, Platz 4)
Auf nasser Piste gefällt der Angel durch seine gute Rückmeldung sowie akzeptable Bremswerte. Aufgrund seines etwas schmaleren Grenzbereichs bleibt er in der Abschlusswertung bei Regen knapp hinter dem Metzeler Z6, dem er ansonsten sehr ähnelt.

Fazit
Ein guter Allrounder mit guter Rückmeldung und Lenkpräzision, der sich bei Nässe allerdings knapp dem Metzeler geschlagen geben muss.

Testergebnis: Platz 4 (190 Punkte)

So testet MOTORRAD (Archivversion) - Punktgenau

Als Basisfahrzeug des MOTORRAD-Reifentests diente die Suzuki Bandit 1250 S, auf der alle Reifen auf der Trocken- und Nassteststrecke von Dunlop/Goodyear in Mireval/Frankreich bewertet wurden. Hier steht, was sich genau hinter den Bewertungskriterien verbirgt. Die Testergebnisse der mit einem Stern gekennzeichneten Kategorien lassen sich mit kleinen Einschränkungen auf Motorräder übertragen, die ähnliche Fahrwerksdaten wie die Suzuki Bandit 1250 besitzen.

Handlichkeit
benötigte Lenkkraft, um die Maschine in Schräglage zu bringen oder sie auf der gewünschten Linie zu halten. Wird in langsamen (50 bis 80 km/h) und schnellen Wechselkurven (100 bis 150 km/h) getestet.

Lenkpräzision
wird in unterschiedlich schnellen Passagen mit komplizierten Kurvenradien getestet und gibt Auskunft darüber, ob das Motor-rad dem gewünschten Kurs, der über die Lenkkräfte vorgegeben wird, folgt oder ob die Linie korrigiert werden muss.

Haftung in Schräglage
Seitenführung in maximaler Schräg-lage auf nassem und trockenem Asphalt. Eine Gratwanderung, die nur auf abgesperrter Strecke ge-testet werden kann.

Haftung beim Beschleunigen
Seitenführung und Kraftübertragung in unterschiedlich schnellen Kurven. Wird ebenfalls bei Nässe und Trockenheit getestet.

Grenzbereichverhalten
Beherrschbarkeit des Reifens im Grenzbereich der Haftung auf nasser und trockener Strecke.

Aufstellmoment
Beim Bremsen in Kurven richtet sich das Motorrad je nach Verzögerung und Reifenkontur mehr oder weniger aus der Schräglage auf. Diese Reaktion muss vom Fahrer mit einer Gegenkraft (Drücken) am kurveninneren Lenkerende ausgeglichen werden.

Kurvenstabilität
Fahrstabilität bei Kurvenfahrt, in Wechselkurven und bei Bodenwellen. Wird in unterschiedlichen Modi (Landstraße solo und mit Sozius, Rennstrecke) bewertet. Der Test erfolgt in maximaler Schräglage und in der Beschleunigungsphase, in der sich manche Reifen regelrecht aufschaukeln können.

Luftdruck im Test
2,5 bar vorne, 2,9 bar hinten

Auf der Landstraße (Archivversion) - Ein enges Feld

No sports, die Maxime Winston Churchills, kann nicht auf die aktuelle Generation der Tourensportreifen von fünf großen Herstellern angewandt werden. Für diesen Test wurde mit der Suzuki Bandit 1250 S ein klassisches Tourenmotorrad eingesetzt, das zu keinem Zeitpunkt Probleme mit einer der Testpaarungen hatte. Im Gegenteil: Eher limitierte das Bike selbst das Können der Reifen.

Dass die Reifen darüber hinaus Potenzial besitzen, zeigt der Blick zurück auf den Reifentest 2008, wo als Testfahrzeug eine supersportliche Honda CBR 600 RR diente. Auch auf dem Supersportler bewiesen die Tourensportreifen ein hohes Durchhaltevermögen. In der Summe kann sich der Roadsmart durch einen minimalen Vorsprung beim Thema Lenkpräzision knapp vom Avon VP2 Sport absetzen. Metzeler, Michelin und Pirelli landen in der Trockenbilanz alle auf Platz drei – wobei sie mit unterschiedlichen Stärken locken. So beispielsweise der Michelin mit seiner superben Handlichkeit.

Fazit: Unterm Strich bietet der Dunlop Roadsmart für den sportlichen Tourenfahrer die beste Mischung auf trockener Strecke, dicht gefolgt vom Avon VP2 Sport. Extreme Unterschiede gibt es insgesamt nur wenige wie beispielsweise das kippelige Fahrverhalten des Michelin Road2 bei sehr hohen Schräglagen.

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