Reifen für Youngtimer (Archivversion)

Nachschlag

Die Auswahl an modernen Reifen für Klassiker wird größer. Nun liefert auch Pirelli mit den Demon zeitgemäße Gummis.

Während die Entwicklung neuer Reifen für Sportler und Supersportler viele Jahre ähnlich rasant verlief wie die Leistungsexplosion der Bikes, mussten Fahrer klassischer Motorräder lange Zeit auf veraltete Gummis zurückgreifen. Mittlerweile hat sich die Situation für die Youngtimer-Szene deutlich entspannt, das Angebot an modernen Diagonalreifen für den riesigen Bestand der Maschinen der 70er und 80er Jahre wächst stetig. Bridgestone war der erste Hersteller, der mit dem BT 45 einen Diagonalreifen auf den Markt brachte, der technisch den vielgelobten Sportreifen der Japaner ähnelt. Inzwischen umfasst das Lieferprogramm alle wichtigen Größen von 16 bis 19 Zoll. Im vergangenen Jahr zog Metzeler mit den ME 330/550 nach. Wie beim BT 45 kommen auch bei den komplett neu entwickelten Mittelklassereifen der Münchener modernste Werkstoffe zum Einsatz, die im Vergleich zu den überkommenen Reifentypen nicht nur ein leichteres Handling ermöglichen, sondern auch mehr Grip bei Trockenheit und Nässe, höhere Laufleistungen sowie einen besseren Komfort bieten. Ähnlich positive Eigenschaften sind auch vom brandneuen, ab Frühjahr erhältlichen Diagonalreifen Pirelli Sport Demon zu erwarten, der technisch mit den ME 330/550 verwandt ist. Eigner von schmal bereiften Klassikern dürfen sich über den ebenfalls neuen City Demon freuen, der in vielen Größen für ältere Maschinen der mittleren Leistungsklasse auf den Markt kommt.
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Youngtimer-Reifen (Archivversion) - Die rechtliche Seite

Für Motorradreifen gilt in Deutschland nach wie vor die Fabrikatsbindung. Dies bedeutet, dass zunächst die in den Fahrzeugpapieren eingetragenen Fabrikate gültig sind. Will man auf ein anderes Fabrikat gleicher Größe wechseln, sollte man sich beim Reifenhändler nach einer Unbedenklichkeitsbescheinigung des gewünschten Reifentyps für das betreffende Bike erkundigen. Diese werden nach ausführlichen Fahrversuchen sowohl von Reifenherstellern als auch Motorradproduzenten erstellt. Existiert eine solche Freigabe, darf die Reifenkombination bedenkenlos gefahren werden, sofern es sich um bauartgenehmigte Reifen mit entsprechendem Prüfzeichen (E4 75R-00.....) handelt. Eine Eintragung in die Fahrzeugpapiere ist in diesem Fall nicht notwendig, es genügt das Mitführen der Unbedenklichkeitsbescheinigung. Freigaben gibt es auch per Internet unter den Adressen der Motorrad- und Reifenhersteller. Generell abnahmepflichtig sind demgegenüber Änderungen der Reifengröße. Hierzu ist ein Teilegutachten erforderlich, das die Vorschriftsmäßigkeit des Fahrzeugs nach der Änderung bescheinigt und dem amtlich anerkannten Sachverständigen oder Prüfingenieur bei der Abnahme des Anbaus vorzulegen ist. Auch beim Teilegutachten genügt fürs Erste das Mitführen des Anbauabnahmezertifikats, beim nächsten Kontakt mit der Zulassungsstelle (zum Beispiel Ummeldung) muss jedoch eine Eintragung in die Fahrzeugpapiere erfolgen.

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